Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1890
- Issue
- Heft 2
- Article
- Mittheilungen aus Berliner Zeitungen, Zeitschriften und Broschüren (1741 - 1830)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 292 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2259275-2259324-2259327-2264523--1701-2264727- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
292 Miscellen. nicht mit Angelegenheiten der Juden, sondern nur mit gelehrten Dingen, z. B. Versuchen zur Erklärung des A. T. u. Aehnl. Bei der Beurteilung eines Werkes von West über Jesu Auferstehung (II, 650 ff., vgl. 669) wird auf die Stelle über den Versuch Julians hingewiesen, den Tempel in Jerusalem wieder aufzubauen. W. sagt dabei: „Zamuch David, ein Jude bekennet daß dieses Werk vom Himmel sey verhindert worden", wozu der Red. bemerkt, die Verweisung beziehet sich auf den Zemach David des D. Gans „Man hat hier Zemach in Zamuch und den Titel eines Buches in den Nahmen eines Juden verwandelt". — II, 807 wird eine von W. Chr. Just. Chrhsander veröffentlichte Schrift „^bdreviatnrae Huaeäam in serixti8 ^uäaeorum usitatioreZ" als werthloser Abklatsch aus Buxtorf bezeichnet. Die bekannte Abkürzung soll nach Mittheilung eines getauften Juden bedeuten — ONO'->D '"Qip O^ni, die Verehrer Christi und Mariae. — Kurz erwähnt wird II, S. 706, eine Schrift des C. Herrbiberger äs 8xe tuturae ^uäaeorum eonversionis nltiwae universalis. — Bd. III, S. 551 wird die Schrift von Vensky „zweyte Fortsetzung vermischter Anmerkungen" kurz analysirt, worin auch folgende vorkommt: „Die Juden zeugen von der Wahrheit der Schrift und der Göttlichkeit der Sendung Jesu". — Manche kenntnisreiche Bemerkung über die hebräische Sprache findet sich III, S. 197 bis 216 in der Beurtheilung des Werkes von I. W. Meiner: „Die wahren Eigenschaften der hebräischen Sprache" mit einer Vorrede von Chr. Wollen. Mannigfaltigkeiten. Eine gemeinnützige Wochenschrist (Hhg. v. Martini), 3. Band, Berlin 1772, enthält S. 446 folgende Recension der durch Goethe's Besprechung allgemeiner bekannt gewordenen „Gedichte von einem pohlnischen Juden". „Der Verfasser scheint selbst schon die Borurtheile zu fürchten, die seine lächelnde Muse, ohne sie näher zu kennen, mit einem hämischen Blick anstarren würden, sobald man sich unter dem Verf. dieser Gedichte einen Pohlnischen Juden denken sollte. Wir glauben indessen, daß es desto mehr Bewunderung verdienet, je schwerer es ist, unter seinen Glaubensgenossen sich zu einem leichten Schwung einer gefälligen poetischen Sprache und zu einer nöthigen Reinigkeit im Ausdruck zu gewöhnen. Wenigstens haben uns diese kleinen, größtenteils scherzhafte Lieder, denen auch einige Oden und eine Kantate, Andromeda betitelt, behgefüget sind, so wohl gefallen, daß wir unbillig seyn müßten, wofern wir, um kleiner Fehler willen, etwas