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Altneuland · 1904-12-01 · Heft 12 (Dezember 1904) · p. Seite 379

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
1 (1904)
Issue
Heft 12 (Dezember 1904)
Article
Die deutschen Ausgrabungen in Baalbek [Nachricht]
Date
1904-12-01
Page
Seite 379 (sequence 1)
Language
German
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IRI
…/2266000-2266001-2266014--0773-2267066
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- 379 — Die deutschen Ausgrabungen in Baalbek haben gegen Ostern dieses Jahres ein Ende gefunden. Die Arbeiten der letzten Monate sind zwar nicht so erfolgreich gewesen wie die früheren, haben aber das Gesamtbild vervollständigt, die Innen-Einrichtang des grossen Tempels wurde aufgeklärt, und die Bühne des Theaters, das heute grossenteils vom Hotel de Palmyre bedeckt ist, aufgenommen; ferner wurden zum besseren Verständnis der Anlagen die übrigen römischen Tempel in Syrien untersucht. Für die Erhaltung der durch die Ausgrabungen ans Licht gebrachten Bauwerke ist Sorge getragen. Die sämtlichen Ergebnisse sollen in einem grossen, prächtig ausgestatteten Werke veröffentlicht werden, wobei besonderer Wert auf die Pläne und Aufnahmen gelegt werden soll. Das deutsche evangelische Institut für Altertumswissenschaft des heiligen Landes*) hat nach dem Bericht der letzten in Eisenach stattgehabten Vertreterversammlung der deutschen evangelischen Kirchenregierungen eine gute Entwicklung genommen. Die Münchener „Allgemeine Zeitung" macht folgende Angaben über Zweck und Enrichtung dieses Institutes: „Bei der unter Teilnahme des Kaisers stattgefundenen Einweihung der Erlöserkirche in Jerusalem hatte Oberkonsistorialpräsident v. Schneider (München) namens der evangelischen Kirchenregierungen vor dem Kaiser die Bereitwilligkeit ausgesprochen, ein deutsches evangelisches Institut für Altertumswissenschaft des heiligen Landes in Jerusalem zu errichten. Die beabsichtigte Einrichtung wurde am 19. Juni 1900 durch die deutsche evangelische Kirchenkonferenz in Eisenach einmütig gutgeheissen und trat nach landesherrlicher Genehmigung des Kaisers am 22. Mai 1902 ins Leben. Man erblickt in der Ausführung des Planes ein wertvolles Zeugnis für das alle evangelischen Landeskirchen Deutschlands umschliessende Band gemeinsamer evangelischer Interessen und Aufgaben. Das Institut verfolgt nach der Stiftungsurkunde den Zweck, auf dem Gebiet der biblischen und kirchlichen Altertumswissenschaft die Beziehungen zwischen den Stätten der heiligen Geschichte und zwischen der gelehrten Forschung und dem Interesse der christlichen Frömmigkeit in der evangelischen Kirche zu pflegen. Es hat seinen Sitz in Berlin und unterhält eine den obigen Zwecken gewidmete Anstalt zu Jerusalem. Das Institut soll als gemeinsames Werk der gesamten evangelischen Landeskirchen Deutschlands deren gemeinsames Interesse an der Pflege der evangelischen Altertumswissenschaft des heiligen Landes betätigen und von ihnen gemeinsam getragen und unterhalten werden. Es wird vertreten und verwaltet durch einen Vorstand, der seinen Sitz in Berlin hat. Er besteht 1. aus drei von der deutschen evangelischen Kirchenkonferenz aus ihrer Mitte abgeordneten Mitgliedern, deren Auftrag sechs Jahre läuft; 2. aus einem Abgeordneten des Kuratoriums der Jerusalem- Stiftung; 3. aus einem vom Vorstand des deutschen Palästinavereins abzuordnenden evangelischen Mitglied dieses Vereins. Als Vorsteher der in Jerusalem errichteten Anstalt ist ein mit der biblischen und kirchlichen Altertumswissenschaft und mit den Verhältnissen Palästinas vertrauter Gelehrter zu dauerndem Aufenthalt nach Jerusalem entsendet, um daselbst nach näherer Bestimmung einer vom Stiftungsvorstand ihm zu erteilenden Geschäftsanweisung die Leitung der Forschimgarbeiten, die Einweisung und Anleitung der nach Jerusalem entsandten Institutsgenossen, die Verwaltung der Institutseinrichtungen (Sammlungen, Bibliothek), sowie die Wahrnehmung der Institutsinteressen im heiligen Lande zu übernehmen. Als Genossen des Instituts werden a) jüngere evangelische *) Siehe auch Heft 1 dieser Zeitschrift, Seite 31.

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