Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1932
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 64 (sequence 1)
- Language
- German
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Bücherschau Büchereingang*) Die Schriftleitungist nach Kräften bemüht, von allen Werken Besprechungen oder kurze Inhaltsangaben zu bringen, kann aber eine Verpflichtung dazu nicht übernehmen. Adolf Altmann, Das früheste Vorkommen der Juden in Deutschland; Juden im römischen Trier. Trier 1932. Paulinus-Druckerei. 32 S. Hugo Bergmann, Die Philosophie von Salomon Maimon. Jerusalem 1932. The University Press. (In hebräischer Sprache.) VIII und 180 S. H. Ehrentreu, Talmudische Studien. Frankfurt a. M. 1931. Hermon-Verlag. 164 S. Judisches Jahrbuch 1932. Berlin 1932. Verlag Jüdisches Jahrbuch. 243 S. Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der tschechoslowakischen Republik. 4. Jahrgang. Prag 1932. Selbstverlag. Ida Posen, Die Mainzer Thoraschreinvorhänge. (Notizblatt der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler, Nr. 29.) Frankfurt a. M. 1932.12 S. Israel Rabin, Bibliotheksbericht des jüd.-theol. Seminars in Breslau. Breslau 1932. Selbstverlag. 15 S. Aaron Rosmarin, Moses im Lichte der Agada. New York 1932. The Goldblatt Publishing Co. 157 S. Hans Joachim Schoeps, Jüdischer Glaube in dieser Zeit. Prolegomena zur Grundlegung einer systematischen Theologie des Judentums. Berlin 1932. Philo-Verlag. 90 S. Zu den Wormser Dokumenten (Jahrgg. 3, S. 227). Die beiden durch Kiefer zur Verfügung gestellten Dokumente waren nicht unbekannt. Unter der Ueberschrift „Pfefferkorn und die Wormser Juden" habe ich sie 1888 im „Magazin für die Wissenschaft des Judentums" (XV, S. 155—159) behandelt. Das Schreiben des Kaisers an Worms ist dort wortgetreu abgedruckt, von dem Bücherverzeichnis ist allerdings nur ein Auszug gegeben. Um so dankenswerter ist es, daß nunmehr eine genaue Wiedergabe des ganzen Textes vorliegt (in Nr. 10 der gedruckten Liste lies: zwen, im Nachwort: Johannen oder Johannem). Cocer Nr. 6 ist mit David Kaufmann (Magazin XVI, S. 58) und Kracauer (MGWJ 1900, S. 321) richtig mit Kizzur, dem kleinen Mordechai identifiziert. In Boroch Nr. 10 (Boreck, MGWJ SS. 322, 330; Borech, S. 428) sehe ich dagegen nicht das Sefer hateruma des Baruch b. Isak — dieses Werk ist in der Frankfurter Liste stets als Sefer Druma, Truma, Trhomma aufgeführt —, sondern das Sefer Baruch scheamar des Simson b. Elieser. Thophos Nr. 26 kann nicht Toßafot Jomtob sein, Jomtob Lipmann Heller lebte später. Aber auch Kaufmanns geistreiche These (Magazin XVI, S. 58 f.), in Thophos den Traktat Ketubot zu sehen, trifft nicht zu, da in Nr. 17 bereits 7 Exemplare Gsubas notiert sind. In der Frankfurter Liste begegnet uns dieser Traktat als Ksibbas (S. 427) und Subbos (S. 429). So sehr sich auch Kaufmann dagegen sträubt, 1509 in Worms besondere Toßafotsammlungen anzunehmen, es bleibt doch nichts anderes übrig, als hier, wie ich schon 1888 tat und wie jetzt auch Freudenthal (S. 231) schreibt, von Toßafot zu sprechen. Unwiderleglich zeigt dies die Frankfurter Liste, wo wir Beres (Morar, Boseck) Doßfoß (Doschfoß, Doßfuß) lesen. Der Begriff muß eben weiter gefaßt werden. Es müssen ja nicht ausschließlich die an den Seiten unserer Talmudtexte gedruckten Toßafot sein. Siehe Benjacob, Ozar S. 621—626. Moritz Stern. *) Den Verlegern und Einsendern gegenüber Empfangsbestätigung. Eingänge, die aus dem Bereich der Zeitschrift fallen, finden keine Berücksichtigung. 64