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KC-Blätter · 1912-03-01 · Heft 6 (1.3.1912) · p. Seite 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1911-1912
Issue
Heft 6 (1.3.1912)
Date
1912-03-01
Page
Seite 4 (sequence 28)
Language
German
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4 Wir fochten in diesem Semester 20 mal Schläger, wobei wir 6 mal abgestochen wurden- 2 mal wurde auf Gegenseite suspendiert, l2 mal paukten wir aus; Säbel fochten wir 5) mal. wurden 3 mal abgestochen und stach n 2 mal ab. Kassenbericht: Die Einnahmen betrugen 1805,25 Mk. Die Ausgaben betrugen 176l,65 „ Bestand: 43,60 Mk. Unsere Schulden betragen 320 Mk. Unsere Außenstände betrogen 230 „ Unser 91. H. B. übernahm unsere Schulden in Höhe von fast 1500 Mark bis auf obigen Rest von 320 Mark, wofür wir ihm auch noch an dieser Stelle unfern herzlichsten Dank aussprechen. Unsere Außenstände haben sich um 200 Mark redttziert. Jedoch richtet der K. W. an alle Bdbr. die dringende Bitte, ihren Verpflichtungen baldigst nachzukomlnen, damit wir in diesen geordneten Verhältnissen weiter bestehen können. Bon wichtigen K. C-Beschlüssen sind hervorzuheben: 9llle Schulden, die die Bundesbrüder bei Guggenheiin haben, sind bis zum 15. 9lpril, alle Schulden bei Zipf bis zum 15. Juni zu zahlen, da der Einkauf in diesen Geschäften eingestellt werden soll. Auf dem Convent vom 2l. Februar wurde der F. M. für Tendenz Adolf Levy dechargiert auf Antrag des Ehrenrats hin, sein Amt übernimmt bis Semesterschluß a. B. Hertz. Der Connex mit der Philisterschaft ist wieder enger als früher; wir hielten eine Reihe von Damenfestlichkerten ab, darunter eine wohlgelungene Damenkneipe; außerdem fand wöchentlich eine Tanzstunde mit dem Töchterpensionat Clothilde statt. Dafür revanchierten sich unsere Couleurdamen durch Hausbälle uub andere kleinere Festlichkeiten, sodaß unsere Aktivitas besonders in letzter Zeit fast täglich gebunden war, worunter in mancher Beziehung das Korpoiatiousleben litt. An unfern Vortragsabenden sprachen u. a. unser l. 9l. H. vr. Hochschild über „Ursache und Entwicklung der K. C.-Gedankens". Hierzu luden wir in ^Ausführung des Heidelberger K. C.-Beschlusses die jüdischen Sludentinnelt ein, die mit einer einzigen Ausnahme absagten: nach diesem Miß-rfolg sahen wir von weiteren derartigen Bo-trägen ab. Herr vr. Pollack hielt in dankenswerter Weise emen Vortrag über: „Gefahren der Geschlechtskrankheiten und ihre Verhütung". Außerdem wurden auch kleinere Vorträge im Rahmen der Tendenzfuchsenstnnde gehalten. Die ersten Tage des Monats Februar brachten uns endlich ein echtes Winterwetter, das allen Freunden des Skisportes Gelegenheit bot, ihm in ausgiebigem-Maße zu huldigen. So zogen auch unsere Bdbr. hinaus auf unsere Skihütte, um 3 Tage lang in 9lusübung dieses Sportes die winterltchen Reize unseres SchwarzwaldeS zu genießen. Wir schließen das Semester am Montag, den 26. Februar und eröffnen das Sommersemester am Dienstag, den 16. April mit einem Dämmerschoppen 6 h. s. t. im Kopf. Sprevia. Hans Berliner kam durch Ehrenratsurteil aus der Verbindung. Durch Genehmigung seines Anstrittsgestlches schied Erich Singer aus der Verbindung und damit dem 5k. C. aus. Der Fux Sprinz winde als unbrauchbar abgegeben. Hlheno-Sikesia. vr. me6. Ernst Hermann, (nicht, wie im vorigen Monat irrtümlich milgeteilt, Adolf Heymann) wurde zum 9t. H. ernannt. Wericht öer Redaktion. Das 9ldreßbuch 19i2 -Teil 1 und 2) ist fertig gedritckt. Das Manuskript des 3. v eiles, dessen Zusammenstellung ein jiingerer Bundesbruder übernommen hatte, habe ich trotz nlehrfachen Drängerrs noch nicht erhalteir können. Die Herausgabe des Adreßbuches verzögert sich dadurch bedauerlicherweise. Das Adreßbuch wird nunmehr bestimmt im Laufe des März erscheinen. Die Verbandsbrüder werden gebeten, Adressenänderltngen umgehend anzngebcn. Das gilt besvllders für die jüngeren Verbundsbrüder, die nach Schluß des Semesters ihre Wohnung wechseln. Mil Mücksicht auf meine im Laufe des März erfolgende Mohnungsändernng wird die Apriknummer Voraussichtlich weit vor dem 1. April erscheinen müssen. Ich Sitte daher, alle Berichte etc. umgehend an mich gelangen zu taffen. ve. A. Stellennachweis. Durch Tod eines sehr beschäftigten - Magen- und Darmarztes ist in Stuttgart günstige Niederlassungsgelegenheit für einen tüchtigen S P e z i a l i st e n gegeben. Bescheid erteilt der Verbandsbruder vr. Otto Einstein in Stuttgart, Krenserstraße 15. In größerer Stadt Rheinlands findet ein praktischer Arzt mit sehr guter interner Ausbildung günstige Gelegenheit zur Riederlaffung. Bewerber wollen sich an die Redaktion der K. C.-Blätter wenden. Längerer Apotheker bittet um Nachweis ein s geeigneten Postens in der cheinischen Großindustrie. evtl, um Nachweis einer Verwaltung oder Pacht. Offerten unter dem Titel »Apotheker" an die Redaktion der K. C. Blätter erbeten. Gerichtsassessor vr. Curt Callmann in Berlins Uhlandstraße 571 sucht Affoziation mit einem Berliner Rechtsanwalt.

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