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Altneuland · 1904-05-01 · Heft 5 (Mai 1904) · p. Seite 153

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Journal
Altneuland
Volume
1 (1904)
Issue
Heft 5 (Mai 1904)
Article
Landwirtschaftliche Versuchsstation und Versuchsfarm [Nachricht]
Date
1904-05-01
Page
Seite 153 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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\ — 153- - Landwirtschaftliche Versuchsstation und Versuchsfarm. In derselben Sitzung des grossen Aktions-Komitees wurde ein weiterer Vorschlag der „Kommission zur Erf. Pal." angenommen, der sich auf den Ankauf von Boden aus den Mitteln des Nationalfonds für die von der Kommission geplante Versuchsstation bezieht. Ausserdem wurde auch der Ankauf einer grösseren Fläche für eine Versuchsfarm samt Lehrgut beschlossen. Wir haben schon verschiedentlich auf den Zweck der Versuchsstation hingewiesen, so auch in dem vorliegenden Hefte in dem Artikel über „Gross"- und „Klein"-Kolonisation. Die Versuchsfarm soll dazu dienen, die auf der Versuchsstation im kleinen ausgeführten Versuche in die Praxis umzusetzen. Durch diesen Beschluss tritt die zionistische Organisation an das wichtige Erschliessungs- und Vorbereitungswerk in Palästina heran, welches allein imstande ist, einer zukünftigen Grosssiedelung die Wege zu ebnen. Die „Kommission zur Erf. Pal." wird, nachdem der erste wichtige Schritt —• der Ankauf von Boden — gelungen sein wird, an die Ausarbeitung eines ausführlichen Planes für die Versuchsstation gehen, um dann von den an der Kolonisation beteiligten Körperschaften sowie auch von der jüdischen Oeffentlichkeit die zur Einrichtung der Station notwendigen Mittel zu erlangen. Genossenschaftliches Gut. Ausserdem beschloss das grosse Aktions- Komitee, eine grössere Fläche Boden anzukaufen, auf der eventuell mit einem nach Dr. Oppenheimers Vorschlägen eingerichteten Gut ein Versuch gemacht werden soll. Sowohl für das event. Gut wie auch für die Versuchsstation und Versuchsfarm hat die „Kommission zur Erf. Pal." den Boden auszusuchen, wie sie denn überhaupt bei sämtlichen Landankäufen der zionistischen Organisation verpflichtet ist, als technische Kommission die entsprechenden Flächen in Vorschlag zu bringen. NEUE LITERATUR. V. Schwöbel: Die Verkehrswege und Ansiedlungen Galiläas in ihrer Abhängigkeit von den natürlichen Bedingungen, ZDPV. Heft 1, 2—3. 8°. S. 1—151. Leipzig 1904. Baedeker. Einzelpreis des Heftes 1: 3 M. und des Doppelheftes 2—3: 6 M. Schwöbel, der Pfarrer in Mannheim ist, unterzieht hier einer genauen Untersuchung einen Teil des uns interessierenden Gebietes, Galiläa, welches nur 4000 qkm gross ist. Verf. empfand den Mangel geographischer Studien über dieses Land, welches eines der geschichtsreichsten der Erde ist, wohingegen die historischen und archäologischen Forschungen stark überwogen. Er stellte sich nun zur Aufgabe, dieses eine Gebiet, Galiläa, über welches eine Fülle zusammenhanglos aneinandergereihten anthropogeographischen Materials in den Memoirs zerstreut ist, genau zu erforschen, was er auch in der vorliegenden Monographie auf 151 Seiten mit grösstem Eifer tut. Denn was am Werke besonders auffallend ist und als eine ganz ausserordentliche Leistung bezeichnet werden muss, ist die Tatsache, dass Verf. diese eingehende Untersuchung einzig und allein auf Grund literarischen Quellenstudiums unternommen hatte. Der Verf. hat zwar das Land, wenn auch nicht in allen seinen Teilen, gesehen, aber ohne die Absicht auf vorliegende Untersuchung, so dass die eigene Anschauung nicht ins Gewicht fallen

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