Altneuland
- Journal
- Altneuland
- Volume
- 3 (1906)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1906)
- Article
- Bericht der Palästinakommission
- Date
- 1906-07-01
- Page
- Seite 234 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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— 234 — genösse, Herr Goldberg aus Wilna, Mitglied des Aktionskomitees,, dem Nationalfonds geschenkt hat. Das zu der Kolonie Chedera gehörende Land, ist gegenwärtig in der Separation begriffen und kann nach Beendigung der Separierung sofort für die Pflanzung der Oelbäume in Angriff genommen werden. Möge das schöne Beispiel des Herrn Goldberg viele Nachfolger finden. Für den Herzlwald haben wir hingegen bisher noch kein geeignetes Terrain gefunden; leider gehen aber auch die Spenden zum Herzlwald so langsam ein, dass, wenn das Tempo das gleiche bleibt, wir wohl erst nach 50 Jahren imstande sein werden, dies lebende Andenken unserm verehrten Führer zu setzen. Es wäre wirklich nicht zu viel verlangt, dass jede Ortsgruppe mindestens so viele Herzlbäume sammelt, als sie Mitglieder zählt, dann könnten wir bald einen stolzen Herzlwald aufweisen, und ein schönes Herzldenkmal in der Mitte desselben würde ein Zeugnis ablegen für die Treue, die wir unserm grossen Führer bewahrten, und wird mit der Zeit zu einem Wallfahrtsort werden für alle, die an die nationale Wiedergeburt unseres Volkes glauben. Was die Tätigkeit der Palästina-Kommission in der Zukunft betrifft, so wird sie im wesentlichen davon abhängen, wie es mit ihren Finanzen bestellt sein wird. In diesem Jahre sind nicht einmal so viel Gelder eingekommen, dass die Schulden der letzten Jahre bezahlt werden konnten, geschweige denn, dass das vom Kongress beschlossene Budget für die 2 Jahre 1903—1905 ausgezahlt werden konnte. Trotzdem wir auch in diesem Jahre nur drei Viertel des uns zukommenden Budgets verbraucht haben, sind die Schulden der Kommission gegenwärtig grösser als im vorigen Jahre, und bei dem geringen Eingang der Schekelgelder ist eine Tilgung der Schulden von dieser Seite her nicht wahrscheinlich, während eine Erfüllung der Kongressbeschlüsse bezüglich des Budgets der Palästina-Kommission gänzlich ausgeschlossen erscheint- Unsere Ansicht ist die, dass die Schekelgelder nur für die rein organisatorischen und propagandistischen Zwecke reserviert bleiben sollten, und dass für die Palästinaarbeit ein besonderer Palästinabeitrag erhoben werden muss, der vorläufig freiwillig sein muss, später aber durch Kongressbeschluss obligatorisch gemacht werden sollte; es würden dann also ein Parteischekel und ein Palästinaschekel jährlich zu entrichten sein. Die deutsche Landsmannschaft hat schon einen freiwilligen Palästinabeitrag