Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1887
- Issue
- Heft 1
- Article
- Hebräische Drucke in Deutschland
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 105 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2259275-2259313-2259315-2263062--0117-2263177- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Miscellen. 105 den deutschen Nebennamen ^) Mänzlein führt, die von ihrem Wohnort Soncino jetzt unter dem Namen der Soncinaten berühmt ist 2). Gerson, oder Hieronymus (wie er sich in nichthebräischen Drucken nennt) Soncino, verdient nicht bloß den Namen eines hebräischen „Aldus", sondern er wurde ein gefährlicher Rivale desselben, während dieser einen vergeblichen Ausfall auf das Gebiet des Hebräischen machte 3). Es sei noch gestattet, hier zum ersten Male die Namen der im 15. Jahrhundert an italienischen Drucken betheiligten Personen zu verzeichnen, deren deutsche Herkunft sicher oder fast sicher ist^). 1. Abraham Landau ben Jakob, Setzer (und Correktor?), Neapel 1491—92; vielleicht Sohn des zu nennenden Jakob (2824). 2. Ascher ben Perez Minz(a), Setzer (?) in Neapel, 1491 (2841). 3. Hajjim ben Jsak Levi Aschkenasi (d. h. Deutscher), in Neapel 1486 (2860). 4. Asriel, Sohn des Josef (unter n. 7), in Neapel, 1491—92 (2842). 5. Gabriel Straßburg ben Ahron, Corrector in Soncino, 1484 (2890, H. B. XIX, 16 A. 1). — Sein Bruder Josef unten n. 8. 6. Jakob (Baruch) Landau ben Jehuda, Corrector in Neapel, 1487 (2926). 7. Josef ben Jakob Aschkenasi Günzenhäuser, zum Theil mit seinen Söhnen (s. oben Asriel), in Neapel 1487—90 (2952). 8. Josef (Chajjim) Straßburg ben Ahron, Corrector in Soncino, 1484 (2559). Vgl. oben n. 5. 9. Moses ben Jsak, Schwager des Asriel in Neapel, 1491—92 (3000), war vielleicht einLetternschneider^) oder Pressenverfertiger. 4 <s- Über die Producte der jüdischen Pressen Deutschlands besitzen wir nur eine einzige erschöpfende Abhandlung von Zunz, die „Annalen der hebräischen Typographie von Prag, vom I. 1513«) bis zum I. 1658" in seinem Werke zur Geschichte u. Lit. (1845 S. 208 ff.),.wo nur Einzelheiten zu berichtigen und ergänzen sind. Wir beabsichtigen Ahnliches für die anderen jüdischen Druckereien Deutschlands zu bieten, fast ausschließlich auf Grund eigener Anschauung der Druckwerke, jenachdem der Raum es gestatten wird, der uns hier zu schließen gebietet. t) Fürst, Bibl. Jud. m, 354, macht, in seiner Weise, einen Familiennamen daraus. 2) über die Drucke der Soncinaten find in neuester Zeit Schriften von Antonucci (zuerst unter dem NamenZakkaria)Sacchi und Soave erschienen, worüber s. Hebr. Bibl. XIX, 15—22. 2) S. mein: Aldus Manutius und Hieron. Soncino, (aus der H. B.) Berlin 1859. Vom verbesserten Sonderabdruck sind leider nur noch 6 Exempl. vorhanden (vgl. H.B.XIX, 17). Vgl. I. Schuck, Aldus Manutius, Breslau 1862, S.32u.55. 4) Die zuletzt in Parenthese gesetzte Ziffer bezeichnet die Col. meines Catal. Bodl., wo die näheren Nachweisungen zu finden sind. — Abraham Iedidja aus „Cologna" in Mantua 1480 ist wahrscheinlich aus Cologma bei Venedig (Catal. Bodl. p. 2823). 5) Er wird von seinem Schwager bezeichnet als: NL^1N2?5^N ^2 NIN)^ Catal. Bodl. P. 778. 5 °) Genauer 1512, nach Catal. Bodl. '