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Altneuland · 1906-12-01 · Heft 12 (Dezember 1906) · p. Seite 362

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
3 (1906)
Issue
Heft 12 (Dezember 1906)
Article
Einfuhr von Zucker, Kaffee und Reis nach Beirût während des Jahres 1905 [Nachricht]
Date
1906-12-01
Page
Seite 362 (sequence 3)
Language
German
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— 362 — Die Preise betrugen anfangs März in Franken pro Doppelzentner cif. Beirut mit 2% Skonto: Concasses .... 30^2 bis 31V2 Frcs. je nach Marke Kristalle .... 29 „ 29V2 » in Oesterreich-Ungarn .... 28 „ 28V2 » in Belgien Brote und Würfel .35 „ 36 „ Eine Einfuhr von Zucker aus Deutschland ist auch für das Jahr 1905 nicht zu verzeichnen. In Kaffee betrug die Gesamteinfuhr nach Beirut: 7080 dz im Jahre 1905 gegen 5410 dz im Jahre 1904 und nähert sich somit dem als jährliche Normalziffer anzunehmenden Quantum von 8000 dz. In der Art und Weise des Beirüter Kaffeehandels ist keine Veränderung vor sich gegangen; auch in diesem Artikel ist Deutschland wieder völlig ferngeblieben. Der derzeitige Preis für die in Beirut gangbarste Sorte „Santos Bourbon superieur" stellt sich auf etwa 44 Schilling für 50 kg, cif. Beirut, Zahlung bei Ankunft der Ware gegen Dokumente. Die Gesamteinfuhr von Reis nach Beirut betrug 54 197 dz im Jahre 1905 gegen 62 751 dz im Jahre 1904; die Abnahme dürfte auf die einheimischen guten Getreideernten zurückzuführen sein; die Verminderung verteilt sich gleichmässig auf die Einfuhr von Aegypten und die von Rangoon. Im übrigen sind für den Reishandel in Bebrüt keine Aenderungen zu verzeichnen. (Nach einem Bericht des Kaiserlichen Konsulats in Beirut.) Der Fortschritt der Türkei. (Die türkischen Finanzen im Jahre 1905/06.) Die gesamten Einkünfte der Kasse im Jahre 1905/06 stellten sich auf 3 221 528 türk. £ gegen 3 046 725 türk. £ im Vorjahr und waren damit die höchsten bisher von ihr erreichten. Die Netto-Staatseinkünfte, welche dem Conseil de la Dette im abgelaufenen Finanzjahre überwiesen wurden, stellen einen Rekord dar. Nach Mr. Adam Blocks Meinung, der in der Einleitung zum Bericht über die Entwickelung des türkischen Reichs aufklärt, liegt die Wahrscheinlichkeit vor, dass der Ueberschuss sich von Jahr zu Jahr erhöhen wird. Der Ueberschuss in 1905/06 stellte sich auf 500 181 £ gegen 336 101 £ im Vorjahre, davon erhielt die Regierung 75 % mit 375 136 gegen 252076 £. Getilgt wurden von der Schuld 231726 £ zu einem Kostenpreise von 208 483 £. .Das Stempelgesetz ist nun endgültig geregelt und trifft Ausländer so gut wie türkische Untertanen. Aus dieser Steuer erwartet der Berichterstatter grosse Einkünfte; im vorigen Jahre haben sich dieselben um 79 473 £ erhöht. Eine zweite wichtige Frage ist die Erhöhung der Einfuhrzölle, aus derselben seien 800 000 £ und eine allmähliche weitere Erhöhung zu gewärtigen. Nach dem heutigen Stande der Verhandlungen würden davon 75% der Regierung zufallen und 25%, also zunächst 200 000 £, dem ausserordentlichen Tilgungsfonds zugute kommen, und zwar 60% auf die unifizierte Schuld und 40% auf die Türkenlose. Da aber durch die Konversion der Prioritätsanleihe sich die unifizierte Schuld um 9 537 000 £ erhöht hat, so wird prozentuell keine grosse Mehrtilgung eintreten. Der Schuldendienst für den ursprünglichen durch das Monharrem-Dekret geregelten Schuldbetrag beansprucht heute 2 157 375 £, die seitdem aufgenommenen Anleihen

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