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Altneuland · 1904-06-01 · Heft 6 (Juni 1904) · p. Seite 190

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Journal
Altneuland
Volume
1 (1904)
Issue
Heft 6 (Juni 1904)
Article
Aus fremden Produktionsgebieten : Makkaroniproduktion in Italien [Nachricht]
Date
1904-06-01
Page
Seite 190 (sequence 1)
Language
German
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— 190 — Makkaroniproduktion in Italien. Nach einem Bericht des amerikanischen Generalkonsuls in Rom gibt es in Italien etwa 5500 Makkaronifabriken von grösserer oder geringerer Bedeutimg, welche nahezu 25 000 Arbeiter beschäftigen. Die bedeutendsten Fabriken haben moderne Maschinen und Dampfkraft. Die gesamte Ausbeute dieser aufstrebenden Industrie übersteigt 215 000 Tons Makkaroni. Sowohl der Konsum im Lande als auch die Ausfuhr nehmen stetig zu. Die Makkaroniausfuhr hat sich von 7719 Tons im Jahre 1889 auf 8989 Tons im Jahre 1900 gehoben und ist dann im Jahre 1901 auf 9673, im Jahre 1902 auf 11 322 und in den ersten 8 Monaten des Jahres 1903 auf 13 126 Tons weiter gestiegen. Nahezu 60 % der Ausfubrmenge gehen nach den Vereinigten Staaten von Amerika, wofür ein durchschnittlicher Exportpreis von 3,6 Cents pro Pfund erzielt wird. Die besten Makkaroni sollen in Gragnano, im Bezirke Castellamare di Stabia angefertigt werden. Obwohl sie hier in derselben Weise und aus demselben Material wie anderswo hergestellt werden, sollen doch die Vorzüglichkeit des Wassers und die Trockenheit der Luft (die Makkaroni werden in der frischen Luft getrocknet) die bessere Qualität hervorrufen, die auch etwas höhere Preise bringt. Für die Herstellung von Makkaroni und Nudelgriess führte Italien im Jahre 1903 333 790 Tons Hartweizen ein, der in regelmässigen Bezügen aus dem südlichen Russland kommt. Die Makkaroniindustrie käme für Palästina ganz besonders in Betracht, da das Land einen sehr guten Hartweizen produziert, welcher sich weniger für die Müllerei, vorzüglich aber für die Makkaronifabrikation eignet. Zu diesem Zwecke werden aus Palästina nicht unbedeutende Mengen Weizen nach dem Auslande ausgeführt. Neueres über Malaria. Professor Boyce über die Malaria in Ismailia. Vor der Liverpool School of Tropical Medicine berichtete Professor Boyce über seinen unlängst erfolgten Besuch in Ismailia. Er fand, dass die von Professor Ronald Ross zur Assanierung des Ortes empfohlenen Massregeln von ausserordentlichem Erfolg waren. Auf Anregung von Ronald Ross hat die Verwaltung mit einem Aufwand von 4400 £ die von ihm empfohlenen Mittel zur Vernichtung der Moskitos eingeführt: die Drainage der sumpfigen Stellen und die Anwendung von Petroleum bei den kleineren Pfützen. Der Erfolg soll ein überraschender sein: während früher unter der 9000 Seelen, darunter 2000 Europäer, zählenden Bevölkerung jährlich 2000 Malariafälle vorkamen, sollen jetzt nur noch 200 beobachtet worden sein (etwa l1^ Jahre nach Beginn der Bekämpfung der Moskitos). Es gab keinen einzigen tödlichen Ausgang unter den Europäern und nur vier unter den Eingeborenen gegen 30 im Vorjahre. Die Europäer könnten jetzt schon ohne Moskitonetze schlafen. Die jährlichen Ausgaben zur Unterhaltung der Brigaden für Petroleumverwendung und Drainage belaufen sich auf 700 £. Wenn diese Angaben sich bestätigen, so ist das Ronald Rosssche Vorgehen zweifellos der weitesten Einführung würdig. Ismailia gehört ja zu den gefährlichsten Fiebernestern. Die Verdunstungsfähigkeit der Eukalyptusbäume. Aus zahlreichen Beobachtungen, die vornehmlich in der römischen Campagna, ferner in Algerien und in den Vereinigten Staaten seit langem gemacht sind, ist es allgemein bekannt, dass den Eukalypten in hohem Masse die Eigenschaft zukommt, sumpfige Gegenden auszutrocknen, und dass sie somit indirekt ein wirksames Mittel zur Urbarmachung dieser Gebiete und zur Be-

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