KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1919
- Issue
- Heft 9-10 (September 1919)
- Date
- 1919-09-01
- Page
- Seite 163 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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WMMHWFMUWMRIMMWMWWW w-m :iF-vsSwiff > 163 . . ' t . ’T. »wischen A. H.. A. A. H. und Aktiven sei. Mit der Versicherung. dak die Förderung der Verbindung die Hauptaufgabe dev neuen A. H. B. sei. und mit dem Wunsche deS BlübenS. Wachsens und Gedeihens des A. H. B. wie des aesamten K. E.. fdrtöft der Vorsitzende die eindrucksvoll verianfcne GründnngSversamntlung. Mit den A. H. A. H. Frankel. Erich Bekofzer und Walter Ascker zählt der A. H. B. Silesia bereits 14 Mitglieder. 'Scbrlftfarfien sind an den Schriftfiibrer Dr. SJfritK Goldschm-dt. Berlin-Halensee. Kiistriner Straße 24. m richten. F. G. A. H. V Nassovla. Der Vorstand, über dessen Mitglieder bisher versehentlich nicht berichtet wurde, setzt sich zusammen wie fofnt: Dr. Warmbrunn. Vorsitzender: Dr. Ludwig Rosentbal. Schriftwart: Dr. Theo Rotschild.. Kassenwart. Landerverband oberschlcs. K. E.er. Am Sonnabend, dem 13. September, vereinigte die obcrschl. Kartell- und Buttdesbrüder ein gemütliches Beisammensein in den Räninen der HumanttaS-Loge zu Gleiwiv. Zum ersten Male konnten wir die Vertreter einiger neu gegründeten K. C.-Verbindnngen bei uns begrüben. San.-Nat. Dr. Schlesinger. Viadr.. hielt, nachdem Sau.-Nat Dr. Ebrenfried, Viadr., die Beariikungvansprache gehalten und besonders die zahlreich erschienenen Damen begrübt hatte, mit zündenden Worten die Tendenzrede; er gab einen kurzen Überblick über die Entstehung des K. E., stellte die Gegenwart in Parallele zu den SUct und Wer wahren und schilderte Zweck ltnd Ziele des K. C. im Gegensatz zu den Zionisten und im Kampfe gegen den Antisemitismus. Die grobe Zahl der Kejlfüchse. die wir a» diele», Abend bei nnö sahen, folgte mit viel Interesse und kehr angeregt den Ausführungen des Redners. Herr Rabb. 1>. Cd)*, der als 2. Redner sprach, richtete seine Worte in der Hauptsache an die Keilsüchse und »orderte sie ans. sich unseren Reiben, den deutschen Inden, anzuschlieben. mn so eine feste, einige Phalanr »n bilden int Kamm gegen Indiffcrentismns. gegen . Zionismus und gegen Antisemitismus. Da wir unsere Zusammenkunft dieses Mal ohne Kommers veranstalteten. so dauerte es nicht lauge, bis der Tanz den ernsten Teil 'ablöste. Es ivar ein schöner Abend, der uns bis weit nach Mitternacht unsere Sorgen, unsere Zttknust für einige Stunden vergessen lieb. R. Der Landesverband westfälischer K. E.er vereinigte seine Mitglieder ain Sonntag, dem 7. September Istlst. vormittags 1t) ttbr. in Witten zu einem kehr zahlreich besuchten Konvent, welcher der Aussprache über die ernsten Etagen der Gegenwart gewidmet war. A. H. Dr. Zweig- Dortmund leitete die Tagung und erstattete zunächst einen Bericht über die Gesthästssiihruug des Landesverbandes. A. B. Simons berichtete sodann namens der Verbindung „Rheno-Bavaria" in Miittstcr über die innere Entrvicklustg der jungen Verbindung und ihre Stellung gegenüber den anderen Korporationen: er schilderte insbesondere die Kämpfe der Verbindung gegen die autifcmitifdic Hetze innerhalb der Studentenschaft Münsters und legte die skrupellosen Mittel dar, mit öcueu man dort die Verbindung in der ^ssemlichkcit und ' in der^ offiziellen Vertretung der Studentenschaft unmöglich zu machen sucht. Hierauf folgte ein mit besonderem Interesse anfgenommenes Referat des A. H. I ac vb v.v i c S-Essen über ...K. E.-Frageu", das sich mit der Einwirkung der modernen studentifchen Bestrebungen auf die K. C.-Idee und ihre praktische Ausgestaltung beschäftigte. Ter Referent vertrat in libereinstimmnng mit dem gesamten Konvent-'den. Standpunkt, bab wir an den studentischen ' Formen. insbesonderemt dem Prinzip der unbedingten Satisfaktion, die uttS seit scher die notwendigen studentischen Mittel SUM besonderen studentischen. Zweck ge-. - . r? fc*.' wesen sind, unbedingt festznbalieu ljäben. Nickt minder" wichtig sei eS, allen' unseren, Mitgliedern anck das' ' geistige Rüstzeng zu verschaffen, dqs sie in unserem .Kampfe jetzt oder'später benötigen.! Daneben bedürfe das Problem unserer - Beziehungen zum Deutschtum einer Vertiefung. ES sei nicht angängig, in der Ver« bittdttiigscrziehnng diese schrvc, -liegende Frage mit einigen Schiagwoneu abzutnn. '.-er Redner erörterte : zilin Schluß die soziale ttnigestalinng Unserer Zeit und insbesondere des studentischen Gebens auf Grund wo» derner Geistesströmungen und kain zu dem Schlub. da« in dteser Hinsicht Zz. B. hinsichtlich des Alkobolzwangesl ' gewisse Konzessionen olnte Bccilnl äcktigung der Wirk« samkeit unseres Kampfes sebtAirmhl möglich und not-* ' wendig seien. ' . .-Z DaS letzte Referat wurde von A. H. Dr. Krombach- Esten über die .. P og r n m be tz r" erstattel. ' Der Referent schilderte in eingehender'Darstellung die gegenwärtige, aufs beste organiiie te Hetz« und Wühlarbeit der mit unerschöpflichett Ge ld Mitteln ausgerüsteten antisemitischen Kreise, die jetzt „Wt mehr wie ehedem tun: aus einem kleinen Häuflein böswilliger Fanatiker . bestehen, hinter denen vielmehr letzt die gesamte Reaktion mit ihrem Anhang sich: bc'tnde, indem Ne von diesem Sprungbrett ans die iür durch die Revolution fleiiontinenc Machtstellung wieder.tu erlangen hoffe. 3»r geschickter Weise suche man die burcki gewaltige Ereignisse der letzten Zeit in Gärung befindlden. durch die bianiöation nuferer Niederlage schwer l stastrten und deshalb nnznfriedenen Volksmasfen nach airbewührte» Methoden abzulenken» um sie ihren ietzigen Zielen nnd Führern »tt entfremden. Dllrch ungezählte Fluaschristcn. Klebe- - marken. Presseartikel, durch die '»assung neuer anti- , semitischer Blätter unternehme inan cs. .alle Gebens--- gebiete mir dem Gift der Verleünidnng und Verhetzung; zu wcrtcuthctt und mit brutaler Deutlichkeit zu Gewalt«-- tätinkeitcn gegen die Juden auszustachcln. Diese plan- . mübige Arbeit mache sich namentlich in der Reichswehr. ' in den Schulen, ebenso in den breiten Arbcitcrmassen bemerkbar und habe vor allem, in der Studentenschaft guten Erfolg. Der von engherzigen Vorurteilen, -gefesselte Geist, der in den letzten Falnzehnten in weiteren .Kreisen der Stttdcntenschat't gebe.rviö.t habe, lei der beste lilöden für diese Pogromstimmun,-: dazu komme die allgemeine an sich begründete Mihirimmnng des Aka«; demikcrs auf Grnnd der politisch, u und wirtschaftlichen . Deklassierttng deS geistigen Arbeiter--, zugunsten der einstitigen Fördcrnng der ArbeitcrtlaNi. In dieser schwere« Zeit sei die Ausgabe deS K. <5. in Anknüpfung an seine alten Traditionen, die deutsche .iuöenhett au's un- - würdiger Gleichgültigkeit und Letturaie wachznritttelt» und zu selbstbewusster energischev 'lbwehr auszurnseu. ' Die Aktivier n u g der deutschen /.uden zur Wahrung ihrer Stellntta als Inden und als-D istsche sei zwittgende LebeitSnotmendigkeit. In der Sink entenfchast gelte cs. in energischer, schneidiger Abwehr, »ach Möglichkeit mir den stndeittischen Mitteln, soweit diese versagt werde», in anderer gcciaiteter Weile daslir tu wirken, bah niemand nngestraft es wage, «uFere Ehre nnd Sicherheit -an.ZUtakten. Daztr »ei straffste Disziplin Grund« . bedingt»»»«, zugleich unbedingte Honorigkeit und tadel« lvseS Benehmen nach innen tmd ai-iren; innerhalb des studentischen Lebens sei durch groütügige Anfklärunas« arbeit der Volköverniftung e»ttae»tenzttarbettcn und in mühsamer, vft kleinlicher, aber bitter notwendiger Einzclarbcib de»n verbrecherischen T»eiben der gewissen« - losen Hetzer mit allen verfügbare»' Mitteln cntgcgeltantreten. . ' Der Redner schloß mit dem dring» ndcn Appell an alle Atiivesenden, alle Kräfte der seuteiiualnen Abwehrarbeit . zu widlnen und dnrÄ'die Tat rn beioeife«. da« der alte, bewährte. Geist-desi K. <5. auch heut ' noch, lebendig ist. Den, .Referaten, folgte eine febrlebhaftesAnSkvrache, > . rv > - 4 r: .-f;! .V;! t r . "!'Ä -M- ■-..l «■iVm