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Altneuland · 1904-03-01 · Heft 3 (März 1904) · p. Seite 88

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Journal
Altneuland
Volume
1 (1904)
Issue
Heft 3 (März 1904)
Article
Ägyptische Baumwolle
Date
1904-03-01
Page
Seite 88 (sequence 4)
Language
German
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reichte sie 16; dann bewegten sich die.Preise (Termin November) zwischen IT», 137/i6, 147/8, 14-1I\q, um gegenwärtig wieder auf l-r>7/i6 zu steigen. Für die verschiedenen Sorten gibt es in Alexandrien gesonderte Preisnotierungen. Die obigen Angaben gelten für Füll)' good fair Mitafifi, während oberägyptische etwas niedriger und gute Ivanowich-Baumwolle wesentlich (3 bis 4 Tall.) teurer bezahlt wird. Für disponible Ware wurden gegen Ende der Saison und zu Anfang der neuen viel höhere Preise entrichtet. So wurden in diesem Herbst für die ersten Ankünfte aus Oberägj^pten 163/4 Tall. und für die ersten linterägyptischen 19l/2> dann sogar bis zu 21 Tall. pro Kantar 196,30 M. pro Doppelzentner gegeben. JÜDISCHE KOLONIEN. I. Palästina. (Origi nalb eri ch t.) Rischon-le-Zion. Wir hätten nichts Wichtiges über diese Kolonie zu berichten, ausser dem Ankauf vQn einigen kleinen Bodenparzellen zum Preise von — 55 Frcs. per Dunam. In Wadi-el-Chanin und seiner Umgebung entwickeln sich die Orangengärten gut, und ihre Produkte erfreuen sich auf dem Markte eines schlanken Absatzes. Die Besitzer von Orangengärten in dieser Kolonie (J C. A. mit inbegriffen) verbanden sich mit den viel zahlreicheren Orangengartenbesitzern von Pethach Thikwah und den wenigen der unmittelbaren Umgebung von Jaffa, wie auch mit der Ackerbauschule „Mikweh Israel*', um eine Produzenterlgenossenschaft unter dem Namen „Pardess" zu gründen.*) Die Genossenschaft entsendete zwei ihrer Mitglieder nach Liverpool, damit sie den Verkauf ihrer Erzeugnisse überwachen können. Sie gewannen die Ueberzeugung, dass die Beschuldigungen, die gegen die Zuverlässigkeit der englischen „Brokers" erhoben wurden, unbegründet sind. Die Genossenschaft hat auch schon einige Verkäufe in Hamburg gemacht, wo sie solche Preise erzielt haben soll, dass nach Abzug der Unkosten (Kiste, Verpackung, Transport zum Hafen) noch 6,50 Frcs. per Kiste Orangen verblieben, während man sonst dieses Jahr 3 und nur mit grossen Schwierigkeiten 4 Frcs. per Kiste erzielt. Es sei noch hierzu bemerkt, dass die diesjährige Orangenernte sehr gut ist, und die sonstigen Produzenten, ausser der Genossenschaft „Pardess", sowie die Wiederverkäufer infolge der niedrigen Preise wenig zufrieden sind. Pethach-Thikwah. Auch in der Umgebung .dieser Kolonie wurden neue Flächen (ca. 4500 Dunam) erworben, von denen ein Teil den als die besten anerkannten Arbeitern zu ihrer Einrichtung mit den Mitteln des „Arbeiterfonds" abgegeben wurde. Hier gewinnt der Ackerbau immer mehr Bedeutung und wird hier besser ausgeübt als in denfrüher genannten Kolonien. Die Nähe der grossen, der Zivilliste gehörenden [Sümpfe ermöglicht, dank dem guten darauf gewonnenen Heu, eine ausgedehnte Viehhaltung, und die Molkereiprodukte finden lohnenden und sicheren Absatz in Jaffa. Es ist zu hoffen, dass die Nachbarschaft von Sarona und Wilhelma, der neuen deutschen Kolonie, wo man besser arbeitet als *) Vgl. unsere Mitteilung in No. 1, S. 28. Die Red.

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