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Altneuland · 1906-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1906) · p. Seite 331

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
3 (1906)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1906)
Article
Mittelmeer-Bergwerks-Studien-Gesellschaft m.b.H. [Nachricht]
Date
1906-10-01
Page
Seite 331 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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— 331 — die gleichsam Neuland schaffen soll. Das neugebildete Syndikat stellt ja zugleich eine Studiengesellschaft dar, die darum nicht allein als Erwerbsunternehmen gelten darf, wenn auch die Art, in der die Zwecke des Syndikats erreicht werden sollen, die Erwartung rechtfertigen, dass schon allein die Prüfung und Begutachtung von Prospekten sich bei der Beteiligung erster Sachverständiger als lukrativ erweisen werde. Dazu gesellt sich aber die vermittelnde Tätigkeit des Syndikats, durch die einem aussichtsvollen Bergwerksbetrieb auch alle finanziellen, technischen und kaufmännischen Möglichkeiten für volle und ungestörte Leistungen erschlossen und offen gehalten werden sollen. Die durch ihre freundschaftlichen Beziehungen u. a. zu der Aktiengesellschaft Tellus und zu dem neuen Montanunternehmen an der Unterweser einflussreiche Metallgesellschaft Beer, Sondheimer&Co. in Frankfurt a. M., sowie die durch ihren reichen Erz- und Grubenbesitz ausgezeichnete Schlesische Aktiengesellschaft für Bergbau und Zinkhüttenbetrieb in Lipine gewährleisten die regelmässige und geeignete Verwertung der montanindustriellen Erzeugnisse des Orients. Die Nationalbank für Deutschland und die rührige Bankfirma Hugo Mainz Sc Co. in Hamburg stellen ihre mannigfachen Beziehungen zum Orienthandel und Erfahrungen im Orientgeschäft, auch abgesehen von den ihnen zufallenden rein finanziellen Aufgaben, in den Dienst der Sache; ist doch die Nationalbank für Deutschland zusammen mit der Dresdner Bank und dem A. Schaaffhausenschen Bankverein auch die Begründerin der Deutschen Orient-Bank. Der Bedeutung der Deutschen Levante-Linie, die ihre Dampfer dem Syndikat zur Verfügung stellt und die ebenfalls der Orientbank nahesteht, ist schon gedacht. Es vereinigen sich also Interessen, wie sie zweckmässiger von den Freunden eines kräftigen Vorwärtsdringens der deutschen Arbeit im Orient gar nicht gewünscht werden können. Wenn nun die vielbewährte Hamburger Initiative dem Syndikat zustatten kommt, so eröffnen sich ihm und zugleich unseren Ingenieuren und inländischen Hüttenwerken, die nun einmal auf die Zufuhr ausländischer Erze angewiesen sind, überaus weite erfreuliche Erwerbsaussichten. Aleppo-Bahn. Aus Paris wurde über die Eröffnung dieser Bahn berichtet: „Die der französischen Eisenbahngesellschaft „Damas-Hamä" et prolongements im vorigen Jahre konzedierte Linie von Hamä nach Aleppo ist bereits vollendet und soll morgen eröffnet werden. Sie bildet die Verbindung zwischen der Syrischen Bahn (Rayak—Hama) und der Bagdadbahn, die jetzt nur noch ungefähr 16 Stunden erfordert. Sie hat eine Länge von 140 km, die durch die Regie Generale des Chemins de fer (Vitali) in der überraschend kurzen Zeit von etwas über einem Jahr fertiggestellt worden sind. Zu ihrer Herstellung sind .80 000 4°/0ige Obligationen Damas—IJamä (Jonction Bagdad) ausgegeben worden,^ die, da sie noch nicht im Parkett kotiert werden, ungefähr 440 stehen, während die älteren Obligationen 465 kotieren. Die Erträgnisse der alten Linie sind in zunehmender Besserung und werden von der diesjährigen guten Ernte profitieren. Man glaubt, dass für die variablen Obligationen in kurzer Zeit auf eine regelmässige Wiederaufnahme der Verzinsung mit 15 Frcs. (i. V. lS1^ Frcs.) gerechnet werden kann."

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