Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1935
- Issue
- Heft 4
- Article
- Juden auf Marstrand
- Date
- 1935-01-01
- Page
- Seite 225 (sequence 10)
- Language
- German
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Adolf Kober. Eine Quittungsurkunde in lateinischer und hebräischer Sprache 1793. S. M. — H. E. S. — A. v. R. — I. (M.) R. H. — I. C. — Jungfrau Regina Mayern33). Philipp Samuel Fränckel34). M. G. S. — Studiosus Joseph Levi. 28 Personen 1794. S. M. — H. E. S. — A. v. R. — I. (M.) R. H. — I. C. — J. R. M. — Wulf Salomon26). Isak de Lemos35). David Josephsohn36). M. G. S. — St. J. L. — Informator Wulf Salomon Warburg37). 41 Personen. Eine Quittungsurkunde in lateinischer und hebräischer Sprache, ausgestellt für Erzbischof Walram von Köln 1337 Von Adolf Kober In der Zeit des Erzbischofs Walram von Köln (1332—1349)1) trug sich folgender Vorfall zu. Zu den großen Geldgebern des Erzstifts Köln zählte damals der Jude Meyer aus Siegburg. Er wird 1321 im Zusammenhang mit Gottfried II., Herrn von Heinsberg und Blankenburg, genannt, der ihm in diesem Jahre den fälligen Betrag seiner Bürgerrente von der Stadt Köln vermutlich für eine Schuldsumme überträgt2). Ferner ist 1323 das Kanonissenstift Schwarz-Rheindorf bei Bonn ihm verschuldet; es muß zur Deckung seiner Schulden der Abtei Siegburg eine Holzgewalt für 168 Mark verkaufen3). Vor allem ist Meyer Gläubiger der Stadt Köln und, wie wir noch sehen werden, auch des Erzbischofs, der stark verschuldet war. Meyer steht nicht im Schutze der Stadt Köln und ist auch nicht ihr „samenburger“4), hat aber Grundbesitz in Köln5) und scheint daselbst zeitweise mit seiner Familie ansässig gewesen zu sein6). Als seine Frau wird Jutta, als seine Söhne werden Jolman, Moyszyn, Abraham und Suyskint, als Töchter Beppele, Rose, Gutgen 33) Hilft in den Häusern als Verkäuferin. 34) Er kommt aus Kopenhagen (die Kopenhagener Familie Fränckel stammt aus Fürth i. B.), wird 17.11.1794 Bürger von Göteborg. 35) Vielleicht identisch mit dem von Grunwald, Portugiesengräber a. a. Oöfters, besonders S. 150 erwähnten. Er stirbt in Göteborg am 2.12.1807. Valentin erwähnt S. 219 auch Josua de Lemos in Göteborg und S. 235 f. in Stockholm den Musiker Aron als Sohn des Isak de Lemos. 36) Ueber ihn Valentin S. 491 und Gamla Judiska Gravplatsen S. 129 No 165 und Register S. 158. Er stammte aus Prenzlau, geb. 1750, war Lehrer in Stockholm und starb dort 21.8.1838. 37) Wohl identisch mit dem gelehrten, späteren Hamburger Vorsteher, s. Grunwald a. a. O., S. 343. Er mag als junger Mann bei seinen Göteborger Verwandten sich aufgehalten haben. x) Vgl. C. Hegel, Verfassungsgeschichte von Köln im Mittelalter. Leipzig 1877. S. CLI ff. 2) Stadtarchiv Köln Urk. n. 1039 Or. Perg. mit anh. Siegel; vgl. Mitt. a. d. Stadtarchiv v. Köln, H. 5. S. 46. * 3) Vgl. Regesten d. Erzbischöfe v. Köln im Mittelalter IV (1918) n. 1395. 4) Vgl. Ennen, Quellen z. Gesch. d. Stadt Köln IV (1870) n. 208. 5) Vgl. Kober, Grundbuch des Kölner Jüdenviertels, Bonn 1920, S. 165, „Haus Birklin“. 6) Staatsarchiv Düsseldorf. Kurköln; Urk. n. 320. 225