Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1892
- Issue
- Heft 3
- Article
- Aus Inschriften des alten Prager Judenfriedhofes
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 372 (sequence 25)
- Language
- German
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372 Neue Mittheilungen. 1701—1720. Jose! S. d. Mose, Sender, Simon S. d. Jekel de Herz, Mendt S. d. Jechiel, Abraham S. d. Silberbrenners') Israel Gezel, Mose Lob S. d. Mordechai Selig Reach, Israel S. d. Josef Küche, u. d. folg. k'^'N P^IL ^l^n P^NIN 22 : N'pn -O^ 'N O"52N : V^? ^'NN N^2N 7^22^ N:^2N1 N'N O^IN^ NZ) P^^' l----) ^O221 „denn 5. Nissan 5475 (1715); Hier ruht der kluge Goldschmied David S. d. greisen Josef, Goldschmied de Herz?); des rechten Weges schritt er dahin, an seinem Worte hielt er fest, Einsicht und Erkenntnis wohnten ihm bei, ein wahrer Gerechter bis zu seinem Tode; eine Stätte der Weisen war sein Haus, sein Können (Kunst) übte er in Gold und Silber",--- 1721—1740. Josef S. d. angesehenen Vorstandes aus Hamburg, Beer, Jokel S. d. Chaim, Zwi Hirsch, Heschil Lekisch, Eisik S. d. Jechiel, Salomo de Herz, Juda S. Samuels de Herz, Nathanael Tcharsch, Israel Küche und der folg.: ^'5552 : p5 s^N '^1^ N2N2 "NN2 l-------ü 5P21 2N?2 2^N N^d^Q l------Z ^? s^'NN N^2N2 „Sonnabend den 15. Schewat 5500 (1740). Ein Mann leuchtend in seiner Arbeit, der Arbeit eines denkenden (Künstlers) in Gold und Silber--Meir (der Leuchtende) Sohn d. Salomo, Goldschmied de Herz"-- Auf dem Steine ist eine Krone und zwei Ketten eingemeißelt. 1741—1760. Chaim S. d. Israel, Feiwel Mislap, Lob Tcharsch u. d. f.: ') Ueber diese weiter unten. 2) Hier und öfter bei Goldschmieden kommt der Zusatz de Herz vor. Auf den ersten Blick wäre man geneigt an die Zugehörigkeit zu einer Familie zu denken und wirklich ist ein Goldschmied „Herz" zu Anfang des 17. Jh. in Prag bekannt; doch wäre diese Art, die Zugehörigkeit durch die Partikel de auszudrücken, einzig, da sonst immer andere Wendungen gebraucht werden. Wahrscheinlicher ist deshalb die Annahme, daß dieses „Herz" verstümmelt ist aus Erz und es würde dann etwa bedeuten Erzschmied. Die Partikel „de" als Bezeichnung des KHnstivu8 oHsetivuZ bei solchen Verbalsubstantiven wie „Zoref" kommt öfter vor; übrigens ist das grammatisch unrichtige in diesen Inschriften häufig genug vertreten. Ausfallend ist, daß auch David Gans das „de Herz" wie einen Namen gebraucht. Vgl. S. 368 Anm. 3.