Altneuland
- Journal
- Altneuland
- Volume
- 1 (1904)
- Issue
- Heft 8 (August 1904)
- Article
- Meteorologische Beobachtungen in Palästina
- Date
- 1904-08-01
- Page
- Seite 252 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2266000-2266001-2266010-2266700--0528-2266750- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
— •252 — Im Kalenderjahr 1904 weist Haifa vom 1. Januar an bis heute 249,5 mm, Gaza 216,5 mm auf, Karmel, vom Mai abgesehen, 230,6 mm. Erst ein Vergleich mit früheren Regenperioden ergibt, wie geringfügig die Niederschlagsmenge dieses Winters war. Im vorigen Winter 1902/03 hatte Palästina fast genau doppelt so viel Regen nach folgender Zusammenstellung auf drei Stationen. Sämtliche Monate, mit Ausnahme des April und Mai, wiesen erheblich grössere Zahlen auf. Regenfall im Winter 1902/03 in Millimetern. 1 Haifa Karmel Sarona September 1902 . . . 7,5 12 Oktober 1902 . . . 11 12.2 65 November 1902 .. . 252 291 138,2 Dezember 1902 . . . 16L5 165.6 146,2 Januar 1903 ... 184 169,4 148,5 Februar 1903 ... 123 133,6 190,8 März 1903 ... 67 S3.6 60,4 April 1903 . . . 3,5 — 12,5 Mai 1903 . . .; — — — Gesamtsumme: 1 809,5 867,4 761,6 Dr. Max Blanckenhorn. NEUE LITERATUR. Arnold Rüegg, Pfarrer und Dozent, Auf heiligen Spuren — abseits vom Wege. Bilder und Erinnerungen aus dem Morgenlande. (X, 303 S. mit 78 Illustrationen, 2 Planskizzen und 2 Karten.) Kl. 8°. Broschiert Fr. 4,50 (4 M.). Eleg. geb. in ganz Leinen Fr. 5,50 (5 M.). Zürich 1904. Verlag: Art. Institut Orell Füssli. „Mein Wunsch und meine Hoffnung ist, dass die folgenden Blätter an ihrem Orte dazu beitragen mögen, den Bibelfreunden das Land der Bibel lieb zu machen, das Verständnis seiner Eigenart zu fördern und die Teilnahme an seinem Wohlergehen zu mehren." So beschliesst Verf. sein Vorwort. Und in der Tat ging Verf. in seinen Schilderungen nur vom Standpunkte der Bibelforschung aus, denn das Wenige, was er über den wirtschaftlichen Zustand des Landes zu sagen weiss, bezeugt, dass er nicht tief in die Verhältnisse der Gegenwart des Landes eingedrungen ist. Er nimmt eben nur das ihm unterwegs zufällig in das Auge fallende wirtschaftliche Bild mit in den Kauf. Sein „Abseits vom Wege" bezieht sich nicht auf Besuche der deutschen oder gar der jüdischen Ansiedelungen Palästinas. Nein, Verf. meint darunter das Aufsuchen von weniger bekannten, in der Bibel erwähnten Ortschaften. Es ist doch merkwürdig, wie selten die modernen Reisenden Interesse für die wirtschaftlichen Verhältnisse des Landes haben. Die deutschen Kolonien werden schon, da sie alle dicht an den Städten Jaffa, Jerusalem und Haifa liegen, besucht, die jüdischen aber, obzwar sie im Lande einen bedeutenden wirtschaftlichen Faktor ausmachen, werden nie des Besuches gewürdigt, abgesehen von Zichron-Jacob, über das der Landweg von Haifa nach Jaffa führt. Nicht einmal der sonst so vollständige und vorzügliche