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Altneuland · 1905-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1905) · p. Seite 216

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Journal
Altneuland
Volume
2 (1905)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1905)
Article
Absatz von Eisenwaren in Palästina [Nachricht]
Date
1905-06-01
Page
Seite 216 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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— 216 — Eisen-Zubehörteile für die Herstellung landwirtschaftlicher und sonstiger. Wagen, Fassreifen für den Rischoner und Zammariner Weinversand, Drahtnägel, Schrauben und unzählige andere Artikel werden in diesen Kolonien sehr viel und ständig gebraucht, mehr als sonst in Palästina. Auch kleineeiserne Oefen, zum Teil auch Herde, jedoch einfacherer Art, finden gleichfalls Absatz, und im übrigen an Waren der Eisenindustrie alles, was auch in Europa in zivilisierten ländlichen und kleinstädtischen Verhältnissen gebraucht wird. Der Absatz an die jüdischen Kolonien ist somit ein recht guter, aber die Beschickungs- und Lieferungsverhältnisse sind zum Teil schwierig und unerquicklich. Am einfachsten macht sich das Geschäft mit den jüdischen Kolonien in der Jaffa-Jerusalemer Gegend, weil hier die grosse Agentur- und Kommissionsfirma Wilhelm Gross in Jaffa das ganze Geschäft besorgt, selbst die Bestellungen bei den europäischen Fabrikanten auf ihren Namen macht, die Waren in Jaffa in Empfang nimmt und dann in die Kolonien weiter befördert. Die jüdischen Geschäftsleute in diesen Kolonien verkehren daher mit den europäischen Lieferanten nie direkt. Leider aber ist die sehr tüchtige Firma Wilhelm Gross eine jüdisch-österreichische Firma, und der Inhaber bezieht fast aus Grundsatz alles aus Oesterreich,, so dass Deutschland nicht viel von diesem Geschäft hat. Immerhin können Angebote an Gross nichts schaden. Ganz anders, aber für Deutschland ebenso unglücklich, liegt die Sache mit Zammarin. Hier ist nicht Oesterreich, sondern Frankreich überwiegend das Lieferungsland. Zammarin besitzt nämlich ein sehr grosses Warenhaus, das alle Waren führt und in reichster Fülle auf Lager hält. Der Direktor dieses sozusagen kommunalen Warenhauses aber ist ein Pariser Jude und dazu sehr französisch gesinnt, und da er die Bestellungen direkt mit Umgehung eines Kommissionsgeschäftes macht, so fällt das Zammariner Geschäft den Franzosen zu. In Safed wiederum gibt es drei jDrivate Geschäfte, die ebenso wie das Zammariner Warenhaus direkt mit den europäischen Fabrikanten verkehren und gleichsam sehr für Eisenwaren aller Art in Betracht kommen. Von Safed aus werden dann die kleineren umliegenden Kolonien versehen. Da aber Zammarin und Safed nicht am Meere liegen, sind beide Orte auf den Hafen von Haifa angewiesen, und es hat sich im Geschäftsverkehr die Praxis herausgebildet, dass die Zammariner und Safeder Firmen selbst bestellen, aber die Waren an die Kommissions- und Speditionsfirma von A. Dück & Co., deren Inhaber österreichischer Konsul ist, adressieren lassen, die ihrerseits Annahme-, Zoll- und sonstige Formalitäten erledigt und die Waren nach Safed oder Zammarin weitersendet. Bei dieser Geschäftspraxis kommt es aber häufig vor, dass die europäischen Fabrikanten die Waren lediglich an A. Dück adressieren, ohne anzugeben oder mitzuteilen, an wen sie bestimmt sind, so dass hieraus oft die grÖssten Verwicklungen und Schwierigkeiten entstehen. Wir machen daher deutsche Lieferanten aufmerksam, auf diesen Punkt zu achten. Safed dürfte für Deutschland am meisten in Betracht kommen, und empfehlen wir, Angebote an die drei dortigen Firmen von Elias Klinger, Herz Salz und M. Taubenhaus zu machen, um so mehr, als sich diese Firmen kürzlich vom Zammariner Warenhaus die französischen Fabrikanten, mit denen dieses in Verbindung steht, haben mitteilen lassen, mithin die Gefahr besteht, dass auch Safed in seinem Bezüge

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