Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1937
- Issue
- Heft 4
- Article
- Germania Judaica, Band II (1238 - 1350)
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 234 (sequence 9)
- Language
- German
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Raphael Straus. Die Speyerer Judenprivilegien von 1084 und 1090 Schneur b. Chajjim, Schreiber 1304 cod. Paris 8—10 (ZfHB. XI, S.96) Schneur b. Joel, Schreiber 1322 cod. Rossi 442 (ZfHB. XI, S.96) Schneur b. Kalonymos (REJ. 60, S. 60) Schneur b. Moses ha-Levi (MS. 1878, S.40; 1885, S. 371) Simcha b. Gerschom in Erfurt Simcha b. Jehuda aus Nürnberg-in Worms Simcha b. Meir (Perles: Sal. b. Aderet 10) Simson b. Zadok ha-Levi (ZR. 20; REJ. 61, S. 49, 55; ZfHB. 1909, S. 20, 23) Sprinze, Schulmeisterin in Augsburg (Grünfeld, Festschrift, 25) Süßkind Wimpfen aus Frankfurt a. M. Süßkind Kohen in Erfurt Sußlin in Erfurt Sußmaran aus Regensburg Suyskin von Frankfurt in Köln (QI, 225) Suzelin, Meister von Nürnberg in Frank- Simcha b. Meir in Köln (QI, 249) f urt a. M. Simlai b. Josef (REJ. 60, S. 61) j Suzkint von Ansbach in Nürnberg Simon (MRP. Nr. 921)! (QI,23) Simon von Bergheim j Simon in Trier! Tamar b. Menachem in Würzburg Simon b. Jakob ha-Levi in Würzburg 1 Tobia (MRB., S. 128) Simon Salomo b. Baruch aus Worms j Tobia b. Jekutiel b. Mose (NCB. 781,783) Simson b. Ascher (Mart. 89) Simson b. Jakob, gen. Vivant, 1310 cod. j Vidal b. Jesaja aus Worms Brit. Mus. 79 Ginsburg 19 (ZfHB. j XI, S.96)! Zadok (GJ. 483; HB. IX, S. 132; Simson b. Samuel, lebte in Jerusalem, j REJ. 12, S. 72) schrieb 1350 Asharot (ZLG. 509) 1 Zadok ha-Levi (REJ. 60, S. 62) Die Speyerer Judenprivilegien von 1084 und 1090 Von Raphael Straus 1. Im Münchner Stadtbuch von 1333 fand ich einen getilgten hebräischen Eintrag, vielleicht von Samuel, der damals als Geldverleiher viel genannt wird und in zeitüblicher Weise seine Forderungen registrieren ließ. Der Eintrag ist schon an sich interessant, weil hebräische Buchungseinträge nicht häufig sind, für den hier zu besprechenden Zusammenhang hat er aber eine besondere Bedeutung. Der Eintrag hat folgenden Wortlaut: -1512,-7 ja T2 n"n 'Wh Tbsp •n 'nbzp tip .p^raaö (?) brr\ b? '-p:« rr"i tViwh 'vs ': "ins -p:n na sram anrs n"- ."nua (?) 's m 'vb An den bezeichneten Stellen ist die Lesung zweifelhaft. An der ersten Stelle ist durch den Tilgungsstrich und eine vorangegangene Korrektur der Buchstabenbestand unsicher, an der zweiten Stelle ist gleichfalls eine undeutliche Korrektur erfolgt. Die Vokalisierung der Eigennamen ist zweifelhaft. Der Eintrag besagt: 1. Der Eintragende hat von Kuffer am 18. Schvat 15 lb und 75d empfangen, und (davon?) 9 mancosi weniger 3d auf den Usler übertragen, und 18 mancosi auf den Rudel Matulin. 2. Er hat weiterhin 5 lb und 18d im Adar erhalten. Es ergibt sich daraus, daß die mancosi bei den Münchner Juden des 14. Jahrhunderts als Münzbezeichnung noch bekannt waren. Nun ist in Bresslaus Darlegungen zu Sp II1) das auffällige Vorkommen d;r mancosi das Kernstück der Beweisführung. Diese geht dahin, daß wegen dieser mancosi, die sonst im 11. Jahrhundert in Deutschland nicht mehr vorkämen, für Sp II auf eine italienische Vorurkunde eines Karolingers geschlossen werden müsse. Die meisten Autoren haben diese Hypothese übernommen. Andere >) ZGJD I (1887), S. 155: („Wer das Verbot der Gelderpressungen in die Form gekleidet hat: nullus exigat mancosos, kann nur in Italien gelebt und zunächst an italienische Juden gedacht haben"). „Das entscheidende Argument, nämlich das Vorkommen der mancosi, hat Stobbe nicht entkräftet" (Ar. Nr. 171). — Im folgenden ist das Speyerer Judenprivileg von 1084 als Sp I, dasjenige von 1090 als Sp II bezeichnet. 234