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Altneuland · 1905-05-01 · Heft 5 (Mai 1905) · p. Seite 149

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Journal
Altneuland
Volume
2 (1905)
Issue
Heft 5 (Mai 1905)
Article
Deutsche Palästina-Bank in Berlin [Nachricht]
Date
1905-05-01
Page
Seite 149 (sequence 2)
Language
German
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— 149 — Vorzugsaktien sollen gleichfalls zu 103 pCt. begeben werden. Zur Begründung der Sanierungsmassnahmen bemerkte der Vorsitzende Dr. Max Schoeller, dass die Bank im verflossenen Jahre ebensogut gearbeitet habe wie in früheren Jahren, und dass nur äussere Momente das Ergebnis nachteilig beeinflusst hätten. Es seien nämlich gegen die Intentionen des Aufsichtsrats Warensendungen bevoischusst worden, die wegen zweifelhafter Bonität des Gläubigers später übernommen werden mussten. Hierdurch und infolge gleichzeitiger Verflauung des Marktes erwachsen der Bank erhebliche Verluste. Im Zusammenhang damit mussten, um eine Deroutierung des Marktes zu vermeiden, beträchtliche Reserven gehalten werden, so dass nur zwei Drittel des Bankkapitals werbend waren. Die Verwaltung sei mit ihren Massnahmen weiter gegangen, als die Verhältnisse es erfordern, glaube indes damit der Bank um so rascher die frühere Rentabilität wieder zu gewinnen. Man werde vermutlich im nächsten Jahre wieder die frühere Dividende (5 pCt.) verdienen. Deutsche Levante-Linie. Der Jahresbericht der Gesellschaft führt aus, dass das Erträgnis des letzten Geschäftsjahres nicht unwesentlich besser sei als das des Vorjahres; dennoch schlägt die Verwaltung vor, von der Verteilung einer Dividende abzusehen und den verfügbaren Reingewinn von 738 538 M. zu Abschreibungen und Rücklagen zu verwenden. Der Bericht erwähnt ferner die mit der neuen Orient-Bank abgeschlossene Interessengemeinschaft. Die Reederei sei mit der von der Nationalbank für Deutschland und der griechischen Nationalbank unter Beteiligung anderer hervorragender Finanzinstitute begründeten Bank in ein Vertragsverhältnis getreten, ohne irgendwelche finanzielle Verpflichtungen zu übernehmen. Die Zahl der Dampfer beträgt 30 gegen 27 bew. 26 in den Vorjahren. Die Orientbank in Aegypten. Die Verwaltung teilt mit: „Nachdem die Orientbank bereits eine Reihe von Niederlassungen begründet hat. ist nunmehr auch die Errichtung einer Niederlassung in Aegypten, und zwar in Alexandrien, beschlossen worden. Das Projekt wird in Aegypten, insbesondere auch von der deutschen und griechischen Kolonie in Alexandrien sehr sympathisch begrüsst." Der „Hamburgische Korrespondent" bemerkt hierzu: Die Orientbank findet dort für ihre Filiale ein wohl vorbereitetes und weiter erschliessungsfähiges Feld. Ihr persönlich mögen dabei die engen Beziehungen zugute kommen, die sie mit den griechischen Bankkreisen hat, denn wie im ganzen Orient, spielt auch in Aegypten das Griechentum eine hervorragende Rolle; es versteht, nebenbei mehr als manche andere Nation, seine Eigenart und die Beziehungen zum übrigen Griechentum und zum Mutterlande zu wahren. Selbstverständlich muss man erwarten, dass die Orientbank auch dort wie an anderen Plätzen sich nicht ausschliesslich oder vorwiegend dem Griechentum widmet, man darf indes annehmen, dass die enge Verbindung mit der deutschen Bankwelt und der starke deutsche Einschlag in der Verwaltung der Orientbank dafür sorgen werden, dass die deutschen Interessen ihren Platz und die Pflege erhalten, auf die sie berechtigten Anspruch haben. Fast 90% des fremden Handels Aegyptens gehen über Alexandrien, nämlich fast die gesamte Ausfuhr und ein grosser Teil der Einfuhr; dort ist denn auch der Sitz der Generaldirektion der Zölle. Nur für die Ausfuhrartikel des Sudans:

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