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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1890-01-01 · Heft 1 · p. Seite 98

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1890
Issue
Heft 1
Article
Wolfgang Menzel über die Juden in der deutschen Literatur
Date
1890-01-01
Page
Seite 98 (sequence 2)
Language
German
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98 Miscellen. schlagen und läßt nur den barbarischen Muthwillen auf andere Weise an ihnen aus. Dort spielt man den Herrn, den gnädigen Beschützer gegen sie, hütet sich aber, sie zu emancipiren, um nicht um das Vergnügen des Mäcenats zu kommen. Sogar Liberale gibt es, welche die Juden blos deswegen nicht frei lassen wollten, weil auch die Christen noch nicht in allen Dingen emancipirt sehen. Ueberall ist es die kleinliche Hoffart, die sich an den Juden reibt, und sie bald mit Verweigerungen, bald mit halben Zugeständnissen, bald mit grausamer Zurückweisung, bald mit aufdringlicher Pädagogik quält. Daß Männer von Geist und Bildung, wie solche in neuerer Zeit mehrere aus jüdischem Geschlecht berühmt geworden sind, über diese kleinlichen Mißhandlungen toll werden, ist ihnen kaum zu verdenken. Doch ist der Zorn Börners, sind die Nadelstiche Heine's der Judensache nicht günstig, weil sie die kleinen Antipathien nähren, und weil sich unter ihrer Aegide eine Brut gemeiner Judenjungen ausbildet, die alles, was den Christen und Deutschen heilig ist, mit offenem Hohn beschmutzen". Das Vorstehende findet sich in der 2. Auflage des bekannten Werkes von W. Menzel: Die deutsche Literatur, Stuttgart 1836 Bd. II, S. 210 fg. (Ls ist ein sehr bemerkenswerthes Zeugniß sowohl für den Mann als für die Zeit und verdient als solches wieder aufgefrischt zu werden. Grade für den, welcher die Auffassungsweise deutscher Schriftsteller vor etwa einem halben Jahrhunderte kennen lernen will, ist das Menzel'sche Buch in seiner damaligen Gestalt, die von der bekanntern spätern unendlich abweicht, von außerordentlichem Interesse. L. G. Aus Briefen. 1. Aus einem Briefe des Herrn Prof. D. Kaufmann an Herrn vi. I. Egers (3. Zum 1889): Ich bitte Sie, zum neuesten Hefte x>. 175 zu bemerken, daß Iiieden,?m2^anAan und?5erken wohl nicht existiren. Sie werden mir Recht geben, daß es wohl in der Urkunde heiße: Hürden, L(I>)w2^anSHn, Pfersee. S. 252 soll nur Ein Dokterdiplom erhalten sein. Ich sah bei vr. Nareo Osimo s. A. in I>aäua allein die von 1) vaviä Isaak äe I>oini3 von der Univ. I>eruKia 1551. 2) Iieone Oantariul „ „ „?aäua 1625. 3) Oalimau Oautarini „ „ „ „ 1619. 4) «losek Isaia a Ueäiea „ „ „ „ 1677. 5) Is. Vita Oantarini „ „ „ „ 1664. und fünf andere.

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