Altneuland
- Journal
- Altneuland
- Volume
- 3 (1906)
- Issue
- Heft 10-11 (Oktober 1906)
- Article
- Beirut
- Date
- 1906-10-01
- Page
- Seite 304 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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- Beirut 2× ep/1047833
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— 304 — die aber mehr die Verbreitung der Kultur als die Christianisierung der Eingeborenen bezwecken. Die hauptsächlichsten dieser mit gutem Erfolg arbeitenden Institute Beiruts sind: Die amerikanische Mission (gegründet 1821). Sie unterhält eine Sonntagsschule, ein Mädchen-Institut und ein Mädchen-Seminar, ferner das syrisch-protestantische Kollege (American College), eine Art Universität mit Präparandenanstalt, theologischem Seminar, einem astronomischen Observatorium und einer medizinischen Fakultät mit vierjährigem Studiengang. — Das amerikanische Institut unterhält in Syrien mehr als 100 Schulen mit annähernd 6000 Schülern! — In Beirut hat es auch eine Druckerei in der ausser zahlreichen arabischen Büchern auch eine arabische Wochenschrift und sogar eine arabische Monatsschrift für Kinder herausgegeben wird. Die britische Mission (gegr. 1860). Verbunden mit Bibelanstalt. In Beirut Lehrerinnenseminar und acht Schulen (worunter zwei für Blinde) mit über 700 Schülern. Ausserdem in Syrien 35 Schulen mit 3500 Schülern. Die schottische Mission. Hauptsächlich als Juden-Mission gegründet (1864). — Eine Knabenschule für Juden. Ferner je eine Schule für jüdische, moslemische und Drusenmädehen. Ausserdem ein Mädchen- Pensionat. Französische Anstalten. Universite de St. Joseph mit medizinischer, orientalischer und theologischer Fakultät, einem Seminar und einer Sekundärschule (zusammen über 700 Schüler) und einer vorzüglichen Druckerei. Ausserdem in Beirut mehrere Knabenschulen (zusammen 1000 Schüler) und in Syrien acht Stationen mit zirka 12 000 Knaben und Mädchen. Ausserdem zahlreiche Knaben- und Mädchenschulen verschiedener Orden, Klöster usw. Im ganzen kann das Schul- und Erziehungswesen .als sehr entwickelt bezeichnet werden, um so mehr als es den verschiedenen Bekenntnissen der eingeborenen ^Bevölkerung keineswegs an eigenen Schulen mangelt — Es gibt in Beirut über 20 Druckereien und es erscheinen zwölf arabische Zeitungen. Hospitäler und Aerzte. Es gibt ein preussisches Johanniter-Hospital mit 70 Betten (amerikanische Aerzte und Diakonissen), eine Irrenanstalt (Dr. Waldmeyer und Dr. Wolf). Aerzte: Dr. Kaisermann (Jude),