Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1937
- Issue
- Heft 1
- Article
- Germania Judaica, Bd. 2 (1238 - 1350)
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 53 (sequence 8)
- Language
- German
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Vaihingen Waldenburg Weikersheim Weil (bei Calw) Weil (der Stadt) Weinsberg Weissenau Widdern Wolfegg 21. Verschiedentlich Echternach (Luxemburg) Luxemburg Antwerpen Brüssel Geldenacker (Belgien) Salm (Grafschaft südlich Malmedy, Belgien) Tienen (Tirlemont, Belgien) Trond, Tienen (Tirlemont) erwähnte Siedlungen in angrenzenden Landern. Arnheim (Prov. Geldern, Holland) Deventer (Prov. Oberyssel, Holland) Nymwegen (Holland) Seeland (Provinz in Holland) Sittard (Prov. Limburg, Holland) Süsteren (Prov. Limburg, Holland) Tillisburg (Tilburg?, Holland) Utrecht (Prov. Geldern, Holland) Zwolle (Prov. OberysseL, Holland) Delle (Dep. Haut Rhin, Frankreich) Krakau Preßburg Miszelle Von den Juden in Bornheim. Aus einer kleinen Gemeinde im Rheinland. Von Adolf Kober. Im Kurfürstentum Köln, und zwar im oberen Erzstift, Amt Bonn, befand sich als Unterherrschaft bis zum Ende des 18. Jahrhunderts die Herrlichkeit Bornheim. Sie ist im frühen Mittelalter als kurfürstliche Lehnsherrschaft mit den Hundertschaften Bornheim, Hodorf, Brenig, Dersdorf entstanden. Das Weistum von Bornheim erkennt dem Besitzer der Lehnsherrschaft die Erbvogtei, die freie Gerichtsbarkeit mit Gewalt über Leben und Tod zu. Ende des 12. Jahrhunderts ist Bornheim der Sitz des Ritters Wilhelm von Schilling. Der Erbmarschall Goswin von Alfter tritt vorübergehend 1303 dem Erzbischof Willibold die Herrlichkeit und Vogtei zu Bornheim ab. Gleichzeitig erscheint aber jetzt ein ritterliches Geschlecht in Köln, das sich von Bornheim nenat. 1462 kam die Herrschaft durch Heirat an Gerhard Scheiffard von Merode, 1680 ebenfalls durch Heirat mit der Erbtochter Katharina Margarete von Merode an Hans Wilhelm von Waldbott. In den Händen der von Waldbottschen Familie blieb die Herrschaft Bornheim bis zum Ende des 18. Jahrhunderts1). Dem Stadtarchiv Köln ist im Jahre 1932 *) s. Geschichte der Pfarreien des Dekanats Hersel (Dumont, Geschichte der Pfarreien der Erzdiöcese Köln XXIV) v. G. H. Chr. Maassen (Köln 1885), S. 52—72; Fabricius, Geschichtlicher Atlas der Rheinprovinz; Erläuteein Manuskriptband geschenkt worden (Abt. Auswärtiges Nr. 36 b), der ein genaues Verzeichnis aller dem hochadeligen Hause Bornheim gehörenden Zehnten und Gefällen an Geld, Weizen, Korn, Hafer, Erbsen, Gerste, Fasselschweinen, Kapaunen, Hühnern, Faßweinen aus dem Jahre 1736 enthält. (40, 126 BL u. 10 Bl. alphab. Reg.) In diesem Manuskriptband befinden sich auch Angaben über die Juden in Bornheim. Die Archivalien über die Herrlichkeit Bornheim sind ziemlich zerstreut. Das Archiv der Freiherrn von Waldbott-Boraheim befindet sich zum größten Teil als Depositum im Staatsarchiv in Koblenz, zum andern Teil in Schloß Tolcsva in Ungarn2); die von Tille in der Übersicht über den Inhalt der kleineren Archive der Rheinprovinz, Band 1 (1899), S. 149, verzeichneten Archivalien sind nach der Mitteilung des Freiherrn von Diergardt bei dem Verkauf von Bornheim an den Grafen Boos von Waldeck von Herrn von Carnap übernommen worden3). Bei den erwähnten Archivalien der Freiherrn von Waldbott-Bassenheim im Staatsarchiv Koblenz konnten keine Nachrichten über die rungen II (Bonn 1898), S. 58/59: P. Clemen, Die Kunstdenkmäler dei Stadt und des Kreises Bonn (Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz V 3, Düsseldorf 1905), S. 262/63. 2) Auskunft der Archivberatungsstelle der Rheinprovinz in Düsseldorf. 3) Schreiben vom 18.1.1933. 33