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KC-Blätter · 1918-09-01 · Heft 24 (September 1918) · p. Seite 1149

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1918
Issue
Heft 24 (September 1918)
Date
1918-09-01
Page
Seite 1149 (sequence 14)
Language
German
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1149 E. R. E. R. Dingmann, Hirsch, Dr. Lazar, Wechselmann, Nosenstein. Wie sich der weitere Verlaus des Semesters gestalten wird, wissen wir nicht, jedenfalls sind die Aussichten nicht günstig, stnci. mell. Arnold Bernstein trat in Genehmigung scities Austrittsgesuches aus der Verbindung aus. Aehnlich wie in anderen Verbindungen wollen auch tvir mit den aus dem Boden unserer Tendenz stehenden Damen Abende veranstalten, die mit Borträgen und Referaten über einschlägige Themen ausgefüllt »verden sollen. Mit unseren Bbr. Bbr. in» Felde stellen wir in regem Briefwechsel. a.B. a. B. Jtzig iHarrh) und Mendelsohn sind in französische Gefangenschaft geraten; von unserem seit dem 1. Juli d. I. vermißten Bbr. Rudi Fürst haben wir bisher leider keinerlei Nachricht erhalten. Saxo-Bavaria. In das Wintersemester ist unsere Verbindung mit dem Bewußtsein eingetreten, daß sie sich keinen besonderen Hoffnungen hingeben dürfe. Die Saxo-Bavaria kann eben nur durchhalten und die künftige Entwicklung in Friedendzeiten vorüereiten. Während der Ferien fanden Veranstaltungen nicht statt, da höchstens zrvei Bbr. zu gleicher Zeit am Orte waren. Zu Anfang des Semesters konnten wir außer dem alten kleinen Stamm noch den Brander Fritz Neumann begrüßen, der von der Thuringia überwiesen worden war, und von uns rezipiert werden konnte. Außerdem meldete sich aktiv Kurt Lindner (Thur., Sprev.), der nach einigen Irrfahrten schließlich an einen, Leipziger Neservclazarett gelandet ist. So konnten denn die Chargen folgendermaßen definitiv besetzt werden:?S$of)lQemutf) x F. W., Rosenthal xx K.W., Neumann x x x S. W. F. M. für Comment: Wohlgemuth, F.M. für Tendenz: vr. Goldmann. E. R. E. R. Wohlgemuth, Rosenthal, Goldmann, Lewisohn, Jacoby, Segall. Kaum war Neumann hier, sowurde er freilich zum Militär eingezogen, glücklicherweise ist er in Leipzig, sodaß er der Verbindung dienen kann. Da sich einige Bbr. in Halle aufhielten, da wir ferner in Halle ansässige Bbr. gewonnen haben, so daß die.Zukunftsaussichten dort nicht schlecht erscheinen, haben wir in Halle einen Stammtisch gegründet, der vorläufig nach dem Statut der Saxo-Bavaria gewiffermaßen als ein Teil unserer Verbindung arbeitet. Leiter des Stammtisches ist Sonder (Bav.), der sich auch bei der Saxo-Bavaria aktiv gemeldet hat. Dem Starmntisch gehören gegenwärtig vier Burschen und ein Fuchs an. In Halle wie in Leipzig stehen aber Aktivmeldungen in Aussicht. Vorläufig konnten wir in Leipzig stull. iur. Bruno Mannes und stull. mell, lleut. teinrich Mannes aufnehmen. Paul Segall ist aus der erbindung ausgeschieden. Das Semester eröffneten wir mit einer sehr gemütlichen Kneipe in Halle, bei der eine für unsere Verhältnisse große Anzahl von K. C. ent sich versammelt halte. Acht Tage später ei.öffneten wir mit einer intimen Antrittskneipe in Leipzig. Offizien finden dreimal in der Woche statt, soweit die militärischen Pflichten der Vundesbrüder es zulaffen. Bon den Bbr. Bbr. aus dem Felde hören wir lvenig. Besucht hat uns in letzter Zeit Lewkowicz, ebenso auch Kbr. Franz Engel (Thur.). Taitza ist in Gefangenschaft geraten, Adalbert Stein weilt krank in Deutschland. Wir hoffen, daß wir in diesem Setttester endlich tviedcr zu einem uns allein zur Verfügung stehenden Lokal kommen, damit die Verbindung sich allmählich auf FriedenSzeiten, die hoffentlich nicht fern sind, einsteüen kann. Naffooia. Wenn unser erstes Berbindungssemester durch die große Zahl der Aktiven wie auch durch strammes Auftreten vor allem nach außen hin wirkte, ttnd tvir unsere neue Couleur auf diese Weise ehrenvoll eingeführt haben, soll der kommende Winter dem inneren Ausbau, der Festigung des Freundschaftsverhältniffes unter den Bundesbrüdern und ihrer Ausbildung in unserer Tendenz in erster Linie dienen. Unsere Korona ist recht zusammengeschmolzen, da die große Mehrzahl von uns wieder ins Feld gegangen ist oder nach austvärts einberusen wurde. Immerhin werden wir mit über 15 Aktiven den Betrieb der Verbindung in vollen. Umfang aufrechterhallen können. Bisher haben wir bereits sechs neue Aktiomeldungen zu verzeichnen, weitere stehen in sicherer Aussicht. Während der Ferien haben wir regelmäßige Zusammenkünfte gehabt, unter anderem zwei größere Vortragsabende, bei denen A. H. vr. Mainzer und K. B. vr. Baruch in feffelndster Weise vor einer großen Anzahl von Aktiven und Keilfüchsen sprachen. DicseVortragsabende tverden wir auch während des Semesters als regelmäßige Institution beibehalten und haben „ns bereits mit einer Anzahl in Betracht kommender Persönlichkeiten, insbesondere den hiesigen Rabbinern, in Verbindung gesetzt. Am 17. Oktober hat unser erster Diskussionsabend mit großem Erfolge stattgefunden. Unser A. H. vr. Alexander sprach über: ,,K. C. und Judentum." An den Vortrag knüpfte sich eine lebhafte längere Diskussion, die das größte Jntereffe, insbesondere der zahlreichen Gäste, erregte. Außer einer beträchtlichen Zahl vott Keilsüchsen waren mehrere Studentinnen anwesend, welche wir in ein möglichst enges Verhältnis zu unseren Ideen ziehen zu können hoffen. Auch die anwesenden alten Herren griffen eifrig in die Diskussion ein, sodaß der Abend, den zum Abschluß eine kurze aber fidele Kneipe krönte, wie im Fluge verlief und bei allen Teilnehmen, den Wunsch nach baldiger und häufiger Wiederholung weckte. Die interimistischen Chargenwahlen für das neue Semester hatten folgendes Ergebnis: Dalsheim X, F. W., Blütenthal x x, F. M. s. C., Rosengarten x x x,S.W., Seligmann F. M. f. T., Herz K. W., E. R. E. R. Dalsheim, Blütenthal, Löb, Alexander, Seligmann, Hahn. Dienstags 87, c. t. ist regelmäßig Konvent, Samstag abwechselnd Diskussionsabend oder Kneipe in unserem Lokal. Dreimal dieWoche ist Fechten, einmal Schwimmen, außerdem Fuchsenstunden und offizielles Cafe Samstag nachmittags im Hotel Carlion. Anfang November ist eine größere Antrittskneipe mit Damen geplant. An alle in Frankfurt durchreisenden Kartell- und Bundesbrüder richten wir die dringende Bitte, sich mit uns in Verbindung zu setzen, am besten durch telephonischen Anruf bei Erwin Seligmann, Friedrichstr. 29 Telephon Taunns 1124). Berantivortlicher Redakteur: Vr. pßil. Felix Gold mann, Leipzig, König-Johannstraße 17. Verleger: vr. mell. Max Mainzer, Frankfurt a. Matn, Neckarstraße 5. Druck: Aachener Verlags- und Druckerei-Gesellschaft. Kassenverwaltung: Rechtsanwalt vr. Sewald JaffL, Düsseldorf, Schäserstraße 43, Ecke Benloerstratze. Postscheckkonto: Cöln 23487.

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