KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1911-1912
- Issue
- Heft 6 (1.3.1912)
- Date
- 1912-03-01
- Page
- Seite 120 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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120 WerLarr8s--Bachvichren. Kamöurg, im Januar 1912. AufIdemiK. C.- Abend am .'N.Januarwurde ein „Landesverband hanseatischer K. C.er" gegründet. Zweck dieses Verbandes sott fein, die hiesigen K. C.er durch regelmäßige Zusammenkünfte einander näher zu bringen und vor allen Dingen durch geeignete Verbreitung des K. C.-Gedankens für jungen Rachwuchs aus hiesiger Gegend zu sorgen. Die Herren K. B., .V?. B. aus den Hansastädten sowie deren 9lähe werden dringend gebeten, sich dem neugcgründeten LandeSverbande anzuschließen lmd sich au seinen Veranstaltungen zu beteiligen. Zum Vorsitzenden des Verbandes wurde Herr Zahnarzt Lachmann (Vi.-Br.) gewählt, zum stellvertretenden Herr R.-A. 1)r. Blitz (Spr.). Das Amt des K. W. übernahm Herr Ing. Gumpeitz (Vi.-D.h da-jeinae des S. W. Herr Apotheker Hirsch (Spr.. Ba.). Bis auf Weiteres finden die regelmäßigen Zufammenküuftr an jedem 2. und 4. Montag im Monat, abends h. c. m. t. im „Restaurant Palant" stvtt. ^Tisch aru Büffet zu erfragen.) A. H. ßsuringia. Am Geburtstage des deutschen Kaisers chargierten wir bei der Nnivelsitätsfeier in der Aula und nahmen an der Umfahrt der Korporationen teil. Abends fand unter zahlreicher Beteiligung der in Breslau wohnenden K C.er eine äußerst gemütliche Kneipe statt. Am Schluffe des Offiziums wurde der Landesvater, gestochen. — Rezipiert wurden die Füxe Glaier.Tischler.Grünth'l, Hartmann, Pinrsohn. Das W. S. wird Sonntag, den 3. Marz 1912, mit einem Frühschoppen im Löwenbräu geschlossen. M. P. Licaria. Die Feier des Geburtstages unseres Kaisers begingen wir wie alljährlich mit einem Frühschoppen im Bürgerbräu am 27.' Januar. Wenige Tage später veranstalteten wir eine Damenkneipe, zu der fast sämtliche Damen unserer Tanzabende erschienen waren. Einige junge Damen erfreuten die corona durch recht witzige, wohlgelungene Vorträge, in denen sie in launiger Weise mit' den einzelnen Aktiven ins Gericht gingen. Die Ueberraschnng des Abends bildete für uns eine Bierzeitung, welche die Damen mit viel Geschick verfaßt hatten. Die froh-gemütliche Stimmung, welche während des ganzen Abends herrschte, fand ihren Höhepunkt, als das Präsidium und das Fuchsmajorat in die Hände zweier Damen übergingen, deren ungewohnte „Amtshandlungen" anfangs natürlich viel Heiterkeit erregten. Indes wußten die weiblichen Würdenträger bald in zufriedenstellender Weise die corona in Zügel zu halten, wenn auch ihre zarten Stimmen sehr oft nicht durchzudringen vermochten. Die Stueipe bot’eme*willkommene Gelegenheit, im Nahmen einer.Tendenzrede die Damen über die Bedeutung deZ K. C. aufzuklären. Dieser Aufgabe entledigte sich i. a. B. Salomou in hervorragender Weise. Ten Abschluß der Tanzabende bildete am 10. Februar unser Ball in den Sälen des „Bayrischen Hofes". Die Festlichkeit nahm einen harmonischen Verlauf und dehnte sich bis in die frühen Morgenstunden aus. Auf dem Gebiete des Wintersports betätigte sich der größte Teil der Bundesbrüder in den beiden letzten Monaten in ausgedehntem Maße. ' Reben Ski- und Rodeltouren unternahmen mir mehrtägige Wanderungen durch das bayrische Hochland, das gerade um diese Jahreszeit einen einzigartigen Reiz gewährt. Hinterbärenbad im Kinsergelnrge, Kufstein, Brnnnstein. Wendelstein, Kochelsee. Wvichensee und Garmisch-Partenkirchen gehören zu dea Gegenden, die bei den von München scheidenden Bundesbrüdern den nachhaltigsten Eindruck hinter lassen werden. Mit vieler Freude wird man sich auch stets der gemütlichen Rächte erinnern, die mau gemeinsam bei einer kräftigen Bowle in den Hüllen znbrachte. Trotz der vi len Vergnügungen, welche sich der Verbindung in diesem Monate boten, wurde das Vortrags wesen in keiner Weise vernachlässigt. Fü.re nnd Jnngburschen referierten übedie Themen: „Die antisemitischen Persönlichkeiten seit 1tt70", „Die Entwicklung des modernen Antisemitismus", „Warum bleiben wir Juden, abgesehen vom Feigheitsprinzip?," „Moses Mendelssohn". Einen Teck der Fuxenstunde benutzte der Furmajar dazu, die Füxe mrt dem neuen Buche „Judentaufen" bekannt zu machen, in welchem hervorragende Persönlichkeiten Stellung zur Jndenfrage nehmen. In die Verbindung trat neu ein: .tud. iur. et rer. 90I. Arthur Aron aus Hadamar (Hefien-Nafsau). L. V. Uavaria. Die ersten Tage des Februar brachten uns endlich das langersehnte Winterweiter. Kaum hatte sich die erste Kunde davon verbreitet, daß die Rodelbahn auf dem Königsstuhl nur einigermaßen fahrbar sei, da zogen auch schon die Bundesbrüder hinauf, um dem schönen Sporte des Rodelns oder Skilaufens zu huldigen. Leider machte Tauwetter schon nach wenigen Tagen dem Vergnügen ein Ende. An Abwechslung sollte es aber auch fehl nicht fehlen, dafür sorgte schon der hier in Heidelberg besonders lustig gefeierte Fasching. Am 10. Februar veranstaltete die Korporation in den Sälen des Hotels „Zum schwarzen Schiff" ein Kostümfest. Zwischen Biedermeierstudenten in Bavarenkonleur trieben