Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1892
- Issue
- Heft 3
- Article
- Aus Inschriften des alten Prager Judenfriedhofes
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 361 (sequence 14)
- Language
- German
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Popper: Aus Inschriften des alten Prager Iudenfriedhofs. 361 meinde Prag, Oberrabbiner und Notable der Gemeinde Nikolsburg und der ganzen Provinz Mährens. Eine besondere Abart bilden die Landschreiber. 1671. Simon Leipen, „Schreiber der Provinz Böhmen". Ferner Elia (1738), Meir S. d. Rabbin Benjamin Wolf Buczacz (1731). Ferner die Schreiber bei Vornehmen: 1689. Elia Lübeck; Beer S. d. Isaak Schnürdreher (1734), Simon S. d. Lob Abeles (1786) u. der folgende: s"?NN^ 12 "125)1 SN '2 PN "QN 121N ,"Q) NN ^21)2 ,-!2N1 Q^^N O^l'^^NN "!21k21 pllQ INtt L0212v^ ^NIV!^------^ 7O2^ 1-!N22 911 „Sonnabend, den 2. Siwan 5480 (1720), verschied und Sonntag, den 3., wurde begraben ein Mittler und Redner, ein rechter Mann Mordechai Gurnprecht, Mitglied des Nächstenliebevereins und Schreiber bei den Vornehmen und Reichen, den Häuptern der Gemeinde, Sohn des Lippman Leitmeritz"--- Die Arbeitstheilung unter diesen Schreibern scheint, wie die folgende Inschrift zeigt, ziemlich fortgeschritten zu sein. 2''5 1Q2 "l^N "^1 2D 22 Ns?N N212N N^72 p s?' 22 ^2l'^ ^tt ^2^1N N2^N i:"12 NNQ „Am achten Tage des Chanukafestes 5504 (1744); Hier ruht ein Mann, schlecht und recht, der theure L'öb Depositenschreiber bei den Bornehmen und Reichen der Gemeinde Prag — es ergehe ihnen wohl — Sohn des Mose Freund; äexositum bedeutet in der juristischen Terminologie auch Faustpfand. Die hier erwähnten Reichen waren also Geldverleiher in ziemlich großem Maßstab, da sie zur Registrirung der Pfänder eines eigenen Schreibers bedurften. Im Folgenden soll ein Blick auf diejenige Klasse geworfen werden, welche die Statistik unter dem Namen „persönliche Dienstleistung" zusammenfaßt. Borausgeschickt sei nur, daß unter den „Dienern" wohl auch die kaufmännischen Hilfsarbeiter inbegriffen sind.!) Die beständig wiederkehrende Schlußformel „möge er des ewigen Friedens theilhaftig werden" ist von nun an weggelassen.