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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1892-01-01 · Heft 1 · p. Seite 101

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1892
Issue
Heft 1
Article
Deutsche Schriften über Sabbatai Zewi
Date
1892-01-01
Page
Seite 101 (sequence 2)
Language
German
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MiScellen. 101 Mögliche zusammenstellte. Derartige Collectaneen sind auch die Blätter über Sabbatai Zewi: Bilder, gedruckte Predigten, theologisch-historische Schriften, Copieen von Briefen nnd Nachrichten der verschiedensten Art. Ich verweile bei ihnen hauptsächlich deswegen, damit nicht etwa ein anderer Forscher, verleitet durch Kayserlings Notiz, bedeutendes Quellenmaterial in Hottingers Notizen und Niederschriften vermuthe. Ueber Sabbatai Zewi, den seltsamen Schwärmer und Betrüger (1626—1676), der als Messias verkündet wurde und schließlich eines qualvollen Todes starb, über seinen Propheten Nathan Levy (Ghazati?), der fast bekannter gewesen zu sein scheint, als sein Meister, bedarf es keiner längeren Auseinandersetzungen, ich verweise kurz auf Grätz X, S. 203—258, XXIII bis I.IV. Die von Hottinger gesammelten Bilder und Schriften haben keinen eigentlichen Quellenwerth, verdienen aber eine Anführung deswegen, weil sie zeigen, welchen Eindruck die sabbatianische Bewegung in Deutschland machte. Auch aus diesem Grunde mögen sie an dieser Stelle kurz bibliographisch beschrieben werden (Überschriften und Titel werden buchstäblich getreu mitgetheilt). Das erste Bild mit darunter stehendem Text (Folioblatt, nur auf einer Seite bedruckt) führt folgenden Titel: „Warhafftes Conterfey oder Abbildung des Jüdisch-vermeinten Wunder-Propheten Natkan I^evi, Massen solches von vielen Seefahrenden beh Gaza gesehen und abgezeichnet worden. Nebens ausführlichen Bericht von Alepa, Constantinopel, Jerusalem und Gaza, was bey etlichen Monaten her mit solchem Propheten sich begeben und zugetragen, wie selbiger die Stadt Mecha, des Mahomets Begräbnis mit einer Armee von 300000 Mann erobert, des Mahomets Grab hinweg geführt, unterschiedliche Wunder gethan, auch einen neuen König über seine sogenannte Israelitische 10 Stämme gesalbet und ferner das gantze gelobte Land einzunehmen gewilligt seh. Solches wird nebens Bescheinigung des Kupfers dem begierigen Leser alles ausführlich und deutlich erörtert und bemeldet". In der Erzählung, die dem Kupfer folgt, wird der König „Sabeza" genannt. Aus Deutschland bezüglich ist folgender Passus: „Unterdessen ist gewiß, daß an den meisten Orten in Teutschland die Juden sich fertig halten, wann sie citirt und beschrieben werden, solchen ihren vermeinten Messia zuzuziehen, weßwegen dann viele reiche Jüden zu Amsterdam allbereith ihre liegende Grund und Güter, imgleichen ihre Schulden um 2 Drittel, 3 Viertel und dergleichen verkaufst um desto bereit und fertiger zu seyn, ins gelobte Land zu ziehen". Der Erzählung folgt als Beschreibung des Bildes die kurze aber trotz der Kürze verständliche Aufzählung

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