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Altneuland · 1906-03-01 · Heft 3 (März 1906) · p. Seite 68

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
3 (1906)
Issue
Heft 3 (März 1906)
Article
Syrien als Wirtschafts- und Kolonisationsgebiet
Date
1906-03-01
Page
Seite 68 (sequence 4)
Language
German
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— 68 — hingegen wurden im Jahre 1903 3470 dz getrocknete Aprikosen, nach den Häfen des roten Meeres verschifft; für den europäischen Markt sollen sie zu unansehnlich sein. In Palästina wird die Feigen- und Aprikosenkultur noch vernachlässigt, während sich gerade hier die sonst in Syrien unbedeutende Mandelkultur schnell in den jüdischen Kolonien entwickelt, und schon in wenigen Jahren eine bedeutende Rolle spielen wird. Die Pistacien hingegen werden fast ausschliesslich im nördlichsten Syrien produziert, so in Aleppo, Aintäb und Rum Kala'a, und zwar wurden 1901 für 42190, 1902 für 22610 £ Pistacien allein über Iskanderün exportiert. Wallnüsse sind wiederum eine Spezialität von Damaskus, von wo 1902 für 5000 £ Wallnüsse exportiert wurden, wenngleich dieser Baum auch in Palästina (Hebron, Es Salt) noch mit Erfolg gebaut wird. Orangen, Zitronen und andere Agrumen werden fast bei allen Städten der syrischen Küste, sowie auch im Innern, wo ebene Gelände und Bewässerungsmöglichkeiten vorhanden sind, kultiviert, besonders aber bei den Städten Payas,. Iskanderün, Antakije, Tripoli, Saida, Sur und Jaffa; von Iskanderün wurden 1901 für 15 010 £, 1902 für 14960 £, von Jaffa im Jahre 1903 für 93435 £ Orangen exportiert. Johannisbrot wird im Gegensatz zu Cypern nur relativ wenig in Syrien kultiviert, am meisten noch im nördlichen Teil des Landes. Datteln werden nur in Palästina, für den Export nur im südlichsten Distrikt, bei Gaza, kultiviert. Als Hölzer kommen neben der Aleppokiefer, der bei Beirut und im Libanon massenhaft angepflanzten Pinie, sowie einzelnen Beständen von Steineichen, noch die an den Wasserläufen von Damaskus gepflanzten Pappeln, sowie neuerdings auch die in Palästina zur Sanierung der sumpfigen Terrains bei den jüdischen Kolonien gepflanzten Eucalyptuswälder in Betracht. Die Zedern des Libanon bestehen nur noch aus wenigen kleinen regierungsseitig geschützten Hainen^ die aber leicht vermehrt werden könnten. Produkte, die nicht kultiviert, sondern gesammelt werden, gibt es in Syrien nur in geringer Zahl und zwar hauptsächlich im nördlichsten Teile, im kurdischen Gebirge. Von Bedeutung sind besonders die Galläpfel (Knoppern) und die gerbstoffhaltigen Eichelnäpfe (Vallonen), sowie die zu Färbezwecken dienenden Gelbbeeren, von welchen zwei Pro-

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