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KC-Blätter · 1911-12-01 · Heft 3 (1.12.1911) · p. [Seite]

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Journal
KC-Blätter
Volume
1911-1912
Issue
Heft 3 (1.12.1911)
Date
1911-12-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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Interne Beilage der K. C.-Blätter I. Dezember 1911. Vert.raurich!. GinführUNg. Der Heidelberger K. C.-Tag 1910 hatte auf Antrag der Verbindung Rheno-Silesia mit 14:1 Stimmen beschlossen : „Dem K. C.-Organ wird eine vertrauliche Beilage beigegebeu, die eine Vermittlungsstelle für Stellengesuche und Angebote von K. C.ern untereinander bilden soll." Dieser Beschluß ist bisher nicht zur Ausführung gelangt. Nunmehr erscheint die Beilage zum 1. Male. Aber ihr Inhalt ist — entsprechend den Bedürfnissen der Praxis — erweitert. Nicht nur soll sie K. C.ern zur Erlangung geeigneter Stellen förderlich sein, sondern sie soll auch alle diejenigen Nachrichten und Mitteilungen enthalten, die in der Öffentlichkeit nicht besprochen werden tonnen oder die kein öffentliches Interesse haben. Zur ersten Gruppe gehören insbesondere EhrenratSnachrichten. Besprechung interner Fragen, Mitteilungen von den K. C.-Aemtern, den Verbindungen und Allberrenverbänden. Zur zweiten Gruppe gehören Personalnachrichten. Adressenänderungen, eine Anzahl von Verbandsnachrichten etc. Diese Aenderung in der Organisation unserer Blätter birgt den Vorteil in sich, daß nunmehr der Redaktion ein größerer Raum für Aufsätze allgemeinen Inhalts in der Zeitullg zur Verfügung steht. Dadurch ist die Redaktion in der Lage, einem berechtigten Wunsche vieler K. E.er nach größerem Inhalte der Blätter Nachkommen zu können. Ferner gibt die Beilage der Redaktion Gelegenheit, ihre Wünsche und Beschwerden den Verbandsbrüdern vorzutragen Hiervon ist in dieser Nummer ausgiebig Gebrauch gemacht. Bei den vielen Vorzügen der neuen Einrichtung ist zu erwarten, daß ihr Erscheinen allseitig freudig b grüßt werden wird. Mitteilung der Wedal'rticm. Seit Beginn des 2. Jahrganges befindet sich die Redaktion in der glücklichen Lage, stets über eine größere Zahl von Aufsätzen allgemeinen Inhalts aus der Feder von Verbandsbrüdern verfügen zu können. Das hat doppelte Vorzüge: Einmal ist die Redaktion nicht mehr — wie früher so oft - gezwungen, in Hetzjagd die Zeitung fertigzustellen, sondern sie kann in Ruhe und mit Sorgfalt die Blätter bearbeiten. Dann auch kann sie in der Auswahl der Aufsätze einen etwas schärferen Maßstab anlegen. Das ist notwendig. Denn das Ansehen unserer Zeitung hat durch manche Artikel, die weder inhaltlich, noch stilistisch den zu stellenden Mindestanforderungen entsprachen, gelitten. Darail trug nicht, die frühere Redaktion die Schuld; im Gegenteil, sie hat wirklich fleißig an dem Gelingen der Blätter gearbeitet. Schuld war das mangelnde Interesse so vieler, ja der meisten Verbandsbrüder. Das scheint ja nun anders werden zu sollen. Es wird die Aufgabe der Redaktion sein, das Interesse, das sich zur Zeit für unsere Blätter zeigt, wachzuhalten und auch noch weitere Verbandsbrüder zur Mitarbeit heranzuziehen. An die jüngeren Verbandsbrüder richtet die Redaktion die Bitte, sich nicht an zu allgemein gehaltene Themata heranzuwagen. Dabei erleiden sie — wie die Erfahrung gelehrt hat — allzu häufig Schiffbruch. Die Arbeiten bleiben an der Oberfläche und bewegen sich in Phrasen und Redensarten. Die sehr erwünschte Mitarbeit der Jüngeren wird sich erfolgreicher in der gründlichen Behandlung von Einzelfragen beschränken. Hierin werden sie leicht Vorzügliches leisten. Die Wahl des Themas fällt den meisten so schwer. Und doch gibt es so viel? Themata, die zur Bearbeitung in den K. C.-Blättern geeignet sind. In einer halben Stunde haben wir mit Leichtigkeit 150 Khemata zusamme »gestellt, die sich beliebig noch variieren lassen. Die Themata sollen nun nicht alle bearbeitet werden: einem solchen Ansturm wäre die Redaktion nicht gewachsen. Aber ihre Mitteilung an dieser Stelle wird die Schreie nach einem Thema verstummen lassen, die so oft uns ans Ohr klangen.

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