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Altneuland · 1904-05-01 · Heft 5 (Mai 1904) · p. Seite 151

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
1 (1904)
Issue
Heft 5 (Mai 1904)
Article
Konzession für die Dampfschiffahrt auf dem Tiberiassee [Nachricht]
Date
1904-05-01
Page
Seite 151 (sequence 1)
Language
German
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IRI
…/2266000-2266001-2266007--0334-2266517
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Konzession für die Dampfschiffahrt auf dem Tiberiassee. Der WaÜ von Beirut übermittelte an das Ministerium für öffentliche Arbeiten das Gesuch eines Bürgers von Tiberiau, Namens George Assaui, wegen Gewährung auf die Dauer von 50 Jahren des ausschliesslichen Rechtes, Dampfschiffe auf dem Tiberiassee verkehren zu lassen. Jerusalem. Das Ro thschil d sehe Spital wurde, nachdem es 8 Monate lang nach Entfernung von Dr. Gr. d'Arbella geschlossen blieb, wieder eröffnet. Die Leitung wurde den Herren Benschimol und Dr. Michaelowitsch anvertraut, von denen der erste als Direktor und der zweite als Arzt fungieren wird. Es wird gemeldet, dass die Redaktion der Zeitung „El-Liwa" hierher 2000 türk. Pfunde geschickt hatte, die von ihr für den Bau der Hedschas-Bahn gesammelt wurden. Ausstellung von Erzeugnissen aus den jüdischen Dörfern in Palästina. In der zweiten Hälfte des Monats März fand in Wien eine Ausstellung von Produkten der jüdischen Kolonien in Palästina statt, die von der Gesellschaft „Kännel" in Wien veranstaltet wurde. Die „Neue Freie Presse" hat sich in folgenden Worten über diese Ausstellung geäussert. „Die Besucher der Ausstellung waren voll des Lobes über die einzelnen Objekte. Die Ausstellung ist in der Tat höchst interessant und gibt ein anschauliches Bild von der reichen Produktion in den jüdischen Dürfern Palästinas. Die dortigen Ansiedler sind vor allem überaus tüchtige Wein- und Ackerbauer. In diesem Jahre zum Beispiel sind 55 000 Hektoliter Wein gewonnen worden, und der sogenannte „Karmel" hat bereits starke Verbreitung. Unter den 35 Kolonien ragt namentlich die Ansiedelung „Ekron" durch ihre Produktion von Getreide hervor, von welchem mannigfache Arten in der Ausstellung zu sehen sind. Auch Baumfrüchte, wie Mandeln, Orangen etc., die in „Ekron" (7! D. Red.) und anderen Dörfern prächtig gedeihen, sind ausgestellt. Sehenswert sind die Holzschnitzereien aus Oliven- und Zedernholz, die von den Kolonisten ausgeführt werden, und einen hübschen Eindruck machen die Weisssteinarbeiten. In Entwickelnng begriffen ist die Seiden- und Baumwollindustrie (? D.Red,), deren ausgestellte Proben viel Interesse erregen. Auch ätherische Oele und Parfiimerien werden in den Kolonien. erzeugt. Was nun den Export dieser Objekte betrifft, ist derselbe namentlich in der letzten Zeit sehr gestiegen und wird sicherlich noch zunehmen. Das landwirtschaftliche Jahr. In letzter Stunde erhalten wir noch folgenden wenig erfreulichen Bericht über die Aussichten der diesjährigen landwirtschaftlichen Kampagne. Dieses Jahr scheint dasjenige zu sein, welches seit dem Anfange unserer Kolonisation am meisten den verschiedenen Unbilden ausgesetzt ist. Alles Unglück scheint auf einmal uns überladen zu wollen. Schon der Anfang der landwirtschaftlichen Saison zeigte Unregelmässigkeiten. Einige Distrikte blieben ohne Regen bis Ende Dezember hinein. Man hoffte nun wenigstens reichlichen Spätregen im Frühjahr zu erhalten, aber er blieb ebenfalls aus, und die heissen Siroccowinde beginnen schon zu wehen. Dann kam die Rinderpest, welche in den südlichen Kolonien Verwüstungen angerichtet hat und sich langsam gegen Norden ausbreitet. Sie hat schon jetzt die Umgebung von Chederah erreicht. Man darf wohl hoffen, dass die Wirkungen der Pest sowohl hier, wie auch in Zichron-Jacob, dank den rechtzeitig bei sämtlichen erwachsenen Rindern vorgenommenen Injektionen von Schutzserum, weniger gefährlich werden; vielleicht verläuft hier die Epidemie ohne Yerlüste.

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