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Altneuland · 1905-04-01 · Heft 4 (April 1905) · p. Seite 121

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Journal
Altneuland
Volume
2 (1905)
Issue
Heft 4 (April 1905)
Article
Die Ergebnisse des türkischen Eisenbahnbetriebes 1903 [Nachricht]
Date
1905-04-01
Page
Seite 121 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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— 121 — jähre schon auf 43,8 Millionen. Es ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass der Wohlstand der Bevölkerung im Wachsen begriffen ist. Im Jahre 1903 hat die Eisenbahnlinie Hamidie—Hedschas in einigen Teilstrecken mit der Beförderung von Frachten und Personen begonnen; da aber die offizielle Eröffnung erst im Jahre 1904 stattfand, werden über diese Bahnstrecke, sowie über die ebenfalls erst im laufenden Jahre eröffnete Teilstrecke Konia — Eregli— Burgurlu der Bagdadbahn, in dem Bericht des Direktors Rey nähere Daten noch nicht veröffentlicht. Gesellschaft zum Bau des Hafens von JafTa. Der „National-Ztg." wird aus Jaffa geschrieben: Neuerdings wird wieder vom Hafenbau am hiesigen Platze gesprochen. Einer englischen Gesellschaft wurde die Konzession verweigert, und soll nun aus dieser eine ottomanische Aktiengesellschaft konstruiert werden. (? D. Red.) NEUE LITERATUR. M. Ussischkin, Unser Programm. Jüdische Zeitfiagen. Wien u. Leipzig, gr. 8°. 31 Seiten. Preis 40 Heller. Einen wesentlichen Teil des zionistischen Gegenwartsprogramms, ja unserer Ansicht nach den wichtigsten, bildet das Problem der faktischen Besitzergreifung vom Lande unserer Vergangenheit, welches das Land unserer Gegenwart und Zukunft werden soll. Diese Frage wurde erst seit kurzem in den zionistischen Kreisen aktuell. Zwar hat man schon seit langem das Bedürfnis empfunden, der innere Diang war lange schon fühlbar, eine zweckmässige praktische Arbeit in Palästina zu unternehmen. Aber das „Wie?" der Frage war völlig unklar. Unsere Zeitschrift hat zur Klärung dieser Frage bedeutend beigetragen, und hier wurde wohl zum ersten Male das Programm einer zweckmässigen praktischen Arbeit entworfen, deren Ziel die wirtschaftliche Eroberung Palästinas ist. Ussischkin, dem die palästinischen Verhältnisse ziemlich gut bekannt sind, unternimmt in der vorliegenden Broschüre den Versuch, das Programm einer praktischen Arbeit in Palästina genauer zu behandeln. Im Kapitel VIII seiner Broschüre behandelt er die Kolonisation des Landes durch jüdische Ackerbauer und Handwerker und verweilt speziell bei der Frage der privatrechtlichen Besitzergreifung des palästinischen Bodens. Wenn auch im einzelnen seine Behauptungen manchmal etwas gewagt erscheinen (so die ziemlich willkürliche Einteilung des gesamten Bodens Palästinas in drei gleiche Teile, den der Liste civile — „Dschiftlik" —, den der Gutsbesitzer — „Effendis" — und den der Bauern — „Fellahen" — und manches andere), so sind im grossen und ganzen seine diesbezüglichen praktischen Ratschläge zweifellos als richtig anzuerkennen. Ussischkins Vorschläge zielen auf die möglichst rasche Ueberführung der Terrains aus den Händen der jetzigen Besitzer in diejenigen der Juden, einer Ueberführung, die gesetzlich nur auf privatrechtlicher Basis durch Kauf erfolgen könne. Diese Ueberführung des Bodens in jüdische Hände müsse schon jetzt in Anglift genommen werden, bevor der Zionismus sein politisches Ideal verwirklicht haben wird. Denn später würden ja die Preise ganz ungeheuer in die Höhe steigen, und es würde nicht möglich sein, Boden zur Bebauung zu erhalten. Verf. weist

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