Altneuland
- Journal
- Altneuland
- Volume
- 3 (1906)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1906)
- Article
- Zum neuen Jahr
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 19 (sequence 19)
- Language
- German
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— 19 — Vertreter an Ort und Stelle erhalten hat, so geschieht es in der Voraussetzung, dass diese Körperschaft iri der Tat der wichtigen von ihr unternommenen Aufgabe gerecht wird. Leider hat einev Institution sich auflösen müssen, die'dazu bestimmt war, die „Geulah" und andere ähnliche Zwecke verfolgenden Organisationen und Private durch eir^e 'gut organisierte technische Vorarbeit -zu unterstützen und, unserer Ansicht nach, die diesbezügliche Tätigkeit dieser Körperschaften erst erspriesslich zu machen. Es scheint aber für diese von uns im vorigen Jahre ins Leben gerufene Institution noch kein Verständnis vorhanden zu sein, gerade in den Kreisen, die sich der praktischen Tätigkeit im Lande zuwenden. Wir wollen hoffen, dass diese Kreise die absolute Notwendigkeit dieser Institution, durch Erfahrung gewitzigt, bald einsehen und an ihre Wiedererrichtung denken werden. Die Bank hat sich zwar weiter entwickelt, erfuhr aber vorläufig noch keine durch die Verhältnisse angezeigte Ausdehnung auf andere Teile des Landes. Besonders bedauerlich erscheint uns der verfehlte Anschluss an die kürzlich neugegründete Orientbank, die sich zu einer Interessengemeinschaft mit der Deutschen Palästina-Bank entschloss. Auch in diesem Falle können nur Wünsche für die Zukunft geäussert werden. Das A.-C. beschloss in seiner letzten Sitzung, dass in Haiffa und Beirut Filialen der Bank errichtet werden. Wir halten den gegenwärtigen Moment hierfür besonders geeignet und zwar aus Gründen, die hier nicht erörtert werden brauchen. Hoffen wir, dass das nächste Jahr uns diese beiden Bankfilialen bescheren wird. Als auf Gründungen einer anderen Art haben wir auf die Errichtung der Lehrerbildungsanstalt in Jerusalem (Gründung des Hilfsvereins deutscher Juden), die nach verschiedenen Berichten sich gut entwickeln soll,*) und auf das Inslebentreten des „Bezalel", Gesellschaft zur Förderung jüdischen Kunstgewerbes in Palästina, hinzuweisen. Wir begleiten beide Gründungen, besonders die letztere, die im Begriff ist, ihren ersten Schritt im Lande zu machen, mit unseren lebhaftesten Wünschen zu einem Erfolge. Wir sind am Ende unserer Uebersicht! Es liegt ganz in der Natur unserer Sache, dass wir weniger über erreichte Erfolge berichten konnten, als vielmehr eine kritische Beleuchtung des *) Vgl. den Artikel von Rektor Eberhardt in ,.Altneuland" ~Xo. 11/12 1905.