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Altneuland · 1904-07-01 · Heft 7 (Juli 1904) · p. Seite 220

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
1 (1904)
Issue
Heft 7 (Juli 1904)
Article
Die Hedschas-Bahn [Nachricht]
Date
1904-07-01
Page
Seite 220 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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— 220 — binden soll. Die jetzt eröffnete Sektion verbindet Damaskus mitDeicät (123 km)t die zweite Sektion, Dercät bis cAmmän, ist seit 1903 im Betriebe (120 km). Die „Annales de Geographie" vom 15. Mai d. J..schreiben darüber: Die Idee dieser Eisenbahn ist von dem zweiten Sekretär des Sultans, Mehemet Izzet Pascha, einem geborenen Damaszener, eingegeben und durch Irade vom Juli 1900 beschlossen worden. Im Prinzip habe man festgesetzt, nur Material und Arbeiter mohammedanischer Herkunft dabei anzuwenden und den Betrieb ausschliesslich der ottomanischen Regierung zu übergeben. Die Linie hat den ausdrücklichen Zweck, nur für den Pilgertransport nach Mekka zu dienen; „sie ist eine religiöse Bahn", die mit ausserordentlichem Enthusiasmus begrüsst wurde und für die Welt der Moslims das gleiche bedeutet, wie ein ägyptisches Journal sich ausdrückt, wie der Suezkanal für die ökonomische Welt. Die ganze an den Propheten glaubende Welt hat zu den Kosten des Eisenbahnbaues beigetragen, und selbst die Mohammedaner Chinas und Indiens sowie Insulindiens haben grosse Summen dafür gespendet, obwohl für Mekka-Pilger aus diesen Gegenden die Hedschas-Eisenbahn gar nicht in Betracht kommt. Bei der Ausführung des Projektes musste man allerdings von den aufgestellten Piinzipien etwas abgehen: Die Normalspur konnte nicht eingehalten werden, man musste sich mit 1,05 m Spurweite begnügen, und «s ging auch nicht ohne ausländische metallurgische Werke und ohne christliche Unternehmer und Arbeiter. Da man die „Societe des Chemins de Fer Beyrout- Damas-Haurän", die bereits von Damaskus nach El Muserib führt, nicht zürn Verzicht auf ihr Privilegium veranlassen konnte, so existiert für dieses türkische Gebiet das ganz amerikanische Phänomen, dass zwei Konkurrenzlinien, oft nur 600 Meter voneinander geschieden, nebeneinander laufen. Die Unsicherheit der Gegenden, durch welche die Linie zu laufen hat, lässt weder die Länge noch die Grösse der Kosten des Baues genau feststellen: Man kann sie auf 1700 km schätzen, von denen 243 im Betrieb, 164 im Bau und 100 vergeben sind, und zwar bis Mäcin, wo die Linie, die bis dahin von Norden nach Süden lief, nordwestlich-südöstlich bis Mekka weitergeführt werden muss. Man denkt an eine Vollendung bis 1912; aber die räuberischen Beduinen, die Sandstürme und der Wassermangel der Wüste, die nach Mäcin beginnt, sind unberechenbare Faktoren. Zwischen Dercat und cAmmän hat der Wassermangel schon grosse Schwierigkeiten gemacht —Verbindungslinien der Hedschas-Eisenbahn mit dem Meer werden gebaut werden: unter Benutzung der Linie Haifa nach dem See Genezareth wiid das Mittelmeer, später über cAkaba und Dschedda das Rote Meer angeschlossen werden. Nur auf dem syrischen Gebiet wird durch den Transport der Bodenprodukte, ferner von Holzkohlen, Phosphaten, Asphalt, Petroleum, der Brom- und Pottaschesalze des Toten Meeres eine Rentabilität möglich sein. Für zwei Drittel der Länge der Bahn wird der Pilgertransport die einzigen Einnahmen abwerfen. GESELLSCHAFTS - BERICHTE. Palästina Handelsgesellschaft. Am 23. Juni d. J. fand in Hamburg die konstituierende Versammlung der Palästina Handelsgesellschaft statt. Die Gesellschaft konstituierte sieb als eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (G. m. b.H.) mit einem voll eingezahlten Kapital von 100 000 Mark. Die früher beabsichtigte

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