Altneuland
- Journal
- Altneuland
- Volume
- 3 (1906)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1906)
- Article
- Bericht der Palästinakommission
- Date
- 1906-07-01
- Page
- Seite 221 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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— 221 — besonders auch in botanischer und landwirtschaftlicher Beziehung wertvolles Material zusammenbrachte. Ferner wurde noch durch die Kommission eine wasserwirtschaftliche Expertise in das Jordantal veranlasst; im Frühjahr des laufenden Jahres erkundete der Ingenieur und Kulturtechniker Treidel das gesamte Jordantal, um die Bewässerungsmöglichkeit und Anbaufähigkeit des Jordantales kennen zu lernen. Die auf Grund dieses Materials hergestellten Risse und Karten sind schon nahezu vollendet. In den letzten Monaten unternahmen Herr Aaronsohn und Herr Bermann mehrere kleinere, landwirtschaftlichen Zwecken gewidmete Expertisen ins Jordantal und nach Galiläa. Von besonderer Bedeutung ist die hierbei gemachte Entdeckung des wilden Vorkommens des Emmers, einer primitiven, jetzt kaum mehr angebauten Weizensorte im Gebiete des oberen Jordan. Da dieser Weizen als die Urform der Kultursorten des Weizens betrachtet wird; und ausser einem einmaligen Fund an dem benachbarten Hermon wild bisher noch nicht aufgefunden worden ist, so hat man Grund anzunehmen, dass die Kultur dieser ältesten und wichtigsten aller Getreidearten in Palästina resp. im südlichen Libanongebiet ihren Ursprung genommen hat, wenn auch natürlich lange vor der Einwanderung der Israeliten. 2. Arbeiten behufs Verbreitung der Palästinakenntnis. Bei weitem die wichtigste Arbeit in bezug hierauf ist die jetzt im 3. Jahrgang herausgegebene Zeitschrift „Altneuland", die sich einen immer grösseren Kreis von Lesern erobert, namentlich seitdem sie in etwas geringerer Ausstattung für den überaus billigen Preis von 2 Mark per Jahr der „Welt" als Beilage beigegeben wird. Dass trotz, des reichen Inhaltes und des in der Tat aussergewöhnlich billigen Preises nur ein Teil der Abonnenten der „Welt" sich bisher entschlossen hat, auch auf die Beilage zu abonnieren, ist sehr bedauerlich und wird, wenn nicht ein erheblich grösserer Teil der Abonnenten der „Welt" sich noch entschliessen sollte, die kleine Ausgabe von 2 Mark für das Abonnement von „Altneuland" zu entrichten, dazu führen, dass wir den Preis dieser Ausgabe wieder werden erhöhen müssen. Sehr erfreulich ist es hingegen, dass seit Januar dieses Jahres eine russische Uebersetzung von „Altneuland" als Beilage zu der in russischer Sprache erscheinenden Monatsschrift „Jewrejskaja