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Altneuland · 1904-07-01 · Heft 7 (Juli 1904) · p. Seite 222

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Journal
Altneuland
Volume
1 (1904)
Issue
Heft 7 (Juli 1904)
Article
Anatolische Eisenbahn-Gesellschaft [Nachricht]
Date
1904-07-01
Page
Seite 222 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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— 222 — Torschriften hat die Anatolische Eisenbahngesellschaft hierin eine lOprozentige Beteiligunggenommen. Auf die Aktien sind bisher 50% eingefordert; die Einzahlung darauf ist seitens der Anatolischen Eisenbahngesellschaft mit 750 000 Frcs. .geleistet worden. Die Societe Imperiale Ottomane du Chemin de fer de Bagdad hat programmmässig den Bau der Linie Konia—Eregli—Burgurlu an die in Frankfurt a. M. errichtete Baugesellschaft vergeben. Letztere ist unter der Firma „Gesellschaft für den Bali der Eisenbahn Konia—Eregli— Burgurlu" mit einem Kapital von 3 000 000 M. als Gesellschaft mit beschränkter Haftung in das Handelsregister zu Frankfurt a. M. eingetragen. Auch an dieser Gesellschaft hat die Anatolische Eisenbahngesellschaft eine lOprozentige Beteiligung genommen *) Societe Imperiale Ottomane du Chemin de fer de Bagdad. Der Bericht der Verwaltung für das erste Geschäftsjahr gibt eine ausführliche Darstellung des bekannten Gründungsherganges dieser Gesellschaft.*) Das Aktienkapital beträgt nominell 15 000 000 Frcs., eingeteilt in 30 000 Aktien a nom. 500 Frcs., auf welche '250 Frcs. bei der Errichtung der Gesellschaft eingezahlt wurden. Von diesen Aktien sind 10% gleich 3000 Stück von der türkischen Regierung, weitere 10% gleich 3000 Stück von der Anatolischen Bahngesellschaft und die restlichen 80 % gleich 24 000 Stück von einer Finanzgruppe übernommen worden, welcher deutsche, •französische, österreichische, schweizerische, italienische und ottomanische Banken •und Firmen angehören. Für Beschaffung der Mittel zur Bestreitung der Vorkosten und der durch den Bau verursachten Auslagen stehen der Gesellschaft die Einzahlung auf das Aktienkapital sowie der Erlös aus der 4prozentigen türkischen Staatsanleihe von 54 000 000 Frcs. zur Verfügung. Durch Vertrag mit einem von -der Deutschen Bank geführten Syndikate hat die Gesellschaft von der gedachten Anleihe nom. 30 000 000 Frcs. fest, am 15. Februar 1904 zahlbar, begeben, auf fernere nom. 20 000 000 Frcs. dem Syndikate bis zum 15. Februar 1905 eine •Option eingeräumt, während restliche nom. 4 000 000 Frcs. als Anlage zunächst im Besitz der Gesellschaft bleiben. Der türkischen Regierung wurde ein Vor- -schuss von 200 000 £ türk. gezahlt. Das erste Geschäftsjahr der Gesellschaft war natnrgemäss mit Organisationsarbeiten und der Vorbereitung der Verträge •ausgefüllt. NEUE LITERATUR. A. Philippson: Das Mittelmeergebiet, seine geographische und kulturelle Eigenart. Leipzig 1904. B. G. Teubner. 8°. 266 S. mit 9 Fig. im Text, 13 Ansichten und -10 Karten auf 15 Tafeln. Das aus einer Reihe von Vorlesungen entstandene Buch beabsichtigt den ursächlichen Zusammenhang der Erscheinungen des Mittelmeergebietes, soweit sie geographisch bedingt sind, zur Darstellung zu bringen; es will also keineswegs eine systematische Schilderung der verschlungenen geographischen Verhältnisse oder gar der vielseitigen Kulturentwicklungen jenes ausgedehnten Gebietes geben — was selbstverständlich auch nur in Gestalt einer Serie von Monographien möglich sein würde —, sondern, es beschränkt sich darauf, in kurzen Strichen die dem Mittelmeergebiet gemeinsamen Erscheinungen, besonders auch ent- >) Vgl. „Altneuland" No. 1, S. 25-26. D. Red.

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