Altneuland
- Journal
- Altneuland
- Volume
- 3 (1906)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1906)
- Article
- Zum neuen Jahr
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
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— 17 — bericht für das i. Geschäftsjahr*) entwickelt sich die Pflanzung recht gut und die Ausgaben bewegen sich im Rahmen des Kostenvoranschlages. Dieses Beispiel ist besonders von solchen Personen nachahmenswert, die im Auslände bleiben und jährlich eine gewisse nicht hoch bemessene Summe für die Anlage und Unterhaltung einer Plantage von 5—10 ha abgeben können. „Izhar" besteht aus 7 Genossen, die im Besitze von 11 Anteilen sind. Orangengärten. Eine sehr bedeutende, allerdings örtlich beschränkte, Entwicklung haben wir bei der Orangenkultur zu verzeichnen. An erster Stelle steht hier Petach-Tikwah, wo augenblicklich wohl über 1400 Dunam Orangenbäume angepflanzt sind. Für diese Kultur kommen aber nur solche Böden in Betracht, wo der nicht sehr tiefe Wasserstand im Untergrunde eine künstliche Bewässerung erlaubt, geschweige der Flächen, die das Bewässerungswasser aus einem Flusse oder von einer Quelle erhalten. Ausser Petach-Tikwah gibt es noch einige Orangen gärten in Rischon Le Zion, Wadi el Hünin, Mikweh- Israel und Hederah (die in Rosch-Pinah und Jessod-Hamaalah angelegten Gärten sind infolge ihrer weiten Entfernung von einem Ausfuhrhafen von nur geringem Wert). Besonders ausdehnungsfähig ist diese Kultur in der zuletzt genannten Kolonie. Wie lohnend die Orangenkultur ist, ersieht man aus dem Bericht der JCA für 1905,**) wonach das Anlagekapital mit 16 °/o verzinst wird. Es ist gewiss sehr vorsichtig gerechnet, denn man hat schon auch viel höhere Erträge eingeheimst. Auch für die Anlage von Orangengärten möchten wir unsere vermögenden Gesinnungsgenossen interessieren, denn hierfür kommen schon bedeutendere Summen in Betracht, als bei den nichtbewässerten Kulturen. Ueberhaupt möchten wir bei dieser Gelegenheit das jüdische Kapital auf die sehr rentable Anlage von Pflanzungen auf palästinischem Boden aufmerksam machen. Es würde sich empfehlen, eine Aktiengesellschaft für Pflanzungen in Palästina ins Leben zu rufen. Eine solche Gesellschaft mit einem reichlich bemessenen Kapital, welches allerdings nur ratenweise eingefordert zu werden braucht (auf eine Aktie im Werte von 1000 Mark hätte man z. B. im ersten Jahre 250 und in fünf aufeinanderfolgenden Jahren je 150 Mark einzuzahlen), würde *) Vgl. Altneuland No. VI/VII, S. 212, 1905. -) Vgl. Altneuland No. 11/12, S. 374, 1905.