Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1887
- Issue
- Heft 4
- Article
- Memorbücher
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 390 (sequence 2)
- Language
- German
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390 Miscellen. Werke ausübte, für Witwen und Waisen sich bemühte, der Vorstand des Krankenvereins gewesen, überhaupt immer nur der Ausübung von Gottesgeboten und Liebeswerken sich hingab, einen ascetischen Lebenswandel führte und täglich morgens und abends als der Erste im Gottes- und Lehrhause sich einfand; derselbe starb und wurde in hohem Alter begraben 26. Kislew 446 — 1686 (M. A.). Nr. 159 der greise Gelehrte R. Meir (Sohn des Borstehers R. Samuel Bonfat) der sich täglich mit Thorastudium beschäftigte, in Neustädte! (Pfalz) lange Zeit im Vorstande wirkte, als solcher getreulich den Gemeindeangelegenheiten sich widmete und belehrend auf die Gemeinde einzuwirken suchte; starb nach vollendetem 70. Lebensjahr und wurde hier in Fürth mit großen Ehren begraben am 18. Siwan 447 —1687 (M. A.). Nr. 166 der geehrte R. Jehuda, genannt R. Selke v. Langenlois (p^ ^^n), Sohn des R. Schimschon, der in Oestreich viele Jahre hindurch Führer und Vorstand war u. s. w. Nr. 172 der fromme, hochgelehrte und durch hervorragende Eigenschaften ausgezeichnete Rabbiner, der hier in Fürth mehrere Jahre hindurch die Rabbinatsstelle bekleidete und mit besonderer Weisheit und Demut öffentliche Predigten hielt?, d. i. der berühmte R. Binjamin Wols Butschatscher,^) Sohn des R. Meir; er starb am Rüsttag des Schabuotfestes und wurde mit großer Ehre am 1. Tag dieses Festes 451 —1691 begraben (M. A.). -z^nn nnoi NIIN' M^ON v22 ÜZ^IO ->112^ .-l^p ^21 O^'NN ^'N^ "MTNI LPO' T^OII 1^' 2^1 5"? I^N^N N^OI^N N'D'j.'^ NQD ttNII'-O N^^.IN 2^1 Nl^^l N">^N 217; tt^lQ.I ^1.1 ."i^?^ .H'N'' ,11^2 ^-j.-MI I^W^IÜ ^^22 1^N102- Nr. 178 der angesehene Vorsteher Schlomoh Schneior b. Israel Jehoschua Abraham, der sein ganzes Leben den Gemeindeangelegenheiten in Treue sich widmete, wie eine Mauer in den Riß sich stellte, Zorn und Grimm abzuwenden verstand, vielfache Wohlthaten übte und auch nach seinem Tode große Summen für wohlthätige Zwecke verwenden ließ (starb 452 ---- 1692 M. A.). Unter Nr. 179 bis 183 wird noch R. Jekutiel Kaufmann, Sohn des hl. R. Meir, genannt, der, solange er lebte, niemals von Andern Genuß haben wollte und aus diesem Grunde mit großen Entbehrungen sein Leben fristete. Nr. 184 bis 551 sind 368 Jiskor, nicht mehr in Quadrat-, sondern in Kurrentschrift, von denen der weitaus größte Teil nur eine eine halbe Linie einnimmt und blos den Namen enthält. Hierunter befinden sich: Mosche bar Ahron aus Thalmessing, der eine wertvolle Thoraverzierung stiftete. Samuel Eli ') Derselbe wird von Hirsch Aschkenasi R. G. A. Chacham Zewi Nr. III erwähnt; im Kizur Schelah (eä. Ämst. 113 ä.) wird von ihm ein Gebet für Kranke mitgeteilt. Seine besondere Frömmigkeit wird auch von Abraham Broda (Eschel Abraham 92 a.) hervorgehoben. Letztere Stelle verdient gerade jetzt, wo die jüdische Schlachtweise Gegenstand weiterer Erörterung ist, besondere Erwähnung, weil nach dieser Mitteilung der genannte Rabbiner aus rituellen Gründen die Verwendung eines Strohpolsters beim Niederwerfen der Schlachtthiere in Fürth anordnete.