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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1937-01-01 · Heft 2-3 · p. Seite 124

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1937
Issue
Heft 2-3
Article
[Rezension]
Date
1937-01-01
Page
Seite 124 (sequence 2)
Language
German
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Literatur Menschen eine Art Sonderschicksal der Juden hat schaffen können." Für den jüdischen Historiker ist es von jeher eine wissenschaftliche Erkenntnis, daß die Geschichte der Juden in der Diaspora, auf welchen Bezirk sie sich auch erstrecken mag, nur im Zusammenhang mit der politischen und kulturellen Entwicklung der Umwelt erfaßt und begriffen werden kann. Deshalb ist es auch zu begrüßen, wenn einem größeren Leserkreis die Kenntnis bestimmter Epochen oder Zentren des Geschehens im Rahmen des sozialen Organismus, in dem die Juden lebten, vermittelt wird, zumal wenn es in so lebendiger und anschaulicher Form geschieht wie in diesem Buche. Da, nach den eigenen Worten des Verfassers, es „keine wissenschaftliche Abhandlung sein sollte", die er schrieb, so erübrigt es sich auch, hier im einzelnen auf einige geschichtlichen Ungenauigkeiten und Unrichtigkeiten näher einzugehen. Berlin. Ernst Fraenkel. Moritz Steinschneider, Vorlesungen über die Kunde hebräischer Handschriften, deren Sammlungen und Verzeichnisse. Mit einer SchrifttafeL Zweite unveränderte Auflage. Bamberger & Wahrmann, Jerusalem 1937. X, 110 Seiten. Steinschneiders Vorlesungen sind als Beiheft 19 zum Zentralblatt für Bibliothekwesen 1897 erschienen. Jetzt hat das genannte Jerusalemer Antiquariat einen unveränderten Abdruck phototechnisch herstellen lassen. Vom merkantilen Standpunkt aus vielleicht berechtigt, dagegen nicht vom literarischen. Es wäre leicht gewesen, die nötigen Ergänzungen vorzunehmen und das Buch für die Gegenwart brauchbar zu machen. Mindestens hätte in einem Vorwort des Verlages über dieses Mankt gesprochen und auf die Besprechung der Vorlesungen durch Berliner (in: Zeitschrift für hebräische Bibliographie III, 1899, S. 58—62), sowie überhaupt auf die einschlägigen Aufsätze Steinschneiders und anderer in der genannten und anderen Zeitschriften (Revue des etudes juives, Jewish Quarterly Review) kurz hingewiesen werden müssen. Da es nicht meine Aufgabe ist, das Versäumte nachzuholen, mag es genügen, vor allem auf Carlo Bernheimers Paleografia ebraica, Florenz 1924 nebst der Kritik durch A. Z. Schwarz (Soncino-Blätter II, S. 151—53) und auf die aufschlußreichen Artikel in der Encyclopaedia Judaica Bd. II (1928), Alphabet von H. Grimme S. 400—28 und H. Torczyner S. 428—42, in Bd. IV (1929) Bibelhandschriften von A. Spanier S. 530—40, Illuminierte Bibelhandschriften von C. Roth S. 540—45, Buchschmuck von R. Wischnitzer S. 1133—44, Buchwesen von L. Blau S. 1144—58, in Bd. VI (1930) Elephantine von J. Gutmann S. 446—52, in Bd. VII (1931) Genisa von S. L. Skoss S. 250—55, Haggada- Illustration von R. Wischnitzer S. 794—813, Hebräische Handschriften von A. Z. Schwarz S. 936—44 hinzuweisen. Ober jüdische Lederschnittkünstler siehe M. J. Husung [Soncino-Blätter I, S. 29—43, 197—98; Meir Jafe aus Ulm!, dazu Mitteilungen der Soncino-Gesellschaft, N. F., Heft 1 (Mai 1932), S. 6—8], über jüdische Buchbinder M. Grunwald in Mitteilungen der Soncino-Gcseils.!:;;-! Nr. 6, dazu über den hebräischen Schreiber, Illuminator und Buchbinder Woifgang (als Jude: Israel, Sohn des Mohär aus Brandenburg) meine Israelitische Bevölkerung V, 58. Die wichtigen Handschriftenkataloge bis 1930 hat Schwarz a. a. O. verzeichnet, darunter VoUers-Porges über Universitätsbibliothek Leipzig und Weinberg über Landesbibliothek Fulda. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit gebe ich aus der Fülle des Stoffes einige Ergänzungen. Berlin: J. Schirmann, Die poetischen Genizafragmente in der jüdischen Gemeindebibliothek Berlin, (MGWJ 1932, S. 339—54). — Cambridge und andere Bibliotheken: P. Kahle, Die hebräischen Bibelhandschriften aus Babylonien, Gießen 1928. — London: M. Gaster, Hebrew illuminated Bibles.of the IX. and X. Centuries and a Samaritan scroil of the law, London 1901; R. A. Rye, Catalogue of the printed books and manuscripts forming the library of Frederic David Mocatta, London 1904; David Solomon Sassoon, Descriptive Catalogue of the Hebrew and Samaritan manuscripts in the Sassoon "library London, Oxford 1932. — New York: A. Marx, Biblical manuscripts in the library of the Jewish Theological Scminary, New York 1914: die Bücher und Manuskripte der Seminarbibliothek auf der Ausstellung der New-Yorker Stadtbibliothek (Soncino-Blätter II, .S. 113—16). — Oxford: A. Neubauer und A. E. Cowley. Catalogue of the 12*

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