Mannheim
Compact Memory

Altneuland · 1904-09-01 · Heft 9 (September 1904) · p. Seite 287

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
1 (1904)
Issue
Heft 9 (September 1904)
Article
Aus fremden Produktionsgebieten : Preisausschreiben für die Herstellung von Weinsteinsäure aus kalifornischen Trauben [Nachricht]
Date
1904-09-01
Page
Seite 287 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
correspondence
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2266000-2266001-2266011--0599-2266831
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

— 287 — Erfindung einen höheren Preis als 25 000 $ beanspruchen und diese Erfindung in den verschiedenen Kulturstaaten patentiert oder patentfähig sein, so ist die Gesellschaft geneigt, von dem Erfinder das alleinige Recht der Verwertung seiner Erfindung zu erwerben. Einfluss der Witterung auf die Zusammensetzung des Orangenblüten- und Petitgrainöles. Jeancard und Satie (Bull. Soc. chim. III, 29,1903, S. 992) haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Einfluss der WitterungsVerhältnisse auf die Ausbeuten und Zusammensetzung des Orangenblütenöles zu studieren. Die Beobachtungen erstrecken sich auf die fünf ersten Monate der Jahre 1901, 1902- und 1903. Aus den täglich vorgenommenen Bestimmungen der relativen Feuchtigkeit während des Tages und während der Nacht, der Temperatur, des Luftdrucks, der Bewölkung des Himmels usw. und der gleichzeitig angestellten Untersuchung der Oeldestillate lässt sich ersehen, in welcher Weise die Witterung auf die Bildung des ätherischen Oeles einwirkt. Die Untersuchung der während dieser Zeit gesammelten Oele befasst sich mit der Bestimmung der verschiedenen Konstanten, dem spezifischen Gewicht, der optischen Drehung, der Löslichkeit, der Viskosität, der Bestimmung der Säurezahl, der Verseifungszahl und des Gehaltes an freien Alkoholen (Linalool). Die mittleren Oelausbeuten aus den Orangenblüten betrugen im Jahre 1901 1,140 pCt., 1902 0,95 pCt. und 1903 0,96 pCt. In ähnlicher Weise wie bei dem Orangenblütenöl haben Jeancard und Satie den Einfluss der Witterung auf die Bildung und Zusammensetzung des Petitgrainöls untersucht (Bull. Soc. chim. III, 29, 1903, S. 1089). Die Bestimmung der meteorologischen Verhältnisse in der Umgegend von Cannes umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 10. Juli der Jahre 1901 bis 1903. Durch die Bestimmung der Konstanten der während dieser Zeit gewonnenen Petitgrainöle Hess sich auch hier ein Einfluss der Witterungsverhältnisse auf die Zusammensetzung des Oeles feststellen. Die Missionsarbeit in Palästina. Dem „Wochenblatt des Johanniter-Ordens" in Bally-Brandenburg vom 13. Juli 1904 entnehmen wir folgende für uns interessante Angaben über die Missionsarbeit in Palästina. Zurzeit arbeiten in Palästina im ganzen 17 Missionsgesellschaften an 20 Stationen mit insgesamt 243 ausländischen Missionsarbeitern. Von diesen sind 72Männer, 53Frauenund 118 Schwestern und Fräulein. 145 sind Engländer (bei sieben Gesellschaften), 16 Schotten (bei zwei Gesellschaften) und 11 Amerikaner; an den Juden arbeiten 53 bei drei Gesellschaften. In der Arbeit unter den Juden steht an erster Stelle die Londoner Judenmissionsgesellschaft mit 35 ausländischen Arbeitern. Neben ihr steht in Tiberias und Safed die Judenmission der schottischen Staatskirche mit 14 Personen. Die meisten Arbeiter in der Mission für die Araber stellt die englische kirchliche Missionsgesellschaft mit 74 Personen auf 16 Stationen. Die nächstgrösste Zahl hat das deutsche syrische Waisenhaus (Vorstand in Köln) mit 33 Personen auf zwei Stationen. Aus Kaiserswerth kommen 13 deutsche Schwestern, und im Dienst des Jerusalemvereins stehen 13 Deutsche auf drei "Stationen. In Syrien arbeiten ebenfalls 17 Gesellschaften mit 307 ausländischen Arbeitern auf 28 Stationen, und zwar 173 Männer, 50 Frauen und 84 Schwestern und Fräulein. Obenan steht die Mission der presbyterianischen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.