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Altneuland · 1905-11-01 · Heft 11-12 (November 1905) · p. Seite 378

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Journal
Altneuland
Volume
2 (1905)
Issue
Heft 11-12 (November 1905)
Article
Auswärtige Ernteberichte über Produkte, die auch in Palästina erzeugt werden : Wein-, Oliven- und Dattelernte in Tunis 1904 [Nachricht]
Date
1905-11-01
Page
Seite 378 (sequence 2)
Language
German
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— 378 - von Sfax. Da auch in Europa die hauptsächlichsten Oelländer eine schlechte* Ernte hatten, so ist der Preis des Oeles erheblich gestiegen. Der Jahrgang- 1904/05 scheint noch geringer auszufallen; soweit man bis jetzt urteilen kann, wird die ganze Oelproduktion, die Trester einbegriffen, kaum 25 Millionen Liter übersteigen, während man den vorigen Jahrgang auf rund 39 Millionen geschätzt: hat. Der Verbrauch im Lande selbst ist ein sehr grosser. Ausgeführt wurde an reinem Olivenöl nach Frankreich für 7 002 456 Franken,, nach Algerien für 117 510 Franken, nach Italien für 1 109 192 Franken, nach Malta für 134 767 Franken. Tresteröl ging nach Frankreich für 687 355 Franken, nach Ialien für 11 110 Franken, nach der Türkei für 10 901 Franken, nach Nordamerika für 8205 Franken. Die Datteln haben eine reichliche Ernte ergeben, wenn auch die Herbstregen der Qualität der Früchte geschadet haben. Der Preis der guten Qualitäten ist daher ein ziemlich hoher gewesen. Ausgeführt wurden nach Frankreich für 248 562 Franken, nach Algerien für 952 389 Franken, nach Italien für 159 668 Franken, nach Malta für 28 753 Franken. Die diesjährige Weinernte Frankreichs. „Le Moniteur vinicole" bringt die nachfolgenden Mitteilungen über die- Weinernte Frankreichs 1905.: Die diesjährige Weinernte Frankreichs, Korsika und Algerien ausgenommen, wird auf 53 150 260 hl gegen 66 016 567 hl im Jahre 1904 geschätzt. Der Minderertrag, der sich auf etwa 12 000 000 hl berechnet, ist in erster Linie durch die weitere Ausbreitung kryptogamischer Krankheiten, dann auch durch die in zahlreichen Bezirken eingetretene Fäulnis bedingt worden. Zu den wenigen Departements, die eine gegen das Vorjahr erhöhte Ernteaufzuweisen haben, gehören im Osten die Cöte-d'Or, Saöne-et-Loire, Rhone und Ain, im Westen die Dordogne. In den meisten Bezirken handelt es sich um Mindererträge, die Vio D*s V3 ^er Ernte ausmachen, in den Departements Marne, Aube und Seine-et-Oise sind nur halbe Ernten zu verzeichnen. Das Departement Meurthe-et-Moselle, das im letzten Jahre eine Ernte von etwa einer Million Hektoliter aufzuweisen hatte, erscheint nur mit 150 000 hl. In der Auvergne und der Basse-Bourgogne hat die Phylloxera starken Schaden angerichtet. Die Weinernte Algeriens wird auf 7 000 000 hl geschätzt, d. h. 900 000 hl weniger als im Vorjahr, und diejenige Korsikas auf 130 000 hl gegen 160 000 hl im Jahre 1904. Der russische Weinbau im Jahre 1904. Das Jahr 1904 ist, wie die Zeitschrift „Wjestnik Winodjelija" (Weinbauanzeiger) mitteilt, recht ungünstig für fast alle südrussischen Weinbau treibenden Gouvernements gewesen. Die ungünstigen Witterungsverhältriisse, und zwar der kalte und schneelose Winter, sowie der regenarme Frühling und Sommer, haben die Fruchtbarkeit der Rebstöcke stark beeinträchtigt. In einem bedeutenden Teil der Gouvernements Bessarabien, Chersson, Taurien sowie der Schwarzmeer- Gouvernements, in einzelnen Gegenden der Gouvernements Tiflis und Jekäterinoslaw — in diesem letzteren Gouvernement ist übrigens der Weinbau nur sehr schwach vertreten — gab es eine sowohl quantitativ als auch qualitativ sehr

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