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Altneuland · 1904-03-01 · Heft 3 (März 1904) · p. Seite 91

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
1 (1904)
Issue
Heft 3 (März 1904)
Article
Rischon-le-Zion [Nachricht]
Date
1904-03-01
Page
Seite 91 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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— 91 — würde dabei kein schlechtes Geschäft machen. Jedoch bedarf diese Mitteilung einer Bestätigung. Jessod-Hamaalah. Der von uns in unserer No. 1 gemeldete Mord eines Juden in Jessod-Hamaalah wurde von der türkischen Regierung in Safed streng1 geahndet. Der Mörder wurde zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Der Bruder des Dorfschechs, der dem Ermordeten im Gefecht eine Ohrfeige versetzt hatte, bekam 1 Jahr Gefängnis. Der Dorfschech selbst, der zugleich Wächter der Kolonie ist und dafür ein Jahresgehalt von 3000 Frcs. bezog, war verdächtig, der Anstifter verschiedener Diebstähle gewesen zu sein, und wurde für sie verantwortlich gemacht. Das Gehalt, eigentlich Tribut,.von 3000 Frcs. wurde ihm entzogen. Organisation der palästinischen Lehrerschaft. Das von der Lehrerkonferenz in Zichron-Jacob eingesetzte Komitee veröffentlicht ein Zirkular, in dem die Zwecke des Komitees bekannt gegeben werden. Das Komitee bezweckt 1. die Verbesserung der Erziehung in Palästina und 2. die Verbesserung der Situation der Lehrer. Als Mittel sind in Aussicht genommen: 1. Festlegung von Programmen für städtische und Dorfschulen, 2. Einführung einer Prüfung für Lehrer, und zwar für Hauptlehrer, Hilfslehrer und Lehrer für Kindergärten, 3. Anstellung von geeigneten und geprüften Lehrern, 4. Veranstaltung von allgemeinen Lehrerkonferenzen, die die verschiedenen Erziehungsfragen behandeln sollen, 5. Schutz der Lehrer vor Ausbeutung, 6. Gründung einer Altersversorgungskasse für Lehrer. Rinderpest in den Kolonien von Judäa. Wir erhalten noch vor Schluss der Redaktion von unserem A. ^-Berichterstatter die betrübende Mitteilung von dem Ausbruch der Rinderpest in den südlichen Kolonien. Artüf verlor den grossten Teil des Viehbestandes, ebenso Mikweh. — In Ekron wurde auf Anordnung des Kulturinspektors der Rothschild'sehen Kolonien Barbier Israel mit der Impfung des Viehes nach Burenart (Injektion von Galle der erkrankten Tiere) betraut. Ueber die Ergebnisse dieses Verfahrens ist noch nichts näheres bekannt. II. Argentinien. Es ist uns folgender, allerdings vom Mai vor. Jahres stammender, der argentinischen Zeitung „La Provincia" (in Rosario de Santa Fe) entnommener Bericht eines staatlichen Reise-Korrespondenten über die der „Jewish Colonization Association" unterstehende Kolonie Moisesville zugegangen. Ich hatte Gelegenheit, mich einige Stunden in. der Kolonie Moisesville aufzuhalten, welche durchgängig aus russischen Familien jüdischer Religion besteht. Diese Kolonie der J. C. A. umfasst 50 Quadratmeilen, wovon die Hälfte kolonisiert ist, die andere Hälfte der Entwickelung entgegengeht. In der Kolonie wohnen 500 Familien, welche bei ihrer Ankunft mit einem Wohnhause und 100 Hektaren Land versehen wurden; ausserdem versorgt man sie noch mit den nötigen Materialien und Gerätschaften zum Ackerbau, wie. 8 Ochsen, 10—15 Milchkühen, 2 Pferden, 2 Pflügen, 2 Harken, Wagen mit Zubehör, sowie Samen: Weizen, Flachs und Klee. Um die neuen Kolonisten bis zur ersten Ernte zu unterhalten, vergütet ihnen die J. C. A. je nach Beschaffenheit des von ihnen zu kultivierenden Landes, 2—5 Pesas pro Hektar. Zur grösseren persönlichen Sicherheit der Kolonisten haben sich Wachdienst-Kolonnen aus benachbarten, in Strassen viertel eingeteilten Revieren gebildet. Dort befinden sich die Schulgebäude, worin zahlreiche Kinder den Unterricht

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