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Altneuland · 1905-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1905) · p. Seite 214

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Journal
Altneuland
Volume
2 (1905)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1905)
Article
Verkehr und Handel Palästinas im Jahre 1903
Date
1905-06-01
Page
Seite 214 (sequence 10)
Language
German
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— 214 — Wert der Aus- und Einfuhr von Jaffa 1902—1903 nach Bestimmungs- resp. Herkunftsländern. Ausfuhren Einfuhren Mittel 1899—1903 Land 1902 1903 1902 1903 Ausfuhren Einfuhren Pfd. Sterl. Pfd. Sterl. Pfd. Sterl. Pfd. Sterl. Pfd. Sterl. Pfd. Sterl. Grossbritanien .... 70 000 90 000 36 000 38 000 75 493 37 300 Britische Kolonien . . . — 5 000 29 000 30 000 1 000 11 800 22 000 25 000 120 000 150 000 31 800 91 650 Frankreich...... . 28 000 30 000 50 000 36 000 42 100 57 160 8 000 13 000 13 000 14 000 9 390 16 500 32 000 65 000 31 000 39 000 60 230 49 080 6 000 12 000 30 000 32 000 8 980 39 520 15 000 30 000 21 000 20 000 17 410 30 360 Oesterreich-Ungarn . . . 10 000 20 000 45 000 50 000 8 400 25 520 2 000 5 000 18 000 20 000 1 400 7 600 4 000 7 000 3 500 5 000 3 720 3 740 Andere Länder .... 6 390 20 335 9 050 5 775 16 970 38 630 Zusammen 203 390 322 335 405 550 439 775 276 893 408 860 Die arabische Eisenbahn. Die „Leipzig;r Zeitung" schreibt: Schon seit einer Reihe von Monaten trägt man sich mit dem Plan, die grosse Wüstenei von Arabien durch eine Eisenbahn zu erschliess^n. Man fragt sich, was dabei herauskommen soll, aber es ist zu bedenken, dass es mit dem Begriff der Wüste doch nicht immer so arg bestellt ist, wie die Leute es meinen, und dazu kommt noch, dass Arabien als das heilige Ursprungsland des Islam auf einen ziemlich starken Verkehr aus religiösen Rücksichten rechnen kann und ihn auch schon jetzt tatsächlich besitzt. Es handelt sich denn auch tatsächlich darum, den Zutritt zu den heiligen Städten Mekka und Medina durch die Erbauung einer Eisenbahn zu erleichtern, und es fehlt nicht an optimistischen Stimmen, die die Erwartung aussprechen, Arabien werde durch diese Eisenbahn etwas von dem alten Glanz zurückerhalten, den es nach der Verlegung der Residenz des Khalifen oder Sultans von Bagdad nach Konstantinopel verloren und bisher nicht wieder zurückerworben hat. Der gegenwärtige Plan zielt auf eine Verlängerung der erst in jüngster Zeit geschaffenen syrischen Bahn nach Arabien hin, und zwar über Medina bis Mekka. Auf diesem Wege würde auch ein Anschluss an die Anatolische Bahn und also eine fortlaufende Verbindung nach Bagdad einerseits und nach Konstantinopel andererseits geschaffen werden. Gleichzeitig mit diesen Projekten erörtert die grosse Londoner Wochenschrift „Engineer" auch die Frage einer Ueberbrückung des Bosporus, die mehr als einmal in ernstliche Erwägung gezogen worden ist und angeblich keine unüberwindlichen Schwierigkeiten darstellen würde. Dieser grandiose Brückenbau wäre dann das Endglied in der Folge von Schienenwegen, die sich von Mekka bis nach dem Goldenen Horn erstrecken würden. Es wird daran erinnert, dass vor 15 Jahren der Ingenieur Gads, der Schöpfer der berühmten Brücke über den Mississippi bei St. Louis, eine dreifache Bogenbrücke zur Ueberspannung des Bosporus vorgeschlagen hat, die im wesentlichen eine Vergrösserung der amerikanischen Brücke sein sollte. Letztere wurde 1880 vollendet und besitzt drei Bogen mit einer Spannung von je 156 Metern. Was nun die eigentliche arabische Bahn betrifft, so ist nur der

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