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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1937-01-01 · Heft 2-3 · p. Seite 125

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1937
Issue
Heft 2-3
Article
[Rezension]
Date
1937-01-01
Page
Seite 125 (sequence 2)
Language
German
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Literatur Hebrew manuscripts in the Bodleian Library vol. 2, Oxford 1906. — Paris: S. Münk, Maiiuscrits hebreux de Toratoire ä Ia bibliotheque Nationale de Paris, Frankfurt a. M. 1911. — Philadelphia: B. Halper, Descriptive Catalogue of Genizah Fragments, Philadelphia 1924. — Washington: R. Gottheil und W. H. Worrell, Fragments from the Cairo Genizah in the Freer Collection in Detroit, New York 1927. — Wien: A. Z. Schwarz, Die hebräischen Handschriften in Österreich außerhalb der Nationalbibliothek in Wien, Leipzig 1931.— Upsala: K. V. Zettersteen, Verzeichnis der hebräischen und aramäischen Handschriften der Universitätsbibliothek Upsala, Lund 1900. Berlin. Moritz Stern. Benzioh Dinaburg: Toldot Jisrael mereschit j'me Jisrael ad jamenu eile. V. Jisrael Bagola, 1: von der Eroberung Palästinas durch die Araber bis zu den Kreuzzügen. Quellen und Dokumente, zusammengestellt und geordnet nach den Gegenständen und den Zeiten unter Hinzufügung von Erläuterungen und Anmerkungen, Tel-Aviv 1926, 478 S.: VI: Jisrael Bagola, 2: von den Verfolgungen des Jahres 1096 bis zur Vertreibung der Juden aus Spanien und Portugal, Quellen usw., Tel-Aviv 1931—36, bisher 537 S. Je weiter dieses wichtige Werk fortschreitet, desto häufiger hat es Gelegenheit, auf die Juden in Deutschland zu sprechen zu kommen, und desto notwendiger wird es, von ihm in unserer Zeitschrift Kenntnis zu nehmen. Es bietet einen eigenartigen Versuch, jüdische Geschichte zu schreiben, nicht im Wege zusammenhängender Darstellung, sondern durch Darbietung des Quellenmaterials. Dieses wird nicht in Form von Regesten, sondern nach Möglichkeit im vollen Wortlaut — freilich in hebräischer Sprache — vorgelegt. Die Queliensammlung ist außerordentlich reichhaltig, weit vielseitiger als bisher in irgendeinem ähnlichen Werk; denn der Verfasser berücksichtigt nicht nur den Einfluß des Staates und der weltlichen Mächte, sondern auch den der religiösen Gewalt, wie er sich in Recht und Politik, in Wirtschaft und Gesellschaft äußert, wie er in Siedlung, Verfolgung und Vertreibung zum Ausdruck kommt, berücksichtigt aber auch die inneren Verhältnisse der jüdischen Gemeinden, ihre Verwaltung, Gerichtsbarkeit, Organisation, Erziehung, Bildung, Religionsanschauung, Sprache und Literatur. Kurz: man kann sagen, daß kein Gebiet des Lebens unberücksichtigt geblieben ist. Gerade für diese außerordentliche Reichhaltigkeit des Dargebotenen, für die mühevolle Herbeischaffung und Zusammenfassung der weit auseinander liegenden Quellen wird jeder Benutzer dem Verfasser besonders dankbar sein. Mit der Anordnung des Materials freilich hat es seine Schwierigkeiten. Im ersten Bande, der einen verhältnismäßig geschlossenen Raum behandelt, in der Hauptsache im Orient beheimatet ist, läßt sich die Anordnung einigermaßen leicht durchführen, aber auch dort durchbricht ein besonderes, Saadja gewidmetes Kapitel den Aufbau. In Band II jedoch, der es mit einer weit ausgedehnten Diaspora zu tun hat, ist der Aufbau weit weniger geschlossen. Während z. B. Kapitel 3 die „politische, rechtliche und gesellschaftliche Stellung der Juden in den christlichen Ländern während der Zeit der Kreuzzüge (1096 bis 1215)" behandelt (S. 60—97), kehrt in den Kapiteln 10 und 11 (S. 350—485) dasselbe Thema für die Zeit von 1215—1348 wieder, und das Material ist nicht immer so beschaffen, daß es sich nach einem bestimmten Jahr trennen läßt. Der Mitteilung der Quellen in Band V schickt der Verfasser eine allgemeine methodologische Einleitung über Aufgabe und Inhalt der jüdischen Geschichte voraus (S. 9—32), auf die wir hier nicht eingehen können. Aus ihr geht seine Periodisierung hervor. Sie ist palästinozentrisch und gruppiert die gesamte jüdische Geschichte um Palästina, d. h. um die Stärke der dorthin bezogenen zentripetalen oder zentrifugalen Kräfte. Damit hängt es zusammen, daß er seinem Werke den Untertitel „Israel in der Diaspora" gibt und die Bände dieses Teils besonders zählt. Während Band V in seinen zwei Büchern das gesamte in die Zeit gehörige Material umfassen konnte, zeigt sich bei Band VI, der schon heute umfangreicher ist und trotzdem die Periode keineswegs erschöpft, daß es sich empfiehlt, nicht so ungeheure Zeitspannen zu umfassen, sondern an weitere Gliederungen zu denken. Eine Erschwerung tritt auch dadurch ein. daß der Verfasser und mit ihm der Leser häufig genötigt ist, den Blick von 125

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