KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1911-1912
- Issue
- Internes Heft der K.C.-Blätter (25.7.1912)
- Date
- 1912-07-25
- Page
- Seite 27 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2268830-2268846-2268859--0581-2269798- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
27 Der F. E. setzt sich zusammen aus: Levy X Kadden XX Bruck XXX Briefsendungen sind ins Hotel Prinz Heinrich. Geldsendungen an Carl Levy, cand. mach. Cnsin ostr. 2 zu richten. Sprevia. Uufcrc Stellung nach außen hat sich im letzten Moimt insofern geändert, als wir demnenen„allgemeinenPaukkommentderBerliner Verbindungen mit unbedingter Satisfaktion" tlnsere Unterschrift gegeben haben. Der wichtigste Paragraph dieser Komments lautet: „Hängen Angehörige der Unterzeichneten Korporationen miteinander, so wird ohne weiteres auf schwarze Waffen gesochteu." Damit süld grundsätzlich alle Verrüfe aufgehoben. Will aber eine Korporation oder ein Verband einen bestehenden Verruf nicht Aufheben, so hatte er dies bis zum Tage des Kommentabschlusses zu erklären. Im Falle des Fortbestehens des Verrufes bleibt wie bisher die Regelung von Ehrenangelegenheiten den betreffenden Korporationen übevtaffcii. Uns gegenüber ist der Verruf aufrechterhalten von der gefaulten L. V.. d. h. dem K. S. C., D. D. B.' und C. L. C. und einigen kleineren Korporationen. Mit allen übrigen — es haben bisher 83 Korporationen unterzeichnet — wird also von jetzt an schwarz gefachten. Hervorzuheben ist noch, daß für diesen Paukkonuneut als Angehörige Miller Korporation auch alle Kartellbrüder gelten. — Eine zweite wichtige Aendernng für unsere Verbindung stellt der Beschluß dar, von mlserem aiten Fechtlneister. dem Äiachfolger von Ilmker fortzugehen und bei einem neuen in der Hauptsache auf uns angewiesenen Fechtlehrer Unterricht zu nehmen. In der Person eines friiheren Assistenten unseres alten Fechtlehrers, der augenblicklich in Miinchell tätig ist, glauben wir euren Mann gefmibcu zu haben, der die großen Hoffnungen, die wir all einen solchen Wechsel im Fechtunterricht knüpfen, am ehesten zu erfülleil geeignet ist. Er tritt seine Stellung mit Beginn des nächsten Seillesters an. — Da die kurzen Berichte, die hier gegeben werdeil kölmell, deur Interesse unserer älteren auswärtigen Brurdesbrüder nicht gellügen, hat der B. C. eine Komnlission eingesetzt, die ganz ausführliche, bis ins Kleinste.gehende Monatsberichte versenden soll. Diese sollen hektographiert alten auswärtigen Bundesbrüdern zugehen. — Bei der Hochzeit unseres l. a. H. Grfftav 'Bernhardt waren wir durch drei Chargierte vertreten, vr. Hugo Ehrlich wurde zum alten Herren ernannt. Der Frühschoppen, auf den nochmals hingewiesen sei, findet von jetzt an jeden ersten und dritteil Sonntag im Monat statt (Lokal Schultheiß Unter den Linden). Allr 20 d. Mts. veranstalten wir wieder eine Exkneipe bei Zenner in Treptow, am 27. d. Mts. findet unsere Seniesterschllrßkneipe in 'unfern Räumen statt. Das Semester schließt am 30. Juli mit einem Frühschoppen in Hnndekehle. Das Winter-Semester beginnt am Donnerstag ben 17. Oktober <! h. s. r. mit einem Dämmerschoppen im Schultheiß, Unter den Lillden. Khnriagia. Das Semester geht iir raschen Schritten zu Ende, Rezipiert wurden ün Lallfe des Semesters die beiben Brandfüre Bmlmgart nlld Lveser U. Ellde Juni hielt Herr Dr. Wolff voll der Bereilligung jüdischer Theologerr „Ami citia" einen recht interessanten Vortrag in unserer Mitte über „Judentum und Christentum". Am Ul. Juli hielt a. B. Balliugart einen Vortrag über das Thema „Warlilll tragen wir Kouleur?" AUt dem S. C. zll Brestall schloffen wir einen neuen Konllilent auf schwere Waffen ab. Wir fochteil bisher 14mal. Die geringe Anzahl von Partien ist zmn Teil darauf znrückznführen. daß nnfer Pankverhältnis wegen seiner geringen Aktivitas nicht in der Lage war, mehr Partien gegell uns heransziistellen. Wir fochten lOmal Schläger (linat auf Waffen einer l. K. B. Ghibelliuia). Wir. stachen 2mal ab, wurden Imal abgestochen, paukten Omal aus und suspendierten Imal. Außerdem fochten wir 4mal Säbel, 3mal Säbel s. s., .lmnl Säbel cum, wobei wir 2nml abftachen, lmal abgestochen wurden nlld Illml allspaukten, ^lm l». Juli unternahmen wir unter zahlreicher Beteiligung der Inaktiven, alten Herren und ortsanwesenden Kartellbrüder einen wunderbaren Motorbootausflug nach Freschen. Majestätisch glitt das Schifflein, geschmückt mit ben Fahnen der Verbindung, über die Wellen der Oder. Kurz vor Freschen lau beten wir. Ein Teil crfrifdjtc sich durch Baden in der Oder, ein anderer Teil tat das Gleiche im nahen Dorfwirtshaus. Zu Fuß ging es daml llach Freschen, wo eine recht gemütliche Kneipe stattsand. Ten Höhepunkt der Kneipe bildete das Einholen des Amtsvorstehers in Freschen, der sich derart geehrt fühlte, daß er im „hohen Hute" erschien, illn an unserer Kneipe 'teilzmlehmen. Viadrlrra-Darurlladt. M i t t a g s t i s ch u n d B r i e f a b l a g e: Hotel Prinz Heinrich. T e l ep h o n: Nr. 150 von 1 c. t. bis 2 c. t. Kneipe: Kölnischer Hof. Hjsen. Der K. C.-Abend ist auf Mittwoch verlegt. Er findet im Sommer bei gutem Wetter im Stadtgarten, sonst wie bisher im Restaurant Union, Theaterplatz, statt.