Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1887
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Ohne Titel] / Bresslau, Harry
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 295 (sequence 2)
- Language
- German
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Nachrichten. 295 findet sich eine Urkunde, durch welche am 11. Nov. 1000 ^Lanonimus ex severe Ldreorum <M Lonaus voeatur Llius ^uonäaia ^uäe Lillüliter ex severe Ddreorum et Lanmel Itemc^ue ex feuere Ddreorum Mo ^uouäam Isaae Zimiliter ex ^enere Ldreorum^ vom Bischof Land gegen Zins verliehen erhalten zu haben bekennen. Die Unterschristen der lateinischen Urkunde sind in Quadratschrift und jedenfalls eigenhändig; sie lauten: PNA'' ^2 ^5MN .?°N1N' O1Q')1^ Ich muß es denen, die in der rabbinischen Literatur bewanderter sind als ich, überlassen festzustellen, wie dieser Kalonimos ben Jenudah in den Stammbaum seines Geschlechtes einzufügen ist; mir ist die Urkunde wichtig, weil sie zeigt, daß noch im Jahre 1000 Angehörige des Geschlechtes in Lucca ansässig waren, und weil sie somit meine oben S. 157 f. entwickelte Anficht über den Zeitpunkt der Auswanderung desselben nach Deutschland zu stützen geeignet ist. H. Breßlau. (Uns geht folgender Aufruf zu, dem wir durch Abdruck an dieser Stelle gern auch Verbreitung im Kreise unserer Leser geben. D. Red.) Aufruf. Geschichte des Erziehungs- und Unterrichtswesens der deutschen Juden. Für K. Kehrbach's Nonumenta ^ermaniae ^aeSa^o^iea (Verlag von A. Hosmann & Comp, in Berlin) ist von dem Herrn Rabbiner vr. Güdemann in Wien eine Geschichte des Erziehung- und Unterrichtswesens der Juden in den deutschen Ländern (Deutschland, Oesterreich, Schweiz, Ostseeprovinzen) in Angriff genommen worden. Obwohl Herr vr. Güdemann durch die Vorstudien zu seinem bekannten Werke: Geschichte der Erziehung und Cultur der abendländischen Juden bereits in den Besitz vieler auf das obige Thema bezüglicher Materialien gekommmen ist, so ist doch diese Sammlung noch keineswegs ausreichend. Es muß darum darnach gestrebt werden, diese Sammlung so zu vervollständigen, daß sie die sichere Grundlage für eine möglichst lückenlose Darstellung der Geschichte des jüdisch-deutschen Erziehungs- und Unterrichtswesens bilden kann. Um diese Vollständigkeit zu erreichen, ist die werkthätige Theilnahme weitester Kreise n'öthig, denn es ist unmöglich, daß ein Einzelner das Material, das über einen weiten Raum zerstreut, an Hunderten von Orten in Bibliotheken und Archiven aller Art aufbewahrt und zum Theil versteckt liegt, zusammensuchen kann. Die Materialien aber, die bei vorstehender Arbeit in Betracht kommen, sind: 1) Schulordnungen, Stundenpläne, Statuten, Schulzeugnisse, Besoldungsacten, Contracte, mit Lehrern geschlossen, u. s. w. 2) Schulbücher aller Art, die beim Unterricht, öffentlichen oder privaten, der deutschen Juden benutzt wurden.