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Altneuland · 1906-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1906) · p. Seite 246

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
3 (1906)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1906)
Article
Jüdische Gesellschaftsreise nach Palästina im Herbst 1906 [Nachricht]
Date
1906-07-01
Page
Seite 246 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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— 246 — interessieren, schon jetzt Propaganda für dieselbe zu machen, da clas Zustandekommen des Unternehmens von der Zahl der Anmeldungen abhängt. Nähere Auskünfte werden jedem, der die ernste Absicht hat, sich der jüdischen Palästinafahrt anzuschliessen, schriftlich resp. mündlich erteilt. Mohammedaner in Jerusalem. Die Mohammedaner, die den überwiegenden Teil der Bevölkerung in ganz Palästina ausmachen, befinden sich in Jerusalem in der Minderzahl. Nach einer neueren Zählung gibt es in der Hauptstadt nur 6000 Mohammedaner, die über nur vier Schulen verfügen, drei Elementarschulen und eine höhere; die Schüler der letzteren lernen den Koran in Arabisch, Mathematik, Geographie und Geschichte, Tüikisch und Französisch. Unter den drei Elementarschulen ist eine Mädchenschule, und auch in dieser bildet der Koran die Grundlage der gesamten Erziehung. Die Anglo-Egyptiah Land Allotment Company und die Wiedergeburt Cyperns. In unserer No. 2 lfd. Jhgs. S. 53 brachten wir die Nachricht von der Gründung der Anglo-Egyptian Land Allotment Company, die zu Anfang d. J. mit der Absicht umging, an die Wiedererschliessung Mesopotamiens heranzutreten. Ein kürzlich erstatteter Bericht des Deutschen General-Konsulats in Kairo bringt indes die Kunde, dass diese Gesellschaft vorläufig Cypern als Arbeitsfeld gewählt hat. Die nachfolgend wiedergegebenen Mitteilungenhaben für uns das allergrösste Interesse sowohl im Hinblick auf die jetzt gebotene Möglichkeit, Cypern in den Bereich der kolonisationswürdigen Nachbarländer Palästinas hineinzubeziehen, wie auch durch die näheren Angaben über die geplante „Agricultural Bank of Cyprus44. Bekanntlich ist schon seit längerer Zeit der Gedanke der Gründung einer Agrarbank für Palästina aufgenommen. Die Form der englischen Bank für Cypern mag vielleicht manchen Fingerzeig enthalten, der auch für uns nützlich ist. Wir lassen den Bericht hier folgen: Die im November v. J. mit einem Kapital von 10 000 000 Mk. von dem Wasserbauingenieur Sir William Willcocks gegründete „Anglo-Egyptian Land Allotment Company", in deren Verwaltungsrat u. a. der früheie Sachverständige des Deutschen Generalkonsulats, Dr. Preyer, sitzt, hat unlängst beschlossen, einen grossen Teil ihres Kapitals in Cypern arbeiten zu lassen. Nach Artikel 3 der Statuten der genannten Gesellschaft erblickt sie eine ihrer Aufgaben in der Erwerbung und rationellen Nutzbarmachung grösserer Terrains zu Verkaufs2wecken. Hebung des Grundstückswertes durch Einführung neuer Kulturen, besonders Baumwolle, und durch Darlehns- und Vorschussgeschäfte an bäuerliche Kreise. Zweifellos macht es dem guten Blick des Sir William Willcocks alle Ehre, Cypern für die genannten Geschäfte entdeckt zu haben, ein Land, das in klimatischer und geographischer Beziehung für Baumwolle sich vorzüglich eignen soll und industriell und kommerziell noch eine terra nova ist. Der Grundstock des Geschäfts in Cypern wird eine nach dem Vorbild der ägyptischen Agricultural Bank geschaffene Landbank sein, die den Bauern auf hren Grundbesitz gegen mässigen Zinsfuss die zur rationellen und modernen Bewirtschaftung nötigen Mittel liefern wird und die selbst durch Anlegung von

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