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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1889-01-01 · Heft 3 · p. Seite 396

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1889
Issue
Heft 3
Article
Zusätze und Berichtigungen
Date
1889-01-01
Page
Seite 396 (sequence 2)
Language
German
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396 Nachrichten. aufmerksam zu machen, woraus hervorgeht, daß der jiid. Arzt vr. Böhm, von 1740 an in Halberstadt praktizirend, ein treffliches Gutachten gegen das frühe Beerdigen abgegeben — altorthodoxe Rabbiner, wie Auerbach und Metz sich gleichfalls bereits im vorigen Jahrhundert gegen das frühe Beerdigen ausgesprochen haben". (Zuschrift von Herrn Rabbiner Or. Löb in Rawitsch). Zu Zeitschr. III, 234 ff. erlaube ich mir zu bemerken, daß Lekaä ml ^oäea auch in das Rituale der singalesischen Juden auf Ceylon (vgl. über dasselbe Zunz, die Ritus S. 57) aufgenommen wurde, aber wie in dem Rituale von Avignon nicht gerade am Pesachabende, sondern an Festtagen beim Mahle überhaupt (Zeitschr. III, 239), hier beim Hockzeitsmahle recitirt wurden (Rituale der singalesischen Juden, Amsterdam 1757, S. 61 d —62 d, in meinem Besitze). In einigen Punkten weicht der Text von dem unserer Hagadaausyabe, ab; für die Zahl eilf werden die eilf Brüder Josephs (?)^ '^55 1N55) genannt und die Zahl dreizehn fehlt wie in dem deutschen Liede vollständig. I. Perles. Zu S. 234 ff. bemerkt ferner Herr vr. M. Grünwald: Zum Nekaä mi Hoäea verweise ich Herrn vr. Kohler auf vi-. A. Wünsche's „Räthselweisheit bei den Häbräern mit Hinblick auf andere Völker". Leipzig 1883, S. 61—65, woraus zu ersehen, daß Zahlenräthsel uralt sind und sich bei allen Völkern vorfinden. Man vergleiche ferner Karlos von Gagern's Japanische Märchen in Dittes' Pädagogien 1880, S. 192 —200, wo die Geschichte von dem „ehrgeizigen Mäusepaar" und dem „Steinmetz von Nägasaki" und die plattdeutsche Erzählung „De Swienegel un de Haas" verglichen werden. K. v. Gagern sagt: (1. e. S. 194): „Die Menschheit muß trotz aller Völker- und Rassenunterschiede als einheitlich aufgefaßt werden. Der Mensch ist im Großen und Ganzen überall derselbe, namentlich in seinem kindlichen Entwicklungsstadium. Erst im Verlaufe seiner körperlichen und geistigen Fortbildung tritt eine wachsende Verschiedenheit zu Tage. Nun sind aber Märchen ihrer Mehrzahl nach Erzeugnisse sich noch im Kindheitsalter befindender Völker, und hiedurch ist jene Aehnlichkeit wohl genügend erklärt." Zu S. 235, Note Z. 5 v. u.: Sammlung 1768. — Man lese „Zürich 1768. Zu S. 247, Einleit. z. Urkunde 2, Z. 4: 1354, Montag nach Bartholomäi. — Nach der Original-Urkunde lese man „vor Bartholomäi". Zu S. 252, Z. 9: Jsaac Hellen bestand am 9. Juli 1650 das Rigorosum zc. — Dieses Datum ist verdächtig, weil es aus einen Sabbath fiel. Zu S. 268, Z. 17; Mischte Schwalim wurde beendet Dienstag, 27. Elul 1756. — Dieses Datum ist unmöglich; der 27. Elul fällt nie auf Dienstag und fiel 1756 auf Mittwoch. Zu S. 277, § III, Z. 4: Statt Schachen „lies Schachten". L. Cohen.

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