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Altneuland · 1906-05-01 · Heft 5 (Mai 1906) · p. Seite 154

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Journal
Altneuland
Volume
3 (1906)
Issue
Heft 5 (Mai 1906)
Article
Zur Akaba-Frage [Nachricht]
Date
1906-05-01
Page
Seite 154 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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— 154 — Im Laufe des Januar d. J. unternahm jedoch die ägyptische Behörde die- Errichtung von Militärbauten zwischen Arisch 'und Akaba, welches sie im Widerspruche mit dem Grundsatze des Status quo als Grenzlinie betrachtete. Die Entsendung türkischer Truppen nach Tabah zur Verhinderung dieser Bauten erfolgte dann lediglich im Interesse der Aufrechthaltung des status quo, und nicht in der Absicht, der Verwaltung dieser Ortschaft eine grössere Ausdehnung zu geben.- Die Tatsache, dass Akaba jüngst zum Endpunkte der Hedschasbahn am Roten Meere gemacht und dass es gleichzeitig zum Hauptorte des Mutessariflik gewählt wurde,, entsprach deren Standpunkte betreffend den Rückfall der beiden Ufer des¬ Golfs von Akaba unter die türkische Verwaltung in Gemässheit des dargelegten Rückfallsrechtes. Die Sinaihalbinsel entbehrt seit j.eher bestimmter Grenzen, und ihre Verwaltung war Aegypten auf der Basis der Aufrechterhaltung des Status, quo übertragen. Jeder Versuch einer Grenzberichtigung oder der Herstellung von Militärbauten ohne vorhergängige Ermächtigung seitens der Pforte wären aber unvereinbar mit dem Prinzipe des Status quo, und derartige Unternehmungen seitens der ägyptischen Regierung könnten in der Zukunft natürlich nicht zugelassen werden. Von der Mekkabahn. Die „Kölnische Zeitung" vom 25. Mai 1906 schreibt: Die Nachrichten von der Mekka- oder Hedschasbahn lauten jetzt weniger günstig. Trotz der Auffindung mancher kleiner neuer Geldquellen, z. B. einer Passsteuer zugunsten des Bahnbaues, scheint es an Geld zu fehlen, obwohl der Bedarf an Bargeld immer nur gering ist. Soldaten arbeiten und werden vom Kriegsministerium bezahlt, die- Bevölkerung leistet wertvolle Dienste, Material wird zum Teil kostenlos geliefert und herangebracht. So bleiben nur die fremden Lieferer und die Beamten des Baues und des Betriebes zu bezahlen, was natürlich nicht von dem dürftigen Betriebe der Bahn aufgebracht werden kann. Zwischen Haifa und Deraa verkehren selten durchgehende Züge, Störungen gehören nicht zu den Ausnahmen, und der Betriebsdirektor Godin hat viel zu tun, um dem Verfall zu steuern. Trotz dieser Zustände, einer Folge des noch sehr geringen Verkehrs auf der Bahn, also trotz der unbedeutenden Betriebseinnahmen, scheint man sich hier rosige Zukunitsbilder zu machen. Das Iradeh, nach dem in diesem Jahre Medina erreicht werden soll, ist noch in Kraft, und soeben ist der Befehl für eine sehr bedeutende Vermehrung der Eisenbahntiuppen erlassen worden. Dies wird nun zur Folge haben, dass die jetzt bei einer Zahl von rund 3000 Soldaten als Arbeitern schon nicht leicht zu überwindenden Schwierigkeiten der Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln sich so steigern, dass man sie nicht mehr zwingen kann. Der Bau von Wassersammelbecken ist noch weit zurück, es wird nötig sein, den Arbeitern das Wasser auf den Schienen heranzufahren. Ebenso muss es mit den Lebensmitteln geschehen. Ob die türkische Verwaltung solchen Anforderungen gewachsen sein wird, ist sehr fraglich. Es wäre überall nicht leicht, 15 000 Mann, in der Wüste zu verpflegen. Aus Palästina. Den „Mitteilungen und Nachrichten des Deutschen Palästina-Vereins" No. 2, 1906 entnehmen wir folgende Angaben: Das Ergebnis der Getreideernte für 1905 in Judäa und Samaria ist ein durchaus befriedigendes, vielfach sogar sehr gutes, dank den sehr guter* Witterungsverhältnissen, unter denen das Getreide heranreifen konnte. Der

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