Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1892
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Ohne Titel] / L. G.
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 109 (sequence 1)
- Language
- German
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Nachrichten. 109 V. Machrichten. In den Sitzungsberichten (Seanee8 et travaux) der französischen ^eaäewie äes seieuees morales et xoliticiues Sept. Oct., 1890, S. 356 ff. giebt Jul. Zeller eine Uebersicht über die Judenverfolgungen des 14. Jahrh. in Deutschland u. d. T. I^autiZömitisme en ^.llemaAne au XI Ve Lieele. Der wenig passende Titel ist offenbar mit Rücksicht aus die sog. antisemitische Bewegung der Gegenwart gewählt, die der Verfasser in der Einleitung scharf verurtheilt, aber mit Unrecht aus Deutschland beschränkt glaubt. Die Abhandlung fördert keine neue Ergebnisse zu Tage. Im Jahrbuch der Gesellschaft für lothring. Geschichte und Alterthumskunde II, 152 ff. veröffentlicht X. Richard zwei Metzer Judenprivilegien. Das eine ist erlassen von dem Bischof Konrad Bayer von Boppard am 1. Oct. 1422 und verleiht der Metzer Judengemeinde sehr ausgedehnte Gerechtsame, deren dieselbe sich freilich nicht lange zu erfreuen hatte. Zur Zeit der französischen Occupation der Stadt gab es in Metz keine Juden, und erst 1556 wurde zwei, 1567 vier Juden der Aufenthalt in der Stadt von den französischen Behörden vergönnt. Für die so neu entstandene Gemeinde, die im Anfang des 17. Jahrhunderts 24 Haushaltungen mit etwa 120 Köpfen umfaßte, stellte Heinrich IV. von Frankreich am 10. Jan. 1603 die zweite der von Richard mitgetheilten Urkunden aus. H. B. Die neue vom Archivar vr. Christian Meyer herausgegebene Zeitschrift für deutsche Culturgeschichte (Breslau, Verlag des Herausgebers) nimmt gleich im 1. Hefte des 1. Landes auf die Geschichte der Juden Rücksicht. In einem vom Herausgeber herrührenden Aufsatze: „Die „Ehre" im Lichte vergangener Zeit" wird S. 43—50 der Juden gedacht: Bestimmungen über den Judeneid, Strafrechtsvorschriften, sociale Stellung, Zwangstaufe, Judenverfolgungen. Die Auffassung wie Ausdrucksweise des Vers, verdient vollste Anerkennung. Alfred Leicht schildert die „Judengemeinde in Meißen" (Mittheilungen des Vereins sür Geschichte der Stadt Meißen 2. Bd. 4. Heft, noch als Separatdruck erschienen (31 SS.). Nach einer längeren Einleitung über die Geschichte der Juden im Allgemeinen, werden die speciell Meißener Verhältnisse vom 13. Jahrhundert bis zum Jahre 1349, dem Ende