Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1887
- Issue
- Heft 4
- Article
- Beiträge zur Geschichte der Juden am Bodensee und in seiner Umgebung
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 305 (sequence 9)
- Language
- German
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am Bodensee und in seiner Umgebung. 305 L. Aus den Collectaneen des Jakob Reutlingen') (Lä. I, p. 112.) <^ut Ulriob 2U Ueberlingen gemartert. L.nno 1332 am 2. tag im merken (anäere, unä äeren äer msrt1ia.il setzen am 12. tag Nartii) v^arät äer gut Ulrleb von Ueberlingen gemartret von äen ^suäsn; er ^vas aines son, 6er biess äer ^re^, ^ar ain leäergerber. Domain ^vuräen bs^ 400 «luäsn verbrennt In äer statt su Ueberlingen in ainern bauss (ist jetso äer beeilen ^unM) von ^e^b, mann unä ^ünäe. (L<Z. I, x. 224—225.) (Z^ut Ulrieb gemartret. ^.nno 1332 äen ersten HlartiL baben äio ^suäen äas I^näblin allbie gut Ulrieb genannt gemartret; es ^var aines leäergerbers son äer?re^ Zenannt; unä äasselbig in ainem saekb kür das oder tbor über äen mülinberg trafen unä in ain xkütsin oäer moos, aläa ^et^o Lt. Ulriebes küreb steet, v^erKen lassen. ^.läa man es äann kunäen, unä uK äem Larkuosser kirebbove, aläa äas stainin Kreuts: steet, vergraben. Von äises knäblins ^vegen bat sieb äie burgersebaM albie ^iäer äie ^suäen empört. Unä alls man irentbalben ratb gebalten unä sie solliebes vermerkibt, sein sie in ir sinagog (die Hetsio äer beekber^unft ist) Zusammengelogen. Und äie^ve^l äie burgersebaM vermaint, ein ratb gieuge 2u langsam mit äer saeb umb, oäer moebte äen ^uäen su lünät sein, seinä sie ^ugekaren, nnä baben äas bauss mit keür angesteekbt, nvä äar^unen bei 300 «Inden ^ung nnä alt verbrennet. ^Velliebe nss äem tenr küelenät, ^vuräen sonst ersoblagen. ^Randbemerkung: gesebabe äen 2. Nartii anno ut supra.^ Unä bat äarnaeb ain ersamer ratb albie äie eapell ^u Lt. Iiirieben bauen unä äas knäblin bei äen barluossern ^viärumben ussgraben uuä in Lt. Ulriobs küreli in ain stainin sareb legen lassen; unä äie^vez^I sollieb knäblin R.ömisebem gebrauob naob vit eavonieiert unä 2um bailig^en^l gemaobt v^oräen, bat man im allain äen namen gut Ulrieb gebe«. 2) (66. I, p. 300.) «soan. ^augii ^), I^embergii kalatinorum eleetorum arobiatri existolarum meäioinalium volumine I kolio 427.^) ^.t ciuaeso vos, an non Uberlivgeusis oxpiäi magistratus, ut iustus, ita ^uogue Severus Luit bumani sauguinis vinäex? Hui ^) Handschrift der Leopold-Sophienbibliotbek in Ueberlingen. Siehe A. Boev, das große historische Sammelwerk von Reutlinger in der Leopold-Svpbienbibliothek in Ueberlingen, in Ztschr. f. d. Gesch. d. Oberrh. Bd. 34 (1882), 31-65, 342—392. Jakob Reutlinger, gest. 1611, begann 1580 die Abfassung seiner Collectaneen. Die wörtliche Übereinstimmung ganzer Stücke mit der Hanschen Chronik zeigt deutlich, daß entweder Reutlinger an den betreffenden Stellen die Chronik Hans wörtlich abgeschrieben hat, oder daß beide ein und derselben Borlage wortgetreu gesolgt find. 2) Derselbe Bericht findet sich bei Reutlinger noch einmal Bd. XIII, p. 170. H Nicht Zangl, wie von Boll angegeben wird in Zeitschr. f. d. Gesch. d. Oberrh. 34, 50. -) Nicht 127, wie Böll angiebt.