Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1887
- Issue
- Heft 4
- Article
- Beiträge zur Geschichte der Juden am Bodensee und in seiner Umgebung
- Date
- 1887-01-01
- Page
- 297 (sequence 1)
- Language
- German
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Beiträge )ur Geschichte der Juden am Sodensee nnd in seiner Umgebung. Von Moritz Stern. Beilagen. ^) I. Regesten.2) 1) 1332 Juni 8. Ravensburg. Kaiser Ludwig unterhandelt (teidigt) mit den Bürgern zu Ueberlingen der Juden wegen „äis si verderbet kabent", zwischen ihnen und den Juden „äie nook lebent" unter andern: also, daß sich die Bürger und Juden um ihr Gut gegenseitig richten sollen. Geschieht Mißhellung unter ihnen, so sollen sie das Recht suchen zu Konstanz und soll dasselbe geschehen nach dem Ueberlinger Stadtrecht. 2s Lavevspuroli an dein lventaA in 6er xkiQAstwoeösii 1332. Perg. Orig. Siegel des Kaisers an rot-grüner Schnur zerbrochen. Stadtarchiv nr. 60. 2) 1334 August 21. Konstanz. Kaiser Ludwig verordnet, daß der Amman, der Rat und die Bürger zu Ueberlingen allen Juden, die etwas an sie zu sprechen, zu klagen oder zu fordern haben der Juden zu Ueberlingen wegen, die „veräerbst ^uräen", es sei um ihr Erbe, um Gut oder Geld, Recht widerfahren lassen sollen nach ihrem Stadtrecht vor ihrem Amman in der Stadt Konstanz, aber nur bis auf den 12ten Tag zu Weihnachten; alle Klagen und Ansprachen der Juden gegen die von Ueberlingen nach dieser Zeit sollen gänzlich ab sein und keine Kraft haben. 2v Tostedts an 6siQ sunta^ vor Lartkoloivei 1334. Perg. Orig. Das Siegel des Kaisers an roter Schnur abgegangen. Stadtarchiv nr. 61. Vgl. oben S. 216—229. 2) Die folgenden Regesten sind von Herrn Prof. C. Roder in Villingen, der die beiden Ueberlinger Archive vor kurzem geordnet hat, nach den Urkunden des Ueberlinger Stadtarchivs (Abteil. V. Kasten I. Lade 4. Nr. 60—72) und des dortigen Spitalarchivs (Lade 61. Nr. 1227 — 1231) angefertigt und wurden mir von der Badischen historischen Commisfion abschriftlich mitgeteilt. Ich spreche hierfür derselben an dieser Stelle meinen Dank aus. Die wichtigeren Urkunden werden später einen vollständigen Abdruck erhalten. Zeitschr. f. d. Gesch. d. Juden i. Deutscht. 20