Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1892
- Issue
- Heft 3
- Article
- Aus Inschriften des alten Prager Judenfriedhofes
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 363 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2259275-2259319-2259323-2265252--2237-2265334- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Popper: Aus Inschriften des alten Prager Iudenfriedhoss. Z63 1751—1780. „Sonntag, den 28. Teweth 5525 (1768); Hier ruht ein Mann schlecht und recht Juda Back'), bedienstet bei Reichen und Vornehmen unserer Gemeinde, Sohn des Buchdruckers Mose Back; in seiner Eigenschaft als Vorstand des Schulvereinsentfaltete er eine segensreiche Thätigkeit; m. er d. ew. Fr. teilh. w.! Nil O'2^s? O'21^>ttN NOtt'^O POP N^NN NI^TN ^O) NO2 ttNN N21Qt<O ^NIPN Ferner: Leser S. d. Jekel Fuchs, Fauwer S. d. Isaak Minkas^), Meir S. d. Josef Harfner, Jsak Jakob S. d. Bunem Günsberg, Mose Lob S. d. Juda Back; Es folgen nun die eigentlichen Dienstboteninschriften. Im gewissen Sinne gehören sie zu dem Erfreulichsten auf diesem Leichenfeld. Sie geben uns eine Andeutung von der Herzlichkeit des Verhältnisses zwischen Herr und Diener. Die Steine sind wohl meist von den Dienstgebern aufgerichtet, und wie auf alten Kirchenbildern die Spender, so sind auch hier die Dienstgeber mit verewigt. ^ttN N12l12 '^tt ,>OP2 N Ol' NO^N ^> NN'ZI P^'Q NNON^ NOIV'N „Sonntag, den 1. Cheschwan 5390 (1630); Pessil, Dienstmagd bei Nachma Saul, ein biederes, kluges Weib, von ihrer Hände Arbeit nährte sie sich; möge sie d. ew. Fr. teilh. w.!" 1669. Hendl Tochter der Abraham Schwerbitz, Köchin bei Isaak Eßroger. 1675. Sara Tochter des Hirsch Michelob, Dienstmädchen bei Chaja Klaber, wohllhätig. 1685. Gele Frau des Efraim aus Lausk(?), Köchin bei Eisik Wehli. 1728. Meir aus Latal?), Diener bei Abraham Laserls. 1781. Mirjam Tochter des Ebril aus Lawids?), treues Dienstmädchen; endlich: „Freitag, den 26. Schewat 5478 (1718); Hier ruht die Frau Chaila, Frau des Meir Trebitsch, Köchin bei Abram Jeiteles". Ein reges geselliges Treiben lassen die zahlreichen Schenken vermuten. Wirth. ^'.1 O'22 ^52O?:"NPN NO ^NOtt N'^^N NO^271 '1 N'^^ ^) Ueber diesen Namen resp. die Abbreviatur Zun;: Zur Gesch. zc. p. 264a. 2) Das wohl die sinngemäße Wiedergabe; Schulvorstand wäre zweideutig. 2) Von dem durch das Lied berühmten slavischen Namen Minka. Zeitschr. f. Gesch. d. Juden i. Deutsch!. V 24